BUDIMEX bleibt trotz eines Rückschlags bei der Auftragsvergabe aussichtsreich. Die polnische Straßenbaubehörde GDDKiA hat die Auswahl von Budimex für die 13,4 km lange Umgehungsstraße von Brzostek und Kolaczyce aufgehoben. Grundlage dafür war eine Entscheidung der polnischen Vergabekammer KIO, die eine Ablehnung des Budimex-Angebots und eine Neubewertung der eingereichten Angebote angeordnet hatte. Gegen das KIO-Urteil kann noch Beschwerde bei Gericht eingelegt werden. Der Auftrag hat einen Nettowert von 356,9 Mio. PLN (rund 83,5 Mio. €).
Selbst ein endgültiger Verlust wäre operativ gut verkraftbar. Der Auftrag entspricht nur rund 2 % des Auftragsbestands von 17,86 Mrd. PLN (rund 4,18 Mrd. €). Zudem hat Budimex im ersten Halbjahr Neuaufträge über 4,89 Mrd. PLN (rund 1,14 Mrd. €) abgeschlossen - fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 8 %, das EBIT um 2,4 %.
Dass die Aktie seit Mai/Juni per saldo seitwärts läuft, liegt eher an der doch recht anspruchsvollen Bewertung nach der vorherigen Rally. Zudem sank der Konzern-Nettogewinn im Halbjahr um 6,5 %, vor allem belastet durch niedrigere Zinserträge. Gleichzeitig sind gute Wachstumserwartungen bereits teilweise eingepreist.
Fazit: Der verlorene Etappensieg im Vergabeverfahren ist ärgerlich, aber kein Bruch der Investmentstory. Der hohe Auftragsbestand und die starke Vergabedynamik sprechen weiterhin für die Aktie. Budimex ist einer unserer Bernecker-Redaktionsfavoriten für das Jahr 2026.
Oliver Kantimm, Redaktion "Der Aktionärsbrief"
Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter www.bernecker.info im Abo oder im Einzelabruf.

Selbst ein endgültiger Verlust wäre operativ gut verkraftbar. Der Auftrag entspricht nur rund 2 % des Auftragsbestands von 17,86 Mrd. PLN (rund 4,18 Mrd. €). Zudem hat Budimex im ersten Halbjahr Neuaufträge über 4,89 Mrd. PLN (rund 1,14 Mrd. €) abgeschlossen - fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 8 %, das EBIT um 2,4 %.
Dass die Aktie seit Mai/Juni per saldo seitwärts läuft, liegt eher an der doch recht anspruchsvollen Bewertung nach der vorherigen Rally. Zudem sank der Konzern-Nettogewinn im Halbjahr um 6,5 %, vor allem belastet durch niedrigere Zinserträge. Gleichzeitig sind gute Wachstumserwartungen bereits teilweise eingepreist.
Fazit: Der verlorene Etappensieg im Vergabeverfahren ist ärgerlich, aber kein Bruch der Investmentstory. Der hohe Auftragsbestand und die starke Vergabedynamik sprechen weiterhin für die Aktie. Budimex ist einer unserer Bernecker-Redaktionsfavoriten für das Jahr 2026.
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