DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
COMMERZBANK/UNICREDIT - Unicredit-Chef Andrea Orcel hat im Vier-Augen-Gespräch mit Finanzminister Lars Klingbeil am Montag offenbar seine Absicht bekräftigt, die Commerzbank-Spitze nach der Kontrollübernahme auszutauschen. Bei dem Treffen habe Orcel gesagt, dass er die Ablösung von Bankchefin Bettina Orlopp und Aufsichtsratschef Jens Weidmann anstrebe, erfuhr die Börsen-Zeitung von einem Insider. Orcel habe sich auch gegen Forderungen der Bundesregierung gewandt, die ihr zustehenden zwei Aufsichtsratssitze weiter zu beanspruchen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters darüber berichtet. Die Commerzbank teilte hierzu mit, der Vorstand habe laufende Verträge, der Aufsichtsrat werde von der Hauptversammlung gewählt. Unicredit äußerte sich nicht. Klingbeil lehnte am Dienstag am Rande des Antrittsbesuchs von Eurogruppen-Chef Kyriakos Pierrakakis in Berlin einen Kommentar ab: Mit Orcel sei vereinbart, keine konkreten Details aus dem Gespräch öffentlich zu machen. (Börsen-Zeitung)
AUDI - Audi-Chef Gernot Döllner will den Ingolstädter Autobauer angesichts der anhaltenden Branchenkrise und des Volkswagen-Sparprogramms intern neu strukturieren. "Wir werden kompaktere Organisationen brauchen, schnellere Prozesse und schnellere Entscheidungen", sagte der Manager der Augsburger Allgemeinen. "Mit Sparen allein lässt sich die Zukunft nicht gestalten", betonte Döllner. "Wir erleben eine grundlegende Disruption unserer Industrie", fügte er hinzu. "Wir befinden uns in einer Phase, in der wir unsere Effizienz deutlich steigern und zugleich unser Geschäftsmodell weiterentwickeln müssen." Döllner betonte zugleich seinen Willen, das Audi-Werk in Neckarsulm nach Möglichkeit zu erhalten: "Es wurde entschieden, dass das Werk nach 2034 keine Nachbelegung hat. Damit ist keine Werkschließung beschlossen." Der Auftrag an den Audi-Vorstand sei, für das Werk eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur zu erreichen. "Das wird nur durch strukturelle Maßnahmen funktionieren", betonte der Audi-Chef. (Augsburger Allgemeine)
GALERIA - Galeria treibt die Sanierungsbemühungen mithilfe externer Unterstützung voran. Nach Informationen der Börsen-Zeitung hat der Warenhauskonzern Berater mit einschlägiger Expertise engagiert, um in seinem Filialnetz aufzuräumen und dabei auch bessere Mietkonditionen für sich auszuhandeln. Unternehmenskreisen zufolge sind Frank Reinhold und Klaus Striebich an Bord gekommen. Bevor sie sich als Berater selbstständig machten, war Reinhold bei den Modehändlern Gerry Weber und Bonita tätig gewesen, Striebich beim Handelsimmobilienspezialisten ECE. (Börsen-Zeitung)
AXA - Axa-Chef Thomas Buberl fordert ein Ende der Steuervorteile für ungesunde Ernährung. "Man kann nicht Prävention predigen und gleichzeitig Pommes subventionieren", sagte Buberl dem Handelsblatt. Die EU-Subventionen für die Kartoffelproduktion flössen auch in die Pommesherstellung. Zudem gelte die ermäßigte Mehrwertsteuer bei Nahrungsmitteln auch für Fast Food. Ein Wegfall derartiger Steuervergünstigungen wäre für Buberl "ein Anfang". Zugleich verkündete der Axa-Chef, den Versicherungskonzern deutlich profitabler machen zu wollen. "Mit unserem neuen Strategieplan werden wir unser organisches Wachstum beschleunigen", sagte Buberl. Der bereinigte Gewinn pro Aktie soll bis 2029 im Jahresschnitt um 7 bis 9 Prozent wachsen, ein Prozentpunkt mehr als im bisherigen Plan. Auch die Rendite auf das Eigenkapital soll von 2027 bis 2029 auf durchschnittlich 15 bis 17 Prozent steigen. (Handelsblatt)
LANGDOCK - Die KI-Firma Langdock verlegt ihren Rechtssitz aus den USA nach Deutschland und wandelt ihre US-Mutter in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) um. Das bestätigten die Co-CEOs Lennard Schmidt und Judith Dada dem Handelsblatt und verknüpften damit eine ambitionierte Ankündigung: "Wir haben das Ziel, den nächsten Hyperscaler aus Europa aufzubauen", sagte Dada. Mit einem eigenen Rechenzentrum und einer souveränen Cloud-Infrastruktur in Deutschland will Langdock offene KI-Modelle betreiben und Kunden die Wahl zwischen eigener und externer Cloud lassen. (Handelsblatt)
ORSTED - Europa soll gegen chinesische Windturbinenhersteller vorgehen, die von "unfairem" staatlichen Support profitieren, kann es sich jedoch nicht leisten, sich von globalen Lieferketten abzuschotten. Das sagte der Chef des dänischen Windpark-Entwicklers Orsted, Rasmus Errboe. "Der Wettbewerb muss zu fairen und gleichen Bedingungen stattfinden", sagte er der Financial Times und fügte an: "Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass die Europäische Kommission viel aktiver gegen unfaire Handelspraktiken vorgeht. Ich sehe dies als eine notwendige und auch natürliche Entwicklung." (Financial Times)
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September 16, 2026 00:17 ET (04:17 GMT)
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