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WKN: 4008 | ISIN: EU000000EZB0 | Ticker-Symbol: -
1-Jahres-Chart  (nicht börsennotiert)
EUROPAEISCHE ZENTRALBANK Chart 1 Jahr
Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Inflationsangst - EZB und Öl über 105 USD belasten

DJ MÄRKTE EUROPA/Inflationsangst - EZB und Öl über 105 USD belasten

DOW JONES--Leichter haben sich die europäischen Börsen am Donnerstag aus dem Handel verabschiedet. Eine negative Gemengelage aus Inflation, Zinsen und Ölpreis setzte die Börsen unter Druck. Nachrichtlich im Fokus stand zunächst die EZB-Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Diese war erwartet worden, nicht unbedingt aber der negative Ausblick auf eine steigende Inflation. Der DAX fiel um 0,8 Prozent auf 25.361 Punkte, der Euro-Stoxx-50 um 0,7 Prozent auf 6.269 Zähler.

Auch in den USA kletterten die mit Spannung erwarteten Erzeugerpreise weiter, wenn auch weitgehend im vorhergesagten Rahmen. Am Freitag werden dann die wichtigeren US-Verbraucherpreise vorgelegt. Echte Besorgnis rief aber der Anstieg der Ölpreise hervor. Mit einem Sprung über 105 Dollar je Fass für Rohöl der Sorte Brent wurden die Anleiherenditen weltweit nach oben getrieben - es grassierte Inflationsangst.

Die Rendite der 10-jährigen US-Treasurys sprang auf neue Jahreshochs - in Deutschland stieg die Zehnjahresrendite auf ein frisches 15-Jahreshoch. Ein Frieden im Iran-Krieg rückte in immer weitere Ferne; US-Präsident Donald Trump hatte nach Angaben von US-Vertretern von seinen engsten Beratern den Hinweis erhalten, dass sich der Iran-Krieg möglicherweise bis zum Ende seiner Amtszeit oder darüber hinaus hinziehen könnte. Dazu drohte eine Eskalation im Jemen, wo Huthi-Truppen die Hafenstadt Mokka eingenommen hatten und damit Bab el-Mandeb bedrohten, die nach Hormus zweite Meerenge für den internationalen Öltransport in der Region.

Hauptverlierer waren europaweit die zinssensiblen Branchen wie Technologie- und Immobilien. Umgekehrt zählten Versicherer zu den Gewinnern. "Die heutige Zinsentscheidung der EZB war erwartet und es ist klar, dass mehr Erhöhungen kommen werden - und wahrscheinlich mehr als eine", sagte Edward Hutchings, Leiter der Zinsstrategie bei Aviva Investors.

Noch wichtiger für die Finanzmärkte ist nun die Zinsentscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche, da sie von viel höherer Unsicherheit geprägt ist. Als entscheidend gelten nun die US-Inflationsdaten am Freitag. Angesichts der Explosion der Dieselpreise sei in den August-Daten aber keine Entspannung zu erwarten. Sorgen mache sich der Markt darüber, dass Fed-Chef Kevin Warsh Ausreden finden könnte, um keine Zinserhöhung vornehmen zu müssen. Das kostete die US-Notenbank ihre Glaubwürdigkeit, hießt es im Handel.

Nachrichten zu Einzelunternehmen spielten kaum eine Rolle. AB Foods fielen nach dem Zwischenbericht um 8 Prozent. Nach Einschätzung von JP Morgan lieferte der Bericht keinen Grund zu Optimismus. Bei Primark liege das flächenbereinigte Umsatzwachstum im vierten Quartal nur in Großbritannien leicht im positiven Bereich, insgesamt sei es jedoch um 3 Prozent gefallen.

Für Adidas ging es 2,6 Prozent nach unten, nachdem sich Morgan Stanley negativ geäußert hatte. Nach den zuletzt schwachen Geschäftszahlen im Sektor wie von JD Sports, Lululemon und anderen senkten sie bei Adidas die Gewinnschätzungen für 2026 um 8 Prozent. Für Puma ging es um 2 Prozent tiefer.

Bei Minen- und Stahlwerten ging es mit den Konjunktursorgen am heftigsten abwärts. Dazu kam bei Kupferproduzenten die Sorge, bereits eingepreiste US-Zölle könnten gar nicht angewandt werden. Antofagasta fielen um 5,7 Prozent, Glencore um 4,1 Prozent. In Deutschland verloren Aurubis 5,3 Prozent. Bei Stahlhersteller Salzgitter ging es 7,3 Prozent abwärts.

DHL kletterten gegen den Trend um 0,9 Prozent nach einem positiven Kommentar von JP Morgan. SAP blieben wie bereits in den vergangenen Tagen volatil, die Aktie verlor 2,8 Prozent.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.269       -0,7          +9,0 
Stoxx-50        5.300       -0,7          +8,5 
Stoxx-600        636       -0,7          +8,1 
DAX          25.361       -0,8          +4,4 
FTSE-100 London    10.670       -0,6          +7,4 
CAC-40 Paris      8.157       -0,5          +0,1 
AEX Amsterdam     1.102       -0,8         +15,8 
ATHEX-20 Athen     6.919       +0,0         +29,3 
BEL-20 Brüssel     5.738       -0,9         +13,0 
BUX Budapest     147.922       +1,0         +33,2 
OMXH-25 Helsinki    6.580       -1,1         +15,4 
OMXC-20 Kopenhagen   1.604       -0,3          -0,3 
PSI 20 Lissabon    9.445       +0,1         +14,3 
IBEX-35 Madrid    19.695       -0,2         +13,8 
FTSE-MIB Mailand   51.875       -0,1         +15,4 
OBX Oslo        2.042       -0,6         +27,8 
PX Prag        2.786       +0,6          +3,8 
OMXS-30 Stockholm   3.258       -0,4         +13,0 
WIG-20 Warschau   154.298       -0,8         +32,6 
ATX Wien        6.860       +0,1         +28,8 
SMI Zürich      13.805       -0,5          +4,1 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:42 Uhr 
EUR/USD          1,1624  -0,1  -0,0008     1,1632     1,1631 
EUR/JPY          179,25  +0,4   0,6400     178,61    178,4300 
EUR/CHF          0,9435  +0,1   0,0013     0,9422     0,9418 
EUR/GBP          0,8593  +0,1   0,0008     0,8585     0,8583 
USD/JPY          154,18  +0,4   0,6400     153,54    153,4100 
GBP/USD          1,3524  -0,1  -0,0018     1,3542     1,3549 
USD/CNY          6,7061  -0,0  -0,0016     6,7077     6,7077 
USD/CNH          6,7131  +0,1   0,0067     6,7064     6,7053 
AUS/USD          0,7163  -0,8  -0,0054     0,7217     0,7217 
Bitcoin/USD      76.940,20  -1,8 -1.383,34    78.323,54   78.630,11 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         101,60  +5,8    5,55      96,05 
Brent/ICE         107,05  +5,8    5,84     101,21 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.360,71  -0,9   -39,78    4.400,49 
Silber           64,17  -4,6   -3,10      67,27 
Platin         1.799,26  -5,1   -96,58    1.895,84 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 10, 2026 12:12 ET (16:12 GMT)

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KI braucht Strom
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