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MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Techwerte vor Nvidia-Zahlen mit Abgaben

DJ MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Techwerte vor Nvidia-Zahlen mit Abgaben

DOW JONES--Der europäische Aktienmarkt hat am Montag mit leichten Verlusten geschlossen. Trotz des wieder deutlich unter 1,17 Dollar gerutschten Euro und leicht gefallenden Ölpreise ging es für den DAX 0,1 Prozent auf 26.107 Punkte nach unten. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,2 Prozent - Gold gewann zu Wochenbeginn weitere 1,3 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten, nachdem die überraschende Ausweitung der Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen durch das US-Finanzministerium neue Sorgen über den Dollar ausgelöst hatte. Investoren blieben vor den anstehenden Nvidia-Geschäftszahlen am Mittwoch, den PCE-Deflator-Daten und dem Notenbankertreffen in Jackson Hole an den Seitenlinien. In Wyoming steht die Rede des Chairmam der US-Notenbank, Kevin Warsh, am Freitag im Fokus. "Das Risiko, bei Enttäuschungen auf dem falschen Fuß erwischt zu werden oder aber bei weiter steigenden Kursen Rendite zu verpassen, ist hoch", hieß es bei CMC warnend.

Reden in Jackson Hole werden von Fed-Vorsitzenden häufig genutzt, um richtungsweisende Ankündigungen zu machen oder geldpolitische Signale zu senden. Sollte sich Warsh für eine Grundsatzrede entscheiden, könnte er auf die von ihm eingesetzten Fed-Arbeitsgruppen eingehen oder über die Auswirkungen von KI auf die Wirtschaft und seine Überlegungen dazu sprechen, hieß es bei der Deutschen Bank. Wähle er hingegen die "traditionellere" Variante, könnte er die Aussagen der Juli-Pressekonferenz nachschärfen. Insbesondere könnte er dem Narrativ am Markt entgegenwirken, dass geldpolitische Entscheidungen der Fed bis zum Abschluss der Arbeiten dieser Arbeitsgruppen aufgeschoben würden.

Die größten Unbekannten sind laut CMC in dieser Woche aber ohne Zweifel die Quartalszahlen und der Ausblick des KI-Highflyers Nvidia mit den darin enthaltenen Hinweisen auf die Entwicklung bei den Rechenzentren. Die Skepsis in Bezug auf die hohen Investitionen der KI-Unternehmen in die Infrastruktur in Kombination mit den hohen Anleiherenditen sorgte für Kaufzurückhaltung bei Technologietiteln. Infineon fielen um 3,2 Prozent, Siemens Energy um 3 Prozent, Aixtron um 2,5 Prozent, ASML um 1,1 Prozent, STMicroelectronics um 2 Prozent oder Suss um 6 Prozent. Titel wie Prosus fielen 1,4 Prozent, nachdem Alibaba zudem das Thema Kapitalerhöhungen für KI-Investitionen wieder in den Fokus gerückt hatte.

Für Qiagen ging es um 3,1 Prozent auf 36,40 Euro nach unten. Das Unternehmen bekommt zum 1. September einen neuen CEO; Jonathan M. Pratt wird dann zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Zudem wurde der Ausblick für das dritte Quartal und das Gesamtjahr bestätigt. Im Handel bezweifelt man allerdings, dass die Personalie der einzige Grund für die Kursschwäche war. Möglicherweise spielte auch ein Bloomberg-Bericht eine Rolle. Dort hieß es, es sei unsicher, ob mögliche Interessenten ein Gebot für das Biotechnologie-Unternehmen unterbreiten würden. Die Nachrichtenagentur hatte im Juli berichtet, dass einige Interessenten ein Angebot von mindestens 50 Dollar pro Aktie für das Unternehmen erwogen hätten.

Auch Rüstungswerte starteten mit Abschlägen in die Woche. Die Erholungsbewegung im Sektor ist zunehmend ins Stocken geraten. Einer der Gründe dürfte die Unsicherheit über die zukünftigen staatlichen Investitionspläne sein. Die Entwicklung der Drohnentechnologie stellt ein erhebliches Risiko für herkömmliche Waffensysteme wie Panzer bzw. gepanzerte Fahrzeuge dar. Das könnte Umschichtungen in den Ausgabeplänen zur Folge haben. Daneben engen die zuletzt stark gestiegenen Marktzinsen den finanzielle Spielraum der Regierungen zunehmend ein. Rheinmetall verloren 2,6 Prozent, Hensoldt 2,6 Prozent, Renk 2,9 Prozent oder Leonardo 2,6 Prozent.

Hauptverlierer waren auch Energietitel mit dem um mehr als 2 Prozent gesunkenen Ölpreis. Repsol verloren 3,2 Prozent, Totalenergies 1,9 Prozent oder BP 2,9 Prozent.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.448       -0,2         +11,6 
Stoxx-50        5.481       -0,2         +11,6 
Stoxx-600        654        0,0         +10,5 
DAX          26.107       -0,1          +6,7 
FTSE-100 London    10.817       +0,4          +8,9 
CAC-40 Paris      8.484       -0,4          +4,1 
AEX Amsterdam     1.106       +0,4         +16,3 
ATHEX-20 Athen     6.734       -0,1         +25,8 
BEL-20 Brüssel     5.807       +0,1         +14,4 
BUX Budapest     148.660       +1,8         +33,9 
OMXH-25 Helsinki    6.409       -0,2         +12,4 
OMXC-20 Kopenhagen   1.634       +0,4          +1,6 
PSI 20 Lissabon    9.355       +0,4         +13,2 
IBEX-35 Madrid    19.962       +0,7         +15,3 
FTSE-MIB Mailand   52.668       -0,2         +17,2 
OBX Oslo        2.021       -0,1         +26,5 
PX Prag        2.785       +0,4          +3,7 
OMXS-30 Stockholm   3.292       -0,1         +14,2 
WIG-20 Warschau   151.958       +0,2         +29,3 
ATX Wien        6.632       -0,2         +24,5 
SMI Zürich      14.457       -0,1          +9,0 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:01 
EUR/USD          1,1665  -0,1  -0,0014     1,1679   1,1673 
EUR/JPY          185,6  +0,0  0,0100     185,59  185,5600 
EUR/CHF          0,9358  +0,0  0,0003     0,9355   0,9351 
EUR/GBP          0,8556  0,0  0,0000     0,8556   0,8566 
USD/JPY          159,1  +0,1  0,1700     158,93  158,9500 
GBP/USD          1,3631  -0,1  -0,0009     1,3633   1,3623 
USD/CNY          6,7219  +0,0  0,0009     6,7210   6,7216 
USD/CNH          6,7225  +0,1  0,0033     6,7193   6,7218 
AUS/USD          0,715  -0,3  -0,0019     0,7169   0,7162 
Bitcoin/USD      79.471,68  +2,7 2.066,73    77.404,95 77.379,19 
 
ROHÖL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         84,91  -2,5   -2,15      87,06 
Brent/ICE         92,41  -2,1   -1,98      94,39 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.655,19  +1,1   52,58    4.602,61 
Silber           68,66  -0,4   -0,31      68,97 
Platin         1.885,20  +0,4   7,42    1.877,78 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

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August 24, 2026 12:09 ET (16:09 GMT)

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Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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