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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Börsen bleiben unter Druck - Musk sorgt für Abgaben bei Turbinenherstellern

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bleiben unter Druck - Musk sorgt für Abgaben bei Turbinenherstellern

DOW JONES--Weiter unter Abgabedruck präsentieren sich Europas Börse am Montagmittag. Etwas belastend wirkt zum einen der Anstieg des Ölpreises, nachdem es seit mehr als einem Monat erstmals wieder zu einem militärischen Schlagabtausch zwischen den USA und dem Iran gekommen. Der Ölpreis zieht daraufhin an - Brent steigt um 3,5 Prozent auf 91,18 Dollar das Fass. Zum anderen bremst die am Freitag deutlich gestiegene Erwartung einer US-Zinserhöhung im September. Sie liegt nun bei rund 60 nach zuvor 30 Prozent. Die viel beachtete Rede von Fed-Chef Kevin Warsh auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole fiel nach allgemeiner Wahrnehmung falkenhaft aus, wenngleich mit Einschränkungen. Warsh zeigte sich mit den Fortschritten bei der Inflation unzufrieden, die US-Notenbank habe "einiges zu tun".

"Dies deutet darauf hin, dass er Zinserhöhungen offener gegenüberstehen könnte, zumal er die aktuellen Finanzierungsbedingungen nicht als restriktiv einstuft. Allerdings bleiben ähnlich wie nach seinen bisherigen Äußerungen Zweifel, ob er diesen Politikschwenk auch durchzieht. So wiederholte er, dass die Inflation nun schon 65 Monate zu hoch sei. Aber warum wurden dann die Zinsen nicht auf der letzten Sitzung angehoben?", heißt es bei der Commerzbank.

Der DAX verliert 0,7 Prozent auf 26.391 Punkte, bei 26.618 hatte der Index am Freitag ein neues Rekordhoch markiert. Der Euro-Stoxx-50 hält sich einem Minus von 0,2 Prozent deutlich besser. Hier stützen die Aufschläge bei Energiewerten: Eni gewinnen 2,3 Prozent oder Totalenergies 1,5 Prozent. Am Anleihemarkt zeigt sich kein einheitliches Bild: Während im Dollarraum die Renditen nach dem Anstieg am Freitag etwas nachgeben, ziehen sie im Euroraum an.

Jüngste Preisdaten aus verschiedenen Ländern indizieren einen höheren Preisdruck in der Eurozone. Gesamtdeutsche Preisdaten werden am Nachmittag veröffentlicht, die gesamteuropäischen Daten folgen am Dienstag. Am Devisenmarkt erholt sich der Euro am Montag leicht auf 1,1602 Dollar.

Neue Konjunkturdaten aus China geben kaum Impulse. Die Einkaufsmanagerindizes blieben im August knapp unter der Expansionsschwelle von 50. Positiv zur Kenntnis nehmen Marktakteure, dass die Ratingagentur Fitch die Bonitätsnote Frankreichs nicht wie befürchtet gesenkt, sondern mit A+ bestätigt hat - bei einem stabilen Ausblick.

Unternehmensseitig ist die Nachrichtenlage extrem dünn. Autoaktien geben leicht nach, nachdem sei am Freitag auf breiter Front nach zuletzt wieder gestiegener Konjunkturzuversicht gestiegen waren. Chemieaktien legen weiter zu, nachdem der Ifo-Geschäftsklimaindex für die Branche am Freitag positive Signale gesendet hatte. BASF steigen um 1,3 und Brenntag um 0,8 Prozent. Im MDAX kommen Lanxess um 4,4 Prozent voran und Wacker Chemie um 1,8 Prozent.

Tagesverlierer und Bremser im DAX sind Siemens Energy. Die inzwischen mit knapp 6 Prozent im DAX gewichtete Aktie verliert 3,6 Prozent. Ein Händler verweist auf Aussagen von Elon Musk, wonach SpaceX Turbinenblätter herstellen will wegen der extrem langen Wartezeiten bedingt durch die hohe Nachfrage nach Gasturbinen. Dies verzögere den Ausbau seiner Datencenter. Nordex geben um 1,5 Prozent nach,

Das Papier der Baader Bank gibt um 0,3 Prozent nach. Das Geldinstitut hat im Zuge einer Investorenkonferenz seine Ziele für das Gesamtjahr präzisiert und rechnet nun 2026 mit einem Vorsteuergewinn, der weiterhin "deutlich" unter Vorjahr liegt, aber auch "spürbar oberhalb" des Ergebnisses im ersten Halbjahr.

Aroundtown rutschen um 2,5 Prozent ab, nachdem Goldman Sachs das Kursziel deutlich gesenkt hat. Aber auch andere Immobilienaktien geben mit der Aussicht auf höhere Zinsen nach; Vonovia um 2,1, TAG Immobilien um 2,6 und LEG Immobilien um 2 Prozent.

Wegen des Feiertages in Großbritannien fehlen die wichtigen Marktteilnehmer aus London. "Sektoren wie Pharma, Banken, Rohstoffe sind daher heute gar nicht komplett handelbar", meint ein Händler.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.473,53  -0,2   -12,14    6.485,67    11,8 
Stoxx-50        5.466,03  -0,2   -10,01    5.476,04    11,1 
DAX          26.391,17  -0,7  -178,82    26.569,99    7,8 
MDAX          32.906,05  -0,4  -123,86    27.039,42    7,5 
TecDAX         4.085,54  -0,8   -33,85    3.091,28    12,8 
SDAX          18.998,03  +0,0    2,84    13.062,07    10,6 
FTSE          10.824,26  +0,3   31,72    10.792,54    9,0 
CAC           8.413,97  +0,2   12,79    8.401,18    3,2 
SMI          14.350,82  -0,3   -48,95    14.399,77    8,2 
ATX           6.839,27  +0,8   52,69    6.786,58    28,4 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:12 
EUR/USD          1,1598  +0,1   0,0014     1,1584   1,1591 
EUR/JPY          185,22  -0,1  -0,1500     185,37  185,5500 
EUR/CHF          0,9374  0,0   0,0000     0,9374   0,9376 
EUR/GBP          0,8564  +0,1   0,0009     0,8555   0,8555 
USD/JPY          159,67  -0,2  -0,3700     160,04  160,0500 
GBP/USD          1,3541  +0,1   0,0007     1,3534   1,3546 
USD/CNY          6,7197  -0,1  -0,0063     6,7260   6,7260 
USD/CNH          6,7204  -0,2  -0,0098     6,7302   6,7301 
AUS/USD          0,716  +0,0   0,0001     0,7159   0,7163 
Bitcoin/USD      78.425,98  -0,2  -174,38    78.600,36 77.931,68 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         86,62  +3,9    3,22      83,4 
Brent/ICE         91,18  +3,5    3,08      88,10 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.457,82  +0,1    5,15    4.452,67 
Silber           67,29  +1,4    0,94      66,35 
Platin         1.810,39  -0,5   -9,76    1.820,15 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 31, 2026 07:38 ET (11:38 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

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