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NexGen Energy baut, Cameco produziert - und im Hintergrund läuft bereits die Suche nach der nächsten Generation von Uranlagerstätten. Gerade im Athabasca-Becken könnte diese Suche an Bedeutung gewinnen: Neue Minen benötigen oft mehr als ein Jahrzehnt bis zur Produktion. Für frühe Explorer wie Blast Resources stellt sich deshalb eine entscheidende Frage: Können aus geophysikalischen Hinweisen konkrete Bohrziele und schließlich eine Entdeckung werden?
NexGen zeigt, was aus einer Entdeckung werden kann
NexGen Energy (ISIN: CA65340P1062) liefert derzeit ein eindrucksvolles Beispiel für die Wertschöpfung erfolgreicher Uranexploration. Aus der 2014 entdeckten Arrow-Lagerstätte ist mit Rook I inzwischen ein Milliardenprojekt geworden. Das geplante Bergwerk soll nach Erreichen seiner Zielkapazität bis zu rund 30 Millionen Pfund Uran jährlich produzieren.
Damit würde Rook I in eine Größenordnung vorstoßen, die mit den bedeutendsten kanadischen Uranminen vergleichbar ist. Cameco (ISIN: CA13321L1085) betreibt mit Cigar Lake und McArthur River bereits zwei der wichtigsten Produktionsquellen des Westens.
Für Anleger ist aber vor allem die Entstehungsgeschichte interessant: Bevor Ressourcen, Machbarkeitsstudien und Milliardenbudgets standen, gab es bei Arrow zunächst Geologie, Explorationsziele und Bohrungen.
Jede große Uranmine beginnt mit der Frage: Wo soll gebohrt werden?
Fünf Zielgebiete - jetzt wird Wales Lake konkreter
Genau an diesem Punkt befindet sich Blast Resources (ISIN: CA09345L1085). Bislang wurde die Investmentstory des kleinen kanadischen Explorers vor allem durch die Lage seines Wales-Lake-Projekts geprägt: Patterson-Lake-Korridor, Athabasca-Region und weniger als 30 Kilometer Entfernung zu den bekannten Lagerstätten Arrow und Triple R. Das Projekt umfasst rund 16.127 Hektar.
Doch inzwischen gibt es konkretere geologische Anhaltspunkte.
Die Auswertung einer hochauflösenden luftgestützten Magnetikuntersuchung über den Claim-Gruppen Britt Lake, Brazier South und North Agar führte zur Identifikation von fünf Zielgebieten für die weitere Exploration. Anschließend meldete Blast einen strukturellen Korridor aus annähernd parallelen Verwerfungen und Scherzonen im Grundgestein. Solche Strukturen können geologisch als Wegsamkeiten für uranhaltige Fluide relevant sein.
Das ist noch keine Entdeckung. Aber Wales Lake entwickelt sich damit von einer reinen Lage-Story zunehmend zu einer Target-Story.
Dann kam die 12-Kilometer-Anomalie
Besonders interessant wurde es Mitte Juli. Auf Grundlage historischer Daten der kanadischen geologischen Behörden identifizierte Blast eine rund 12 Kilometer lange Uran-Thorium-Anomalie, die sich in Nord-Süd-Richtung über das untersuchte Claim-Gebiet erstreckt.
Hinzu kommt ein weiteres geologisches Detail: Die Anomalie liegt am östlichen Rand der sogenannten Clearwater Domain, einer rund 325 Kilometer langen geophysikalischen Struktur, deren möglicher Zusammenhang mit dem Patterson-Lake-Korridor bereits von kanadischen Geologen untersucht wurde.
Damit verfügt Blast inzwischen über drei miteinander verknüpfte Elemente: fünf Explorationsziele, einen strukturellen Korridor und eine rund zwölf Kilometer lange Uran-Thorium-Anomalie.
Genau diese Kombination dürfte für die weitere Exploration entscheidend werden.
Arrow und Triple R liefern den Maßstab - nicht das Versprechen
Der Vergleich mit den Nachbarn ist verlockend. Triple R weist laut den vorliegenden Unterlagen eine Ressource von 2,2 Millionen Tonnen bei 1,58 Prozent U3O8 auf. Arrow wiederum bildet die Grundlage für NexGens Rook-I-Entwicklung.
Doch hier muss klar getrennt werden: Blast besitzt bei Wales Lake keine definierte Mineralressource. Eine geophysikalische Anomalie ist kein Uranvorkommen, und die Nähe zu Weltklasse-Lagerstätten garantiert keinen Explorationserfolg.
Gerade deshalb wird der nächste Schritt so wichtig.
Jetzt muss Blast die Theorie im Gelände testen
Die bisherigen Arbeiten haben die Suchfläche eingegrenzt und geologische Hinweise geliefert. Nun muss Blast zeigen, ob sich daraus belastbare Ziele für ein zukünftiges bodennahes Explorationsprogramm und letztlich Bohrungen entwickeln lassen. Genau diese nächsten Arbeiten werden darüber entscheiden, ob Wales Lake lediglich eine interessante geophysikalische Geschichte bleibt - oder ob sich der Investmentcase weiterentwickelt.
Das unterscheidet Blast deutlich von Cameco oder NexGen. Cameco fördert Uran. NexGen baut eine Mine. Blast versucht zunächst herauszufinden, ob es überhaupt eine Lagerstätte zu entwickeln gibt.
Damit ist die Aktie erheblich spekulativer. Gleichzeitig liegt genau in dieser frühen Phase der Hebel einer erfolgreichen Exploration.
Die nächste große Entdeckung ist noch unbekannt
Der Erfolg von NexGen zeigt, warum der Markt den Patterson-Lake-Korridor weiterhin genau beobachtet. Arrow begann 2014 als Entdeckung - heute steht dahinter ein Milliardenprojekt. Daraus lässt sich keinesfalls ableiten, dass Wales Lake eine ähnliche Entwicklung nehmen wird.
Doch Blast hat inzwischen mehr vorzuweisen als lediglich eine interessante Adresse auf der Landkarte: fünf Zielgebiete, einen strukturellen Korridor und eine zwölf Kilometer lange Uran-Thorium-Anomalie.
Jetzt kommt die schwierigste Phase. Die Geologie hat Hinweise geliefert. Ob daraus tatsächlich Uran wird, muss die weitere Exploration beweisen.

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Quellen
https://www.nextgen-energy.eu/
https://blastresources.com/
https://www.cameco.com/
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Blast Resources Inc.
Land: Kanadisch
ISIN: CA09345L1085
https://blastresources.com/
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Enthaltene Werte: CA13321L1085,CA65340P1062,CA09345L1085
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