Die Börsen standen am Mittwoch klar unter Druck. Der DAX verlor 1,66 % auf 25.576,45 Punkte. Der EuroStoxx 50 fiel um 1,58 % auf 6.311,56 Punkte. In New York gab der S&P 500 um 0,48 % auf 7.636,36 Punkte nach. Der Nasdaq 100 hielt sich mit einem Minus von 0,29 % auf 29.421,55 Punkte etwas besser.
Hauptbelastung war erneut der Iran-Konflikt. Brent sprang um 3,4 % auf 101,21 $ und damit erstmals seit Juli wieder über 100 $. Gleichzeitig erreichte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen rund 4,85 %. Steigende Energiepreise verschärfen die Inflationssorgen und erhöhen den Druck auf die Notenbanken. Die für heute erwartete EZB-Zinserhöhung sorgte zusätzlich für Zurückhaltung.
Deutsche Börse verlor 2,3 % nach der Ankündigung einer Wandelanleihe über 600 Mio. €. Auto1 brach um 6,5 % ein, nachdem Finanzchef Christian Wallentin überraschend seinen Rücktritt aus familiären Gründen erklärt hatte. RWE gewann dagegen 1,7 % und gehörte damit zu den wenigen DAX-Gewinnern. Inditex verlor trotz 7,6 % Umsatzwachstum und 6,8 % mehr Nettogewinn 3,6 %.
In den USA sprang Meta Platforms nach der Vorstellung des KI-Assistenten Muse um 6,6 % an. Casey's General Stores brach trotz insgesamt solider Zahlen um mehr als 14 % ein, weil das Absatzvolumen enttäuschte. Exxon Mobil gewann 2,2 %, Chevron 1,9 %. Beide profitierten direkt vom Ölpreissprung.
Heute Morgen wurden die endgültigen deutschen Verbraucherpreise für August veröffentlicht. Die Inflationsrate bestätigte den vorläufigen Wert von 2,9 %. Um 14:15 Uhr folgt der EZB-Zinsentscheid. Erwartet wird eine Anhebung des Einlagensatzes um 25 Basispunkte auf 2,50 %. Um 14:30 Uhr kommen die US-Erzeugerpreise für August. Der Konsens liegt bei +0,4 % zum Vormonat.
Zahlen melden heute unter anderem Oracle, Adobe, Macy's, RH, Copart, Descartes Systems, Designer Brands und 1-800-Flowers.com.
Für Donnerstag zeigt sich am Vormittag eine vorsichtige Stabilisierung. Der DAX bewegt sich nach dem schwachen Mittwoch zunächst wenig. In Asien überwogen zuvor die Verluste. Der Nikkei gab rund 0,6 % nach. Brent notiert mit etwa 101,40 $ weiterhin über der psychologisch wichtigen Marke von 100 $. Entscheidend werden EZB und US-Erzeugerpreise. Ein moderater EZB-Ausblick oder schwächere US-Preisdaten können die Aktienmärkte stützen. Ein neuer Ölpreisschub bleibt das größte Risiko.
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Oliver Kantimm, Bernecker-Redaktion
Börsianer lesen Briefe der Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH unter www.bernecker.info im Abo oder im Einzelabruf.

Hauptbelastung war erneut der Iran-Konflikt. Brent sprang um 3,4 % auf 101,21 $ und damit erstmals seit Juli wieder über 100 $. Gleichzeitig erreichte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen rund 4,85 %. Steigende Energiepreise verschärfen die Inflationssorgen und erhöhen den Druck auf die Notenbanken. Die für heute erwartete EZB-Zinserhöhung sorgte zusätzlich für Zurückhaltung.
Deutsche Börse verlor 2,3 % nach der Ankündigung einer Wandelanleihe über 600 Mio. €. Auto1 brach um 6,5 % ein, nachdem Finanzchef Christian Wallentin überraschend seinen Rücktritt aus familiären Gründen erklärt hatte. RWE gewann dagegen 1,7 % und gehörte damit zu den wenigen DAX-Gewinnern. Inditex verlor trotz 7,6 % Umsatzwachstum und 6,8 % mehr Nettogewinn 3,6 %.
In den USA sprang Meta Platforms nach der Vorstellung des KI-Assistenten Muse um 6,6 % an. Casey's General Stores brach trotz insgesamt solider Zahlen um mehr als 14 % ein, weil das Absatzvolumen enttäuschte. Exxon Mobil gewann 2,2 %, Chevron 1,9 %. Beide profitierten direkt vom Ölpreissprung.
Heute Morgen wurden die endgültigen deutschen Verbraucherpreise für August veröffentlicht. Die Inflationsrate bestätigte den vorläufigen Wert von 2,9 %. Um 14:15 Uhr folgt der EZB-Zinsentscheid. Erwartet wird eine Anhebung des Einlagensatzes um 25 Basispunkte auf 2,50 %. Um 14:30 Uhr kommen die US-Erzeugerpreise für August. Der Konsens liegt bei +0,4 % zum Vormonat.
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Für Donnerstag zeigt sich am Vormittag eine vorsichtige Stabilisierung. Der DAX bewegt sich nach dem schwachen Mittwoch zunächst wenig. In Asien überwogen zuvor die Verluste. Der Nikkei gab rund 0,6 % nach. Brent notiert mit etwa 101,40 $ weiterhin über der psychologisch wichtigen Marke von 100 $. Entscheidend werden EZB und US-Erzeugerpreise. Ein moderater EZB-Ausblick oder schwächere US-Preisdaten können die Aktienmärkte stützen. Ein neuer Ölpreisschub bleibt das größte Risiko.
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