Dresden - Die Angst, Opfer eines Verbrechens zu werden, ist in Deutschland ungleich verteilt. Am wenigsten fürchten sich Menschen in Norddeutschland, am meisten in Teilen von Ostdeutschland und in Berlin, wie eine Auswertung der Ifo-Niederlassung Dresden zeigt.
"Die Angst vor Kriminalität hängt jedoch nur begrenzt mit der tatsächlichen Kriminalität zusammen", sagte Grega Ferenc, Doktorand der Ifo-Niederlassung Dresden. "So ist die Furcht vor Kriminalität in Schleswig-Holstein sehr gering, während sie in Sachsen-Anhalt erstaunlich hoch ist, obwohl beide Länder mit etwa 8.000 Straftaten je 100.000 Einwohner in etwa vergleichbare Kriminalitätszahlen haben."
Die Auswertung umfasst zwei Formen der Angst vor Kriminalität: Untersucht wurde, wie hoch Menschen ihr persönliches Risiko einschätzen, in den nächsten zwölf Monaten Opfer eines Verbrechens zu werden. Dazu zählen unter anderem Wohnungseinbruch, Diebstahl, Körperverletzung, sexuelle Gewalt, Hasskriminalität und digitaler Identitätsdiebstahl.
Am höchsten ist das Angstempfinden in Sachsen-Anhalt, in weiten Teilen Sachsens (Regionen um Leipzig und Chemnitz) und in Berlin. Am wenigsten Angst vor Kriminalität haben Menschen in Schleswig-Holstein, weiten Teilen Niedersachsens (Regionen Braunschweig, Weser-Ems und Lüneburg) sowie im Regierungsbezirk Kassel in Hessen.
"Die Auswertung erfasst auch, wie stark Menschen ihr Verhalten aus Angst ändern. Dazu gehört, bestimmte Orte zu meiden, zusätzliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen oder ihren Alltag anzupassen. Nicht immer passt das Verhalten zur tatsächlichen Gefahr, Opfer eines Verbrechens zu werden", sagte Marcel Thum, Leiter der Niederlassung Dresden. Am stärksten passen die Menschen ihr Verhalten aus Angst in den Regionen um Hannover (Niedersachsen) und Leipzig (Sachsen) an. Am wenigsten Vorsichtsmaßnahmen ergreifen Menschen in Oberbayern und Oberfranken (Bayern).
Bevölkerungsgruppen mit niedrigerem Bildungsabschluss haben durchschnittlich mehr Angst, Opfer eines Verbrechens zu werden, als Menschen mit höherem Bildungsabschluss. Mit höherem Alter nimmt die Angst tendenziell ab. Mit Blick auf das Einkommen zeigen sich keine Unterschiede in der Kriminalitätsfurcht.
Gleiches gilt für das Geschlecht: Zwischen Männern und Frauen ist die Angst vor Kriminalität insgesamt ähnlich stark ausgeprägt. Unterschiede zeigen sich bei einzelnen Delikten. So haben Frauen mehr Angst vor Sexualstraftaten. Zudem zeigen Frauen deutlich häufiger Vermeidungs- und Vorsichtsverhalten: Sie vermeiden häufiger Straßen, Plätze, Parks, öffentliche Verkehrsmittel am Abend und verlassen das Haus bei Dunkelheit eher nur, wenn es unbedingt nötig ist.
"Die Angst vor Kriminalität hängt jedoch nur begrenzt mit der tatsächlichen Kriminalität zusammen", sagte Grega Ferenc, Doktorand der Ifo-Niederlassung Dresden. "So ist die Furcht vor Kriminalität in Schleswig-Holstein sehr gering, während sie in Sachsen-Anhalt erstaunlich hoch ist, obwohl beide Länder mit etwa 8.000 Straftaten je 100.000 Einwohner in etwa vergleichbare Kriminalitätszahlen haben."
Die Auswertung umfasst zwei Formen der Angst vor Kriminalität: Untersucht wurde, wie hoch Menschen ihr persönliches Risiko einschätzen, in den nächsten zwölf Monaten Opfer eines Verbrechens zu werden. Dazu zählen unter anderem Wohnungseinbruch, Diebstahl, Körperverletzung, sexuelle Gewalt, Hasskriminalität und digitaler Identitätsdiebstahl.
Am höchsten ist das Angstempfinden in Sachsen-Anhalt, in weiten Teilen Sachsens (Regionen um Leipzig und Chemnitz) und in Berlin. Am wenigsten Angst vor Kriminalität haben Menschen in Schleswig-Holstein, weiten Teilen Niedersachsens (Regionen Braunschweig, Weser-Ems und Lüneburg) sowie im Regierungsbezirk Kassel in Hessen.
"Die Auswertung erfasst auch, wie stark Menschen ihr Verhalten aus Angst ändern. Dazu gehört, bestimmte Orte zu meiden, zusätzliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen oder ihren Alltag anzupassen. Nicht immer passt das Verhalten zur tatsächlichen Gefahr, Opfer eines Verbrechens zu werden", sagte Marcel Thum, Leiter der Niederlassung Dresden. Am stärksten passen die Menschen ihr Verhalten aus Angst in den Regionen um Hannover (Niedersachsen) und Leipzig (Sachsen) an. Am wenigsten Vorsichtsmaßnahmen ergreifen Menschen in Oberbayern und Oberfranken (Bayern).
Bevölkerungsgruppen mit niedrigerem Bildungsabschluss haben durchschnittlich mehr Angst, Opfer eines Verbrechens zu werden, als Menschen mit höherem Bildungsabschluss. Mit höherem Alter nimmt die Angst tendenziell ab. Mit Blick auf das Einkommen zeigen sich keine Unterschiede in der Kriminalitätsfurcht.
Gleiches gilt für das Geschlecht: Zwischen Männern und Frauen ist die Angst vor Kriminalität insgesamt ähnlich stark ausgeprägt. Unterschiede zeigen sich bei einzelnen Delikten. So haben Frauen mehr Angst vor Sexualstraftaten. Zudem zeigen Frauen deutlich häufiger Vermeidungs- und Vorsichtsverhalten: Sie vermeiden häufiger Straßen, Plätze, Parks, öffentliche Verkehrsmittel am Abend und verlassen das Haus bei Dunkelheit eher nur, wenn es unbedingt nötig ist.
© 2026 dts Nachrichtenagentur
