Gleisdorf (ots) -
Nach Beginn eines viel beachteten Verfahrens in Kalifornien haben Meta und eine parteiübergreifende Koalition von US-Generalstaatsanwälten einen Vergleich angekündigt, der noch gerichtlich genehmigt werden muss. Im Mittelpunkt standen Vorwürfe, Facebook und Instagram seien mit Funktionen wie Empfehlungsalgorithmen, Infinite Scroll, Likes und ständigen Benachrichtigungen so gestaltet worden, dass junge Nutzer möglichst lange auf den Plattformen bleiben. Der Rechtsstreit rückt damit eine Frage in den Mittelpunkt, die auch Schulen und Eltern beschäftigt: Was passiert, wenn Kinder täglich einer immer schnelleren Folge neuer Reize begegnen?
Kinder wachsen heute in einer Umgebung auf, in der ihre Aufmerksamkeit ständig umkämpft wird. Schule verlangt aber genau das Gegenteil: bei einer Sache bleiben, Frustration aushalten und sich auch dann konzentrieren, wenn nicht alle paar Sekunden ein neuer Reiz kommt. Nachfolgend lesen Sie, wie die intensive Social-Media-Nutzung Konzentration und Lernverhalten beeinflussen kann, welche Veränderungen sich beobachten lassen und wie Eltern und Schulen Kindern dabei helfen können, Aufmerksamkeit und eigenständiges Lernen wieder stärker zu trainieren.
Aufmerksamkeit wird zur Schlüsselkompetenz
Digitale Medien gehören längst selbstverständlich zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Dabei werden sie zu den unterschiedlichsten Zwecken genutzt. Sie sind ein Mittel zur Kommunikation, sie helfen bei der Recherche von Informationen und dienen der Unterhaltung. Das allein ist nicht neu - und nicht ausschließlich negativ. Was sich mit der Zeit jedoch geändert hat, ist die permanente Reizumgebung, in der sich Kinder befinden.
Innerhalb weniger Sekunden folgt ein Video auf das nächste, ein neuer Beitrag erscheint oder eine weitere Benachrichtigung lenkt den Blick auf den Bildschirm. Kinder erleben dadurch eine hohe Taktung wechselnder Reize. In der Schule treffen sie anschließend auf völlig andere Anforderungen. In der Schule treffen Kinder dagegen auf völlig andere Anforderungen. Dort müssen sie zuhören, Inhalte wiederholen, Fehler akzeptieren und auch dann an einer Aufgabe arbeiten, wenn sie nicht sofort spannend erscheint. Gerade dieser Wechsel stellt viele Schüler zunehmend vor Herausforderungen.
Konzentration bedeutet mehr als still zu sitzen
Es geht allerdings nicht darum, die digitale Welt abzuschaffen oder grundlegend schlecht zu reden. Das Ziel ist auch nicht, das Handy komplett zu streichen. Sinnvoller ist es, wieder mehr Gegenpole zu schaffen. Vor allem in der Schule können Lehrer durch einen abwechslungsreich gestalteten Unterricht einen großen Beitrag leisten und die Aufmerksamkeit regelmäßig über Bewegung, gemeinsames Erleben und aktivierende Lernformen ansprechen. Denn Konzentration bedeutet nicht zwingend, 45 Minuten am Stück still zu sitzen und hinzuschauen. Es ist vielmehr die Fähigkeit, die eigene Aufmerksamkeit immer wieder bewusst zu einer Aufgabe zurückbringen zu können.
Auch Frustrationstoleranz gehört hier dazu. In der digitalen Welt kann man alles, das langweilt, innerhalb einer Sekunde wegwischen. Im echten Leben funktioniert das nicht immer. Lernen, Sport, ein Instrument oder später auch der Beruf verlangen manchmal, bei etwas zu bleiben, obwohl es gerade weniger Spaß macht.
Eltern können wiederum helfen, indem sie ihre Kinder zu Aktivitäten motivieren. Dazu gehören Bewegung, Sport, freies Spielen, Zeit in der Natur, gemeinsames Lesen, Gespräche oder Aktivitäten, bei denen nicht im Sekundentakt neue Reize entstehen. Solche Erfahrungen können Kindern Gelegenheiten geben, länger bei einer Sache zu bleiben und Ruhe ohne ständig wechselnde digitale Reize zu erleben.
Kinder für die digitale Welt stärken
Die digitale Welt wird nicht verschwinden. Deshalb ist es sinnvoller, Kinder auf den Umgang mit ihr vorzubereiten, anstatt sie grundsätzlich davor schützen zu wollen.
Letztlich könnte eine der wichtigsten Fähigkeiten der nächsten Generation darin bestehen, bewusst entscheiden zu können, welchem Reiz sie ihre Aufmerksamkeit schenkt. Die Fähigkeit, den eigenen Fokus bewusst zu steuern, ist eine wichtige Grundlage für Lernen und selbstbestimmtes Handeln in einer Welt, in der Aufmerksamkeit zu einer immer wertvolleren Ressource wird.
