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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Gut behauptete Eröffnung nach Nvidia-Zahlen

DJ MÄRKTE EUROPA/Gut behauptete Eröffnung nach Nvidia-Zahlen

DOW JONES--Nach positiv aufgenommenen Quartalszahlen von Nvidia sind die europäischen Börsen am Donnerstag mit kleinen Aufschlägen in den Handel gestartet. Der Chipgigant hat besser als erwartet ausgefallene Umsätze und Ergebnisse für das abgelaufene Quartal bekannt gegeben. Auch der Ausblick auf das laufende Quartal lag über den Prognosen. Wichtig aus Marktsicht ist aber vor allem die Prognose für 2027: Nvidia hat ein Umsatzwachstum von 70 Prozent in Aussicht gestellt, Analysten gingen bislang nur von 45 Prozent aus. Der KI-Investitionsboom scheint mithin intakt - für die Nvidia-Aktie ging es nachbörslich um rund 5 Prozent nach oben.

Der wenig KI-lastige DAX gewinnt 0,2 Prozent auf 26.339 Punkte, der Euro-Stoxx-50 notiert 0,1 Prozent im Plus. Für Technologieaktien geht es europaweit kräftiger um 0,8 Prozent nach oben. Siemens Energy gewinnen 2,6 Prozent, Infineon 2,4 Prozent, Aixtron 3,7 Prozent, ASML 1,5 Prozent oder STMicroelectronics 3,5 Prozent.

Das Börsenumfeld bleibt insgesamt freundlich angesichts der in den vergangenen Tagen wieder sich vermehrenden Hinweise, die auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten hoffen lassen. Der Ölpreis gibt am Morgen weiter nach. Brent geht mit 86,74 Dollar das Fass um und notiert damit auf einem für die Börsen unkritischen Niveau. Einziger Wermutstropfen sind die wieder leicht anziehenden Renditen an den Anleihemärkten. Mit 4,65 Prozent rentieren 10-jährige US-Treasurys nur knapp unter den Hochs bei 4,75 Prozent. Niveaus ab 5 Prozent werden von Analysten als problematisch für die Aktienmärkte eingestuft.

Die Blicke richten sich nun auf die Rede von Fed-Chairman Kevin Warsh in Jackson Hole am Freitag. Dieses bietet Warsh laut Julius Bär die Gelegenheit, seine Kommunikation anzupassen, die er in jüngster Zeit bewusst undurchsichtig angelegt habe. Sein bisheriger Ansatz sei eine Kombination aus demonstrativer Entschlossenheit im Kampf gegen die hohe Inflation bei gleichzeitigem Verzicht auf eine konkrete geldpolitische Strategie zur Senkung der Inflation. "Dieser Ansatz untergräbt nach und nach die Glaubwürdigkeit der Fed als Inflationsbekämpfer und wirft Fragen hinsichtlich des Wertes des US-Dollars auf", heißt es.

Auch andere Unternehmen aus dem Technologiesektor haben überzeugt. So setzen starke Salesforce-Geschäftszahlen einen positiven Impuls für die SAP-Aktie. Salesforce hat im zweiten Quartal dank der gestiegenen Nachfrage nach ihren Angeboten für künstliche Intelligenz und Daten einen höheren Gewinn und Umsatz verbucht und zudem ihre Partnerschaft mit dem KI-Unternehmen Anthropic erweitert. Salesforce hat daraufhin die Umsatz- und Gewinnprognosen für das Gesamtjahr angehoben. Die Salesforce-Aktie legte nachbörslich um 13 Prozent zu, SAP gewinnen 0,8 Prozent.

Daneben konnte Delivery Hero (+0,5%) überzeugen. Sowohl Umsatz als auch das bereinigte EBITDA im ersten Halbjahr haben die Erwartungen geschlagen. Der Lieferdienst hat daraufhin die Prognose für das laufende Jahr angehoben. In Aussicht gestellt werden nun ein Umsatzwachstum von 17 bis 19 Prozent und ein bereinigtes EBITDA zwischen 960 Millionen und 1 Milliarde Euro. Die bisherige Prognose lag bei 14 bis 16 Prozent bzw bei 910 bis 960 Millionen Euro. Delivery Hero legen 0,4 Prozent auf 37,08 Euro. Uber hat die Übernahme der Berliner für 41,50 Euro je Anteilsschein angekündigt.

Gerresheimer (+2,8%) hat im ersten Quartal 2026 auf vorläufiger Basis den Umsatz leicht erhöht, beim bereinigten EBITDA sowie bei der Marge aber einen deutlichen Rückgang verbucht. Diesen Ergebnisrückgang führt Gerresheimer hauptsächlich auf das strikte Cash-Management zurück, denn zur Erhöhung des freien Cashflow seien Lagerbestände abgebaut und Produktionsvolumina bewusst gedrosselt worden. Für das zweite Halbjahr 2026 erwartet der Konzern jedoch ein deutlich stärkeres Geschäft und eine operative Ergebnisverbesserung.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.476,99  +0,1    6,25    6.470,74    11,8 
Stoxx-50        5.481,82  -0,2   -13,03    5.494,85    11,5 
DAX          26.338,83  +0,2   52,87    26.285,96    7,5 
MDAX          32.694,29  +0,5   172,94    27.039,42    6,8 
TecDAX         4.047,98  +0,7   28,88    3.091,28    11,8 
SDAX          18.741,04  +0,5   99,03    13.062,07    9,1 
FTSE          10.834,17  -0,4   -43,95    10.878,12    9,1 
CAC           8.436,50  -0,3   -25,89    8.462,39    3,5 
SMI          14.429,82  -0,8  -113,08    14.542,90    8,8 
ATX           6.748,77  -0,1   -9,67    6.758,44    26,7 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:15 
EUR/USD          1,1654  +0,0   0,0005     1,1649   1,1652 
EUR/JPY          185,69  +0,0   0,0700     185,62  185,6600 
EUR/CHF          0,9391  +0,1   0,0008     0,9383   0,9383 
EUR/GBP          0,8577  +0,1   0,0010     0,8567   0,8569 
USD/JPY          159,31  +0,0   0,0200     159,29  159,3100 
GBP/USD          1,3586  -0,1  -0,0007     1,3593   1,3595 
USD/CNY          6,7198  -0,0  -0,0027     6,7225   6,7225 
USD/CNH          6,7192  -0,0  -0,0024     6,7216   6,7234 
AUS/USD          0,7181  +0,2   0,0014     0,7167   0,7169 
Bitcoin/USD      79.043,74  +0,8   603,69    78.440,05 78.086,58 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         81,15  -1,3   -1,08      82,23 
Brent/ICE         86,73  -1,3   -1,11      87,84 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.601,75  +0,2    9,72    4.592,03 
Silber           68,44  +0,5    0,34      68,10 
Platin         1.827,45  -0,1   -1,83    1.829,28 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

August 27, 2026 03:59 ET (07:59 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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