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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Erleichterung nach Fed-Signalen - Bilfinger brechen ein

DJ MÄRKTE EUROPA/Erleichterung nach Fed-Signalen - Bilfinger brechen ein

DOW JONES--Mit Erleichterung reagieren die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag auf den Zinsentscheid und den Ausblick der US-Notenbank vom Vorabend. Sorgen um die Glaubwürdigkeit der Fed bei der Bekämpfung der Inflation seien damit ausgeräumt worden, heißt es im Handel. Rückenwind kommt auch von den weiter sinkenden Ölpreisen. Brent liegt nur noch knapp über der Marke von 103 Dollar je Barrel. Der DAX verbessert sich um 0,7 Prozent auf 25.703 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es ebenfalls um 0,7 Prozent auf 6.309 Punkte nach oben.

Die Fed hat wie allgemein erwartet, den Leitzins um 25 Basispunkte erhöht. Nach Einschätzung der meisten Marktteilnehmer blieb ihr auch keine andere Wahl angesichts der weiter zu hohen Inflation.

Bemerkenswert sei, dass die Entscheidung einstimmig gefallen sei, hebt Thomas Altmann von QC Partners hervor. Die Fed sende damit ein Zeichen der Geschlossenheit, auch an US-Präsident Donald Trump. Besonders positiv findet Altmann den Ausblick. Er sehe zwar eine weitere Erhöhung in diesem Jahr, für 2027 aber auf erhöhtem Niveau dann stabile Leitzinsen. Die Börsen hätten dagegen mit insgesamt 3 bis 4 Zinsschritten bis Ende 2027 gerechnet.

Der Euro erholt sich leicht von seinem Rücksetzer am Vorabend nach den eher falkenhaften Kommentaren der US-Notenbank. Deren Chef Kevin Warsh bemerkte neben der weiter zu hohen Inflation, dass er die derzeitige Geldpolitik nur schwer als restriktiv bezeichnen könne.

Die 10-jährige US-Rendite gibt um 4 Basispunkte auf 4,97 Prozent nach. Die deutsche Zehnjahresrendite liegt bei knapp 3,51 Prozent und damit einen Tick niedriger als am Vortag.

Die Bank of England (BoE) hat ihre Geldpolitik wie erwartet unverändert gelassen. Wie die BoE mitteilte beließ der geldpolitische Ausschuss (MPC) den Reposatz bei 3,75 Prozent. Für unveränderte Zinsen stimmten sechs MPC-Mitglieder, für eine Zinsanhebung drei. Der Ausschuss steht nach eigener Aussage bereit, bei Bedarf zu handeln, um sicherzustellen, dass die Verbraucherpreisinflation auf Kurs bleibt, um mittelfristig das 2-Prozent-Ziel zu erreichen.

Am Aktienmarkt steht der Einbruch der Bilfinger-Aktie um 19,5 Prozent im Fokus. Der Industriedienstleister hat seine Prognosen gesenkt und startet ein Sparprogramm. Analysten äußern sich zumeist schwer enttäuscht. Bernstein sieht nur noch eine geringe Prognosesicherheit für das kommende Jahr. Nach den Zweitquartalszahlen sei man noch davon ausgegangen, dass nicht ein Wegfall, sondern die Verschiebung von Aufträgen für das schwächere erste Halbjahr verantwortlich gewesen seien.

Wacker Chemie geben 2,6 Prozent ab in Reaktion auf neue Ziele, die auf dem Kapitalmarkttag vorgestellt wurden. Die Analysten der DZ Bank werten die reduzierten Margenziele für 2030 als wichtigen Schritt hin zu mehr Realitätssinn und Glaubwürdigkeit. Obwohl die Reduzierung optisch negativ wirke, bringe sie die benötigte Verlässlichkeit in die mittelfristige Planung zurück. Die Analysten von JP Morgan monieren, dass die neuen Finanzziele zwar weitgehend erwartungsgemäß seien, jedoch keine konkreten Fristen zu ihrer Erreichung genannt würden.

Novartis gewinnen 0,6 Prozent, obwohl der Pharmariese erneut einen Studienmisserfolg hinnehmen musste. Damit steigt die Zahl der klinischen Rückschläge innerhalb der vergangenen drei Wochen auf insgesamt vier, während denen der Kurs um rund 10 Prozent absackte.

Moncler legen um 3,7 Prozent zu nach einer Hochstufung durch Bernstein. Sodexo wurden von JP Morgan hochgestuft und gewinnen 4,4 Prozent. Dassault Systemes fallen nach einer Abstufung durch Exane BNP auf "Underperform" um 1,2 Prozent.

Berentzen haussieren um gut 20 Prozent, das Unternehmen steht vor einem Verkauf in die USA. Der Getränkehersteller verhandelt mit dem US-Spirituosenhersteller Sazerac über ein Übernahmeangebot zum Erwerb sämtlicher ausstehender Berentzen-Aktien.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.308,83  +0,7   42,33    6.266,50    8,9 
Stoxx-50        5.345,44  +0,6   32,02    5.313,42    8,7 
DAX          25.702,62  +0,7   164,87    25.537,75    5,0 
MDAX          31.367,34  +0,3   90,57    27.039,42    2,5 
TecDAX         4.004,01  +0,5   19,49    3.091,28    10,5 
SDAX          18.262,76  +0,5   95,81    13.062,07    6,3 
FTSE          10.752,58  +0,6   64,11    10.688,47    8,3 
CAC           8.171,31  +0,4   30,72    8.140,59    0,3 
SMI          13.900,26  +0,2   31,60    13.868,66    4,8 
ATX           6.792,87  -0,3   -17,57    6.810,44    27,5 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:00 
EUR/USD          1,1474  +0,1   0,0010     1,1464   1,1539 
EUR/JPY          178,64  -0,3  -0,5200     179,16  178,9400 
EUR/CHF          0,947  +0,1   0,0005     0,9465   0,9448 
EUR/GBP          0,8586  +0,3   0,0022     0,8564   0,8575 
USD/JPY          155,66  -0,4  -0,6100     156,27  155,0600 
GBP/USD          1,3356  -0,2  -0,0025     1,3381   1,3451 
USD/CNY          6,7074  +0,0   0,0014     6,7060   6,7066 
USD/CNH          6,7062  -0,1  -0,0063     6,7125   6,7061 
AUS/USD          0,7109  +0,3   0,0023     0,7086   0,7130 
Bitcoin/USD      76.323,37  +0,3   195,05    76.128,32 75.661,64 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         100,46  -1,9   -1,97     102,43 
Brent/ICE         103,14  -2,5   -2,69     105,83 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.331,04  +1,6   68,95    4.262,09 
Silber           64,26  +2,1    1,30      62,96 
Platin         1.786,55  +2,0   34,80    1.751,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/hab

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September 17, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)

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