Über Marco Schnabl:
Marco Schnabl ist Gründer und Entwickler von body'n brain. Seit mehr als 23 Jahren beschäftigt er sich in der Praxis mit Bewegung, Lernen und menschlicher Entwicklung. Er übersetzt Wissen über das Zusammenspiel von Gehirn, Körper und Nervensystem in einfache, alltagstaugliche Zugänge für Kinder und Erwachsene von 35 bis 80+. Seine Haltung: Neuro-Fitness fürs echte Leben. Der Mensch gehört wieder in den Mittelpunkt. https://kindertrainer.info/
Pressekontakt:
VITACIA GmbH
Geschäftsführer: Marco Schnabl
E-Mail: info@body-brain-activity.com
Website: https://kindertrainer.info
Ruben Schäfer
E-Mail: redaktion@dcfverlag.de
Original-Content von: Vitacia GmbH, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/180257/6345091
Nach Beginn eines viel beachteten Verfahrens in Kalifornien haben Meta und eine parteiübergreifende Koalition von US-Generalstaatsanwälten einen Vergleich angekündigt, der noch gerichtlich genehmigt werden muss. Im Mittelpunkt standen Vorwürfe, Facebook und Instagram seien mit Funktionen wie Empfehlungsalgorithmen, Infinite Scroll, Likes und ständigen Benachrichtigungen so gestaltet worden, dass junge Nutzer möglichst lange auf den Plattformen bleiben. Der Rechtsstreit rückt damit eine Frage in den Mittelpunkt, die auch Schulen und Eltern beschäftigt: Was passiert, wenn Kinder täglich einer immer schnelleren Folge neuer Reize begegnen?
Kinder wachsen heute in einer Umgebung auf, in der ihre Aufmerksamkeit ständig umkämpft wird. Schule verlangt aber genau das Gegenteil: bei einer Sache bleiben, Frustration aushalten und sich auch dann konzentrieren, wenn nicht alle paar Sekunden ein neuer Reiz kommt. Nachfolgend lesen Sie, wie die intensive Social-Media-Nutzung Konzentration und Lernverhalten beeinflussen kann, welche Veränderungen sich beobachten lassen und wie Eltern und Schulen Kindern dabei helfen können, Aufmerksamkeit und eigenständiges Lernen wieder stärker zu trainieren.
Aufmerksamkeit wird zur Schlüsselkompetenz
Digitale Medien gehören längst selbstverständlich zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Dabei werden sie zu den unterschiedlichsten Zwecken genutzt. Sie sind ein Mittel zur Kommunikation, sie helfen bei der Recherche von Informationen und dienen der Unterhaltung. Das allein ist nicht neu - und nicht ausschließlich negativ. Was sich mit der Zeit jedoch geändert hat, ist die permanente Reizumgebung, in der sich Kinder befinden.
Innerhalb weniger Sekunden folgt ein Video auf das nächste, ein neuer Beitrag erscheint oder eine weitere Benachrichtigung lenkt den Blick auf den Bildschirm. Kinder erleben dadurch eine hohe Taktung wechselnder Reize. In der Schule treffen sie anschließend auf völlig andere Anforderungen. In der Schule treffen Kinder dagegen auf völlig andere Anforderungen. Dort müssen sie zuhören, Inhalte wiederholen, Fehler akzeptieren und auch dann an einer Aufgabe arbeiten, wenn sie nicht sofort spannend erscheint. Gerade dieser Wechsel stellt viele Schüler zunehmend vor Herausforderungen.
Konzentration bedeutet mehr als still zu sitzen
Es geht allerdings nicht darum, die digitale Welt abzuschaffen oder grundlegend schlecht zu reden. Das Ziel ist auch nicht, das Handy komplett zu streichen. Sinnvoller ist es, wieder mehr Gegenpole zu schaffen. Vor allem in der Schule können Lehrer durch einen abwechslungsreich gestalteten Unterricht einen großen Beitrag leisten und die Aufmerksamkeit regelmäßig über Bewegung, gemeinsames Erleben und aktivierende Lernformen ansprechen. Denn Konzentration bedeutet nicht zwingend, 45 Minuten am Stück still zu sitzen und hinzuschauen. Es ist vielmehr die Fähigkeit, die eigene Aufmerksamkeit immer wieder bewusst zu einer Aufgabe zurückbringen zu können.
Auch Frustrationstoleranz gehört hier dazu. In der digitalen Welt kann man alles, das langweilt, innerhalb einer Sekunde wegwischen. Im echten Leben funktioniert das nicht immer. Lernen, Sport, ein Instrument oder später auch der Beruf verlangen manchmal, bei etwas zu bleiben, obwohl es gerade weniger Spaß macht.
Eltern können wiederum helfen, indem sie ihre Kinder zu Aktivitäten motivieren. Dazu gehören Bewegung, Sport, freies Spielen, Zeit in der Natur, gemeinsames Lesen, Gespräche oder Aktivitäten, bei denen nicht im Sekundentakt neue Reize entstehen. Solche Erfahrungen können Kindern Gelegenheiten geben, länger bei einer Sache zu bleiben und Ruhe ohne ständig wechselnde digitale Reize zu erleben.
Kinder für die digitale Welt stärken
Die digitale Welt wird nicht verschwinden. Deshalb ist es sinnvoller, Kinder auf den Umgang mit ihr vorzubereiten, anstatt sie grundsätzlich davor schützen zu wollen.
Letztlich könnte eine der wichtigsten Fähigkeiten der nächsten Generation darin bestehen, bewusst entscheiden zu können, welchem Reiz sie ihre Aufmerksamkeit schenkt. Die Fähigkeit, den eigenen Fokus bewusst zu steuern, ist eine wichtige Grundlage für Lernen und selbstbestimmtes Handeln in einer Welt, in der Aufmerksamkeit zu einer immer wertvolleren Ressource wird.
Über Marco Schnabl:
Marco Schnabl ist Gründer und Entwickler von body'n brain. Seit mehr als 23 Jahren beschäftigt er sich in der Praxis mit Bewegung, Lernen und menschlicher Entwicklung. Er übersetzt Wissen über das Zusammenspiel von Gehirn, Körper und Nervensystem in einfache, alltagstaugliche Zugänge für Kinder und Erwachsene von 35 bis 80+. Seine Haltung: Neuro-Fitness fürs echte Leben. Der Mensch gehört wieder in den Mittelpunkt. https://kindertrainer.info/
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