September 2026 -
Angesichts des bemerkenswert soliden Gewinnwachstums der Unternehmen gehen wir davon aus, dass der Aktienmarkt in den kommenden Monaten seine starken Kursgewinne weiter ausbauen wird.
Asset-Allocation: Gewinnwachstum zu stark, um ignoriert zu werden
Da die Renditen von Staatsanleihen stetig steigen, stellt sich berechtigterweise die Frage, ob Aktien ihre bisher in diesem Jahr erzielten zweistelligen Gewinne noch weiter ausbauen können.
Steigende Renditen führen zu höheren Fremdkapitalkosten für Unternehmen und verringern zudem den Barwert künftiger Unternehmensgewinne - Entwicklungen, die in der Regel die Aktienmärkte belasten. Die Bedenken bezüglich der Nachhaltigkeit der Aktienrallye scheinen aus unserer Sicht jedoch übertrieben.
Es gibt valide Gründe für die Annahme, dass die Aktienkurse in den nächsten Monaten weiter steigen werden. Das Hauptargument für eine weitere Übergewichtung von Aktien ist die Unternehmensrentabilität. Die Gewinne wachsen nach wie vor in bemerkenswertem Tempo, was zum Teil auf die zunehmende Verbreitung neuer Technologien wie KI zurückzuführen ist. Den Konsensprognosen der Analysten zufolge sollen die Unternehmensgewinne in diesem Jahr um 30% steigen. Wir sogar von einem noch höheren Zuwachs um rund 35% aus.
Auch die konjunkturellen Rahmenbedingungen sprechen für Aktien.
Zwar lässt sich der Anstieg der Anleiherenditen teilweise auf den zunehmenden Inflationsdruck und die anhaltend hohen öffentlichen Defizite zurückführen, doch preisen die Rentenmärkte auch ein recht solides Wirtschaftswachstum ein. Historisch gesehen gehen steigende Anleiherenditen jedenfalls nicht immer mit Kursrückgängen an den Aktienmärkten einher. Entscheidend ist der Grund, weshalb die Renditen überhaupt steigen. Als Anleihen in konjunkturell guten Zeiten abverkauft wurden, wie etwa 1994 und 2013, verzeichneten die Aktienmärkte keine Kursverluste.
