DJ Commerzbank-CEO: Wir müssen konstruktive Gespräche mit Unicredit führen
DOW JONES--Für die Commerzbank und die Unicredit kommt es laut Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp nun darauf an, die laufenden Gespräche konstruktiv zu gestalten. "Wir sollten das jetzt tunlichst nicht vermasseln, um es mal so ein bisschen salopp zu sagen", sagte sie bei der Handelsblatt-Veranstaltung "Banken-Gipfel" in Frankfurt. "Denn ansonsten entsteht nicht nur Schaden für unsere Institution, unsere Shareholder und andere Stakeholder, sondern ich glaube, es ist dann tatsächlich auch ein Schaden für den europäischen Bankenmarkt." Feindlich werde es nicht funktionieren.
Die Unicredit hat sich zuletzt knapp die Hälfte der Anteile an der Commerzbank gesichert. Unicredit-CEO Andrea Orcel hat die Strategie der Commerzbank wiederholt als unzureichend kritisiert und eigene Restrukturierungsvorschläge vorgelegt.
"Es ist jetzt unsere Aufgabe, gemeinschaftlich und konstruktiv miteinander eine möglichst wertmaximierende Strategie für beide Institutionen zu finden, die einfach auch im Sinne aller Stakeholder ist", sagte Orlopp. Wichtig sei, die Unsicherheit für die Kunden zu minimieren. "Denn Unsicherheit freut unsere Wettbewerber."
Auf die Frage, ob sie selbst als Vorstandsvorsitzende an Bord bleiben wird, sagte sie. "Ich habe einen Vertrag bis 2029". Ein solcher Vertrag ergebe aber nur Sinn, wen es "erstens eine Vertrauensbasis zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand gibt, und zweitens, wenn man sich über die Strategie einig ist". Sei dies nicht der Fall, "dann muss man, glaube ich, daraus die Konsequenzen ziehen".
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September 02, 2026 06:46 ET (10:46 GMT)
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