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Leo Willert (ARTS): Mit einer Trendfolgestrategie stabil durch stürmische Zeiten navigieren

25.08.2026 -

Zusammen mit dem heißen Sommerwetter entladen sich immer wieder Gewitter auf der weltpolitischen Bühne. Genauso wie beim Wetter lässt sich auch an den Börsen nicht voraussagen, wo der nächste Blitz einschlägt. Der USA-Iran-Konflikt wechselt erratisch zwischen kriegerischen Auseinandersetzungen und Aussicht auf Frieden. Der Zollhammer der US-Regierung kann jederzeit zuschlagen. Und auch die Angriffe der Ukraine auf die russische Energieinfrastruktur wirken weltweit. Diese atmosphärischen Spannungen entladen sich spiegelbildlich auch an den Anleihe- und Energiemärkten. Die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries stieg über den Juli kontinuierlich an und kletterte bis Ende Juli auf 4,7 Prozent. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe erreichte mit 3,21 Prozent den höchsten Stand seit 2011.

Die Aktienmärkte zeigen dagegen zunehmend Resistenz gegenüber der weltpolitischen Großwetterlage auf. Techwerte und KI-Euphorie sorgten für warmen Regen an den Börsen. Jedoch zeichnet sich auch hier eine gewisse Instabilität ab. Die Hochwetterlage könnte drehen. Innerhalb der Tech-Branche wird stärker differenziert und die Rentabilität der hohen KI-Investitionen immer mehr in Frage gestellt. Weltweit sind Tech-Werte, und hier insbesondere Halbleiter-Aktien, im Juli unter Druck geraten.

Aktienmärkte entkoppeln sich zunehmend von Wirtschafts- und Fundamentaldaten

Die wachsende Entkoppelung der Aktienmärkte von Wirtschafts- und Fundamentaldaten birgt auch Risiken für die klassische Fondsanalyse. Wenn solide Unternehmenskennzahlen sich nicht im Börsenwert widerspiegeln und umgekehrt, stellt dies Fondsmanager mit einem Fundamentalansatz vor Herausforderungen. Die Fundamentalanalyse besitzt somit weniger Aussagekraft. Die klassischen Wettermodelle versagen.

In einem volatilen Marktumfeld mit vielseitigen Risikofaktoren kann ein prognosefreier, flexibler Investmentansatz auf Basis quantitativer Regeln eine sinnvolle Lösung sein. Ein Beispiel ist die Momentum-Strategie. Diese setzt auf den Momentum-Effekt, einer der am wissenschaftlich umfassendsten untersuchten Marktanomalien der empirischen Kapitalmarktforschung. Der Momentum-Effekt beschreibt die erhöhte statistische Wahrscheinlichkeit, dass Wertpapiere mit einer überdurchschnittlichen relativen positiven Wertentwicklung ihre Kursdynamik über einen kurz- bis mittelfristigen Anlagehorizont fortsetzen.

Die Umsetzung erfolgt meist über ein regelbasiertes Trendfolgemodell, das Investmententscheidungen auf Basis der Momentum-Strategie automatisiert umsetzt. Positionen werden aufgebaut, sobald sich ein belastbarer Trend abzeichnet, und reduziert oder geschlossen, wenn sich die Trendstärke abschwächt oder ein Trendbruch signalisiert wird. Ziel ist es, an stabilen Marktbewegungen zu partizipieren und gleichzeitig das Risiko signifikanter Verlustphasen zu begrenzen.

Ein integraler Bestandteil des Investmentprozesses ist das Risikomanagement. Hierzu zählen insbesondere die dynamische Steuerung der Aktienquote in Abhängigkeit vom Marktumfeld sowie der konsequente Einsatz von Stop-Loss-Orders. Dadurch können größere Drawdowns systematisch begrenzt werden.

Klicken Sie hier und lesen Sie den Gastbeitrag von Leo Willert, erschienen in "Private Banker".
© 2026 Asset Standard
Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir 5 Aktien, die von der historischen Öl-Krise besonders profitieren könnten.

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Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.