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MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Techwerte vor Nvidia unter Druck

DJ MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Techwerte vor Nvidia unter Druck

DOW JONES--Europas Börsen zeigen sich am Montagmittag mit kleinen Abgaben. Der DAX fällt um 0,1 Prozent auf 26.122 Punkte, der Euro-Stoxx-50 verliert ebenfalls 0,1 Prozent - auf 6.458 Zähler. Politik und Anleihemarkt stehen diese Woche im Fokus, vor allem mit Blick auf die USA. Diese wollen nicht nur den Iran mit härtesten Wirtschaftssanktionen in die Knie zwingen, zugleich haben sie einen Zollkonflikt mit Kanada angezettelt. "Die wahre Brisanz für die globalen Aktienmärkte liegt in den angedrohten Sekundärsanktionen für Drittstaaten, die weiterhin Geschäfte mit Teheran machen", bemerkt Marktstratege Tim Ritschar von ActiveTrades zu den angedrohten Maßnahmen gegen den Iran. Dies rücke auch die ohnehin fragilen US-chinesischen Handelsbeziehungen in den Blick. Details werden am Abend von einer Rede von US-Finanzminister Scott Bessent erwartet.

Am US-Anleihemarkt war die jüngste Entspannung kurzlebig nach der Ankündigung des US-Finanzministeriums, vermehrt langlaufende Aktien zurückzukaufen. An den Märkten machen sich Zweifel über den langfristigen Erfolg der Maßnahme breit. Allein im vergangenen Jahr seien die US-Schulden um rund 3,0 Billionen Dollar explodiert, heißt es dazu. Entsprechend steigt die Belastung des US-Haushalts durch Zinszahlungen. Hier droht zunehmend ein untragbares Niveau, entsprechend verlangen Gläubiger höhere Zinsen. Dazu kommen noch teils riesige Anleihen von Unternehmensseite zur Finanzierung von KI-Investitionen.

Die langfristigen US-Zinsen lägen etwa so hoch wie zuletzt vor der globalen Finanzkrise um 2008, kommentiert Mark Zandi, Chefökonom bei Moody's Analytics. Die Haltung von Fed-Chef Kevin Warsh, dass sich die Notenbank mit Prognosen zurückhalten sollte, sorge dafür, dass Anleiheinvestoren eine höhere Rendite als Ausgleich für die dadurch entstehende Unsicherheit forderten. Mit entsprechender Spannung wird dem ersten Auftritt des Notenbankchefs auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole entgegengeblickt.

Reden bei dieser Veranstaltung werden von Fed-Vorsitzenden häufig genutzt, um richtungsweisende Ankündigungen zu machen oder geldpolitische Signale zu senden. Sollte sich Warsh für eine Grundsatzrede entscheiden, könnte er auf die von ihm eingesetzten Fed-Arbeitsgruppen eingehen oder auf die Auswirkungen von KI auf die Wirtschaft und seine Überlegungen dazu, heißt es bei der Deutschen Bank. Wähle er hingegen die "traditionellere" Variante, könnte er die Aussagen der Juli-Pressekonferenz nachschärfen. Insbesondere könnte er dem Narrativ am Markt entgegenwirken, dass geldpolitische Entscheidungen der Fed bis zum Abschluss der Arbeiten dieser Arbeitsgruppen aufgeschoben würden.

Unternehmensseitig stehen am Mittwoch Geschäftszahlen von Nvidia auf dem Programm. Sie konnten zuletzt keine Euphorie mehr im KI-Sektor auslösen. Technologiewerte zählen mit 0,4 Prozent Minus zu den größeren Verlierern. Sie werden von Sorgen vor steigenden Renditen und den Geschäftszahlen von Nvidia gleich doppelt in die Zange genommen. Titel wie Prosus fallen 2,5 Prozent, nachdem Alibaba zudem das Thema Kapitalerhöhungen für KI-Investitionen wieder in den Fokus gerückt hat. Bei deutschen Werten wie Infineon, SAP, Suss und Aixtron geht es um die 2,7 Prozent tiefer.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.458,08  -0,1   -4,14    6.462,22    11,5 
Stoxx-50        5.483,86  -0,1   -5,31    5.489,17    11,5 
DAX          26.121,81  -0,1   -14,75    26.136,56    6,7 
MDAX          32.126,25  +0,1   15,84    27.039,42    4,9 
TecDAX         4.073,06  -0,4   -17,58    3.091,28    12,4 
SDAX          18.490,62  -0,4   -73,65    13.062,07    7,7 
FTSE          10.831,54  +0,1   14,98    10.816,56    9,1 
CAC           8.477,42  -0,1   -7,01    8.484,43    4,0 
SMI          14.426,53  -0,2   -30,45    14.456,98    8,7 
ATX           6.632,89  +0,0    1,09    6.631,80    24,5 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:01 
EUR/USD          1,1666  -0,1  -0,0013     1,1679   1,1673 
EUR/JPY          185,72  +0,1   0,1300     185,59  185,5600 
EUR/CHF          0,9361  +0,1   0,0006     0,9355   0,9351 
EUR/GBP          0,8559  +0,0   0,0003     0,8556   0,8566 
USD/JPY          159,17  +0,2   0,2400     158,93  158,9500 
GBP/USD          1,3629  -0,1  -0,0011     1,3633   1,3623 
USD/CNY          6,7227  +0,0   0,0017     6,7210   6,7216 
USD/CNH          6,7241  +0,1   0,0049     6,7193   6,7218 
AUS/USD          0,7161  -0,1  -0,0008     0,7169   0,7162 
Bitcoin/USD      77.881,81  +0,6   476,86    77.404,95 77.379,19 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         85,50  -1,8   -1,56      87,06 
Brent/ICE         93,05  -1,4   -1,34      94,39 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.644,09  +0,9   41,48    4.602,61 
Silber           68,89  -0,1   -0,08      68,97 
Platin         1.875,78  -0,1   -2,00    1.877,78 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

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August 24, 2026 07:33 ET (11:33 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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