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Elliott steigt laut Reuters bei der Deutschen Telekom ein. T-Mobile US und Aktienrückkäufe könnten neue Fantasie in die Aktie bringen.
Bei der Deutschen Telekom kommt neue Bewegung in die Aktie. Der aktivistische Investor Elliott Investment Management hat laut Reuters eine Beteiligung aufgebaut und soll die Telekom dazu drängen, eine mögliche Zusammenführung mit der US-Tochter T-Mobile US nicht weiterzuverfolgen. Stattdessen könnte Elliott eine stärkere Kapitalrückführung an die Aktionäre bevorzugen.
Wichtig bleibt dabei: Wie groß die Elliott-Beteiligung ist, wurde bislang nicht bekannt. Weder Elliott noch die Deutsche Telekom haben sich öffentlich zu den Berichten geäußert. Auch konkrete Forderungen des Investors sind bisher nicht offiziell bestätigt.
T-Mobile US rückt wieder stärker in den Fokus
Der Hintergrund ist klar: Die Deutsche Telekom hält die Mehrheit an T-Mobile US und ist mit rund 53 Prozent weiterhin der größte Aktionär der US-Tochter. T-Mobile US ist der wichtigste Wachstumstreiber des Konzerns und gleichzeitig ein enorm wertvoller Bestandteil der gesamten Telekom-Story.
In diesem Jahr wurde immer wieder über mögliche größere strategische Transaktionen zwischen beiden Unternehmen spekuliert. Ob eine vollständige Zusammenführung tatsächlich mehr Wert schaffen würde als die heutige Struktur, ist allerdings eine spannende und keineswegs einfache Frage.
Genau hier soll Elliott laut den Berichten ansetzen. Der Investor scheint eine stärkere Kapitalrückführung an die Aktionäre für den attraktiveren Weg zu halten, anstatt eine komplexe Großtransaktion anzustoßen.
Die Telekom kauft bereits kräftig eigene Aktien zurück
Beim Thema Aktienrückkäufe ist die Telekom ohnehin schon aktiv. Das ursprünglich für 2026 geplante Programm von bis zu 2 Milliarden Euro wurde im August um weitere bis zu 3 Milliarden Euro aufgestockt. Damit könnten die Rückkäufe bis zum Jahresende ein Gesamtvolumen von bis zu 5 Milliarden Euro erreichen.
Der Einstieg von Elliott könnte nun zusätzlichen Druck erzeugen, die Diskussion über die Verwendung des vorhandenen Kapitals weiter zu intensivieren. Für die Aktie ist das grundsätzlich eine interessante Entwicklung. Eine stärkere Kapitalrückführung kann den Wert je Aktie erhöhen und gleichzeitig die Attraktivität für Anleger steigern.
Der Markt hat die Nachricht zunächst positiv aufgenommen. Nach den Berichten über den Elliott-Einstieg konnte die Aktie der Deutschen Telekom zulegen.
Noch gibt es allerdings keine bestätigte strategische Wende. Trotzdem bringt der Einstieg eines aktivistischen Investors neue Fantasie in die Aktie. Die Telekom besitzt mit T-Mobile US eine äußerst wertvolle Mehrheitsbeteiligung, verfügt über einen starken Kapitalrückfluss und kauft bereits eigene Aktien im Milliardenvolumen zurück.
Wenn Elliott nun dafür sorgt, dass die Diskussion über den Wert von T-Mobile US und die beste Verwendung des Kapitals intensiver geführt wird, könnte das für die Aktie zusätzlichen Rückenwind bringen.
Der Elliott-Einstieg ist für die Aktie zunächst ein positiver Impuls und bringt neue Fantasie in die strategische Diskussion.
Jetzt wird spannend, ob aus dieser Diskussion am Ende auch konkrete Maßnahmen entstehen.
Analystenziele:
Am 2. September bestätigte JPMorgan die Einstufung Overweight mit einem Kursziel von 38 Euro. Das ist allerdings kein Upgrade, sondern eine Bestätigung der bisherigen positiven Einschätzung.
Barclays - weiterhin Overweight
Barclays hat die Telekom zuletzt ebenfalls auf Overweight belassen. Das aktuelle Kursziel liegt bei 35 Euro. Auch hier handelt es sich um keine neue Hochstufung, sondern um eine Bestätigung.
Grafik: KI
Was sagt der Chart?
Fundamental kommt damit zusätzliche Fantasie in die Deutsche Telekom. Ob sich diese positive Entwicklung auch im Chartbild widerspiegelt und welche Kursmarken jetzt wichtig werden, schauen wir uns jetzt genauer an.

Die Deutsche Telekom scheiterte im Jahr 2025 zunächst an einem langfristigen Widerstand aus dem Jahr 2001 im Bereich von 35 Euro. Von dort aus ging die Aktie in eine deutliche Korrektur über. Ein zweiter Versuch führte die Telekom im Februar 2026 noch einmal bis auf rund 34,40 Euro, ehe die Aktie erneut abverkauft wurde.
Wie stellt sich die Lage heute dar? Die Telekom-Aktie fiel im Tief bis in den Bereich von 23,50 Euro zurück. Seither läuft die Gegenbewegung, die zuletzt bereits an der wichtigen Ausbruchslinie um 29,50 Euro gescheitert ist.
Charttechnisch könnte sich aktuell eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausbilden. Daraus würde sich bei einem erfolgreichen Ausbruch ein Kursziel im Bereich von 35 Euro oder knapp darüber ergeben.
Dafür müsste die Aktie allerdings nachhaltig über den Bereich von 29,50 bis 30 Euro ausbrechen. Vorgelagert wäre auch ein weiterer Rücksetzer in Richtung 27 Euro denkbar. Dann würde die rechte Schulter noch einmal sauber ausgearbeitet und die Formation könnte anschließend die Grundlage für einen erneuten Angriff nach oben bilden.
Solange die Aktie jedoch über den gleitenden Durchschnitten notiert, ist auch ein direkter Ausbruch über die Widerstandszone möglich. Erst ein Rückfall unter die gleitenden Durchschnitte, insbesondere unter die 50-Tage-Linie, würde wieder für die Ausbildung einer rechten Schulter sprechen.
Offener Telegram-Kanal
Für diese Formation ist angedacht, einen spekulativen Hebeltrade über unser offenes Kanaldepot einzugehen. Falls ihr Interesse an einem Hebeltrade auf die Telekom habt, folgt mir gerne im offenen Telegram-Kanal für weitere Informationen. Wenn die Zeit reif ist, werde ich dort einen möglichen Einstieg posten.
Zum kostenlosen Telegram-Channel von AWSX: https://t.me/awsxtalk
Enthaltene Werte: DE0005557508,US8725901040
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