September 2026 -
Performances
Die offensive Aufstellung des Alpine Multiple Opportunities Fund führte in den vergangenen vier Wochen zu einer Wertentwicklung von -3,7%. Im bisherigen Jahresverlauf 2026 beträgt die Wertsteigerung +4,0%.
Status Quo
"Rückwärtsgang around the globe" war das Motto der vergangenen vier Wochen. Aktien in den USA, Asien und Europa, Anleihen in den Kernwährungen sowie auch die Edelmetalle verzeichneten allesamt sukzessive Abschläge. Es war ein Monat, in dem man seine Assets - mit der Ausnahme von Cash - nirgends wertstabil anlegen konnte. Der wieder aufgeflammte Konflikt um die Straße von Hormus - und damit einhergehend wieder steigende Ölpreise - belasteten die Märkte. Zunehmend geht man hier - ähnlich wie in der Ukraine - von einem langfristigen Kriegsherd aus. Dies führte unmittelbar zu den Erwartungen an weiter steigende Zinsen in den USA und Europa. Ferner führt die Entwicklung im Iran und der Ukraine aber auch zu einem mittel- und langfristigen Problem: Die mit beiden Kriegen verbundenen stark steigenden Staatsausgaben führen zu steigenden Sorgen über die Staatshaushalte und die hiermit verbundenen Bonitäten. Beides - steigende Zinsen und verschlechternde Staatsbonitäten - führten bei fallenden Anleihekursen zu steigenden Renditen. US-Bonds notieren aktuell an ihren Rendite-Peaks. Die Kirsche auf der Torte waren aufkommende Sorgen über die Effektivität von KI, wodurch Technologie Aktien besonders litten.
Gold hatte seinen Abwärtstrend aus dem Frühjahr 2026 im Sommer mit der Stabilisierung bei rund 4.000 US-$/Unze gestoppt. Allerdings brach die folgende Aufwärtsbewegung bei nur rund 4.650 US-$/Unze sehr schnell ab.
Im Silber ist der Abwärtstrend aus der letzten sechs Monate weiterhin intakt.
Der US-$ zeigte in einem sehr breiten Kanal zunehmend wieder Stärke mit Umkehrpunkten bei 1,1520 dann 1,1455 und jüngst 1,1369 US-$/€.
Outlook
Für die Kapitalmärkte wurde der Ukraine-Krieg aus 2022 zum Alltag und die explodierten Staatsschulden - spätestens seit der Griechenland-Krise von 2010-2015 - sind auch kein Novum.
Und so werden auch der - noch langfristig anhaltende - Konflikt um die Straße von Hormus und die hiermit einhergehenden dauerhaft höheren Ölpreise für die Märkte Teil des Alltages werden.
Der Fokus rückt zunehmend auf die Midterm-Wahlen in den USA am 3. November des Jahres. Aktuell verschlechtern sich die Umfragewert von US-Präsident Trump stetig - die Demokraten ringen noch um einen stabilen Kandidaten.
Letztlich sind aber die tatsächlich relevanten nächsten Präsidentschaftswahlen in den USA erst im November 2028 - und bis dahin kann noch viel passieren.
Kurzum: Die Märkte warten auf einen positiven Impuls, der die Kurse - aus den laufenden kurzfristigen Abwärtskanälen - wieder nach oben führt. Manchmal geschieht dies auch ohne Impuls, wenn die Märkte das Interesse an schlechten Nachrichten verlieren.
Wir rechnen - weiterhin unverändert - mit deutlich höheren Kursen zum kommenden Jahreswechsel - halten aber auch zunächst noch etwas tiefere Kurse für nicht unrealistisch. Entsprechend komfortabel fühlen wir uns weiterhin mit unserer rund 20-25% Cash-Quote.
Gold erscheint uns weiterhin unklar in seiner Aufwärtsdynamik. Noch kritischer ist das Silber, das den Ausbruch aus dem Abwärtstrend noch gar nicht geschafft hat. Somit schauen wir auch hier noch zu. Bei Silber liegt weiterhin ein beachtenswertes Level bei 52-54 US-$/Unze.
Im US-$ vs. € festigt sich ein breiter Abwärtschart mit nur leichtem Winkel. Dieser führt grundsätzlich in Richtung der 1,08 US-$/€. Entsprechend lösen wir sukzessive die Währungsabsicherungen auf.
