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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Verluste aus - Telekom-Aktien schwach

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Verluste aus - Telekom-Aktien schwach

DOW JONES--Europas Börsen bauen die Verluste bis Freitagmittag weiter aus. Die kurze Entspannungsphase an den Anleihemärkten nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank scheint bereits wieder vorüber zu sein. Die Rendite der 10-jährigen Treasurys steigt um 2 Basispunkte auf 4,97 Prozent und kratzt damit bereits wieder an der Marke von 5 Prozent. Auch mit den Renditen am deutschen Anleihemarkt geht es nach oben. Der Ölpreis gibt zwar nach, hat sich von den Tagestiefs aber bereits wieder kräftiger nach oben gelöst. Brent kostet aktuell 103,10 Dollar das Fass. Als Sonderfaktor kommt der Große Verfalltag an den internationalen Terminbörsen hinzu. Dies führt oft zu kräftigeren Umschichtungen und volatilen Ausschlägen.

Der DAX fällt um 1,0 Prozent auf 25.467 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gibt um 1,1 Prozent auf 6.252 Punkte nach, belastet durch einen schwachen Telekom-Sektor und Abgaben bei Banken. Der Euro zeigt sich wenig verändert bei 1,1461 Dollar. Dass die Zinsen wieder leicht anziehen könnte an den deutschen Erzeugerpreisen liegen, die im August mit 4,6 Prozent zum Vorjahr stärker gestiegen sind als erwartet, in erster Linie wegen der stark erhöhten Energiepreise. Das untermauert die Erwartung weiter steigender Zinsen in der Eurozone, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) in der Vorwoche bereits die Zinsen angehoben hatte angesichts der zu hohen Inflation.

Unterdessen ist die Zinserhöhung der Bank of Japan auf 1,25 Prozent wie erwartet ausgefallen, die Begleitkommentare werden als nicht falkenhaft gewertet. Dazu passend sank die Kernrate der japanischen Inflation im August gegenüber dem Vormonat minimal auf 1,7 Prozent im Jahresvergleich. Der japanische Yen fällt nach der Entscheidung kräftiger zurück.

Unternehmensseitig ist die Nachrichtenlage dünn. Für starke Kursbewegungen sorgen wie so oft Umstufungen. Infineon steigen um 2,8 Prozent; Oddo BHF hat die Aktie auf "Outperform" erhöht. Allerdings ziehen Chip- und KI-Aktien auf breiter Front an. ASML verteuern sich um 0,4, STMicro um 2,2 und Aixtron um 2,1 oder BE Semiconductor um 1,8 Prozent. Im Rüstungssektor legen Renk und TKMS mit positiven Analystenkommentaren um 4,4 und 3,2 Prozent zu.

Siltronic machen einen Satz um 9,5 Prozent auf 76,25 Euro, nachdem die UBS das Kursziel auf 120 nach 105 Euro erhöht hat. Knorr-Bremse gewinnen 1,0 Prozent, das chinesische Schienenfahrzeuggeschäft von Knorr Bremse wird nach Meinung der Bank of America (BoA) die Ziele des Unternehmens übertreffen.

Europaweit schwach liegen Telekomaktien. Einer der größten Verlierer sind hier Orange in Paris mit einem Minus von 5,1 Prozent. Morgan Stanley hat die Aktie auf "Underweight" herabgestuft. Die Bank verweist auf politische Unsicherheiten in Frankreich, stärkeