ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Aktien von Novartis dürften am Dienstag die Verluste vom Wochenauftakt ausweiten. Grund ist abermals eine gescheiterte Studie - dieses Mal zu einem Wirkstoff gegen die Muskelkrankheit Myotone Dystrophie Typ 1. Auf der Handelsplattform Tradegate büßten Novartis-Aktien rund sechs Prozent ein im Vergleich zum Schlusskurs in Zürich am Vortag.
Die Studie namens Harbor untersuchte über 54 Wochen rund 150 Patienten und maß als Hauptziel die Zeit, die Betroffene benötigen, um ihre Hand zu öffnen - ein Maß für die typische Muskelsteifigkeit bei dieser Erkrankung. Wie es in einer Mitteilung vom Dienstag hieß, zeigte das Medikament jedoch in sekundären Endpunkten und ergänzenden Analysen Hinweise auf eine klinische Wirksamkeit.
Analyst Michael Leuchten hatte in einer Studie vom Sonntag geschrieben, die Harbor-Studie müsse nun "liefern", es gebe allerdings "Restrisiken" mit Blick auf den Ausgang der Studie. Die Übernahme des Entwicklers des Wirkstoffes, des US-Unternehmens Avidity Biosciences, habe die Schweizer 12 Milliarden US-Dollar gekostet. "Um diesen Preis zu rechtfertigen, muss die Harbor-Studie klappen", schrieb der Experte.
Am Montag hatte der Misserfolg mit dem Herzmedikament Pelacarsen gleich mehrere Aktien unter Druck gesetzt, darunter auch die von Novartis. Die Schweizer sind Lizenznehmer dieses Produkts./bek/ag/jha/




