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Berenberg: Märkte Monitor 24.08.2026

Aktueller Marktkommentar

Der Rücksetzer bei US-Staatsanleihen dominierte zuletzt die Marktschlagzeilen. So überschritten 30-jährige US-Zinsen letzte Woche die Marke von 5,30 % - zum ersten Mal seit 2007. Hinter der Schwäche der Staatspapiere steht eine Reihe von Faktoren: Eine brummende Konjunktur, wachsende Staatsschulden und eine Flut von Neuemissionen lasten allesamt auf den Staatsanleihen, die wir schon seit längerer Zeit unterhalb unserer Benchmarkquote halten. Auch die weiterhin festgefahrene Lage am Golf dürfte ihren Teil zum jüngsten Anleiherücksetzer beigetragen haben. Obwohl größere Kampfhandlungen ausbleiben, gab der weiterhin stark reduzierte Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus Ölpreisen (und damit den Inflationserwartungen) zuletzt wieder Auftrieb. Unbeeindruckt von der Misere an den Rentenmärkten zeigten sich hingegen die Aktienmärkte, die von einer der besten Berichtssaisons der letzten 20 Jahre sowie starken konjunkturellen Frühindikatoren gestützt werden. Mit Blick auf die robuste Datenlage fühlen wir uns in unserem Aktienübergewicht weiterhin wohl, haben unsere Allokation aber zuletzt mit Blick auf die schwächer werdende Saisonalität zulasten von Edelmetallen geringfügig reduziert.

Kurzfristiger Ausblick Nachdem die Q2-Berichtssaison langsam, aber sicher ausklingt, rücken zuletzt wieder die Konjunktur, Geldpolitik und insbesondere der Anleihemarkt in den Fokus der Anleger. Mit Blick auf einen vollen Makro-Kalender dürfte sich daran nächste Woche auch wenig ändern. Diese Woche ist das Jackson-Hole-Notenbanktreffen - allen voran Kevin Warshs Rede am Freitag wird mit Spannung verfolgt. Die Einschätzungen des Chef-Währungshüters der USA dürften, neben den Arbeitsmarktdaten (Aug) am Freitag nächste Woche, richtungsweisend für die Zinsentscheidung der Federal Reserve Mitte September sein. Die europäischen Zinsmärkte dürften sich hingegen auf die Veröffentlichung der vorläufigen EU-Inflationsdaten (Aug) fokussieren. Dies ist der letzte Inflationsdatensatz, den die EZB-Währungshüter vor ihrer Zinsenentscheidung am 10. September erhalten werden. Für die Aktienmärkte, insbesondere das Halbleitersegment und die KI-nahen Sektoren, dürfte hingegen die Veröffentlichung des Q2-Geschäftsberichts von Nvidia im Vordergrund stehen.

Klicken Sie hier und lesen Sie den vollständigen Berenberg Märkte Monitor.

© 2026 Asset Standard
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Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

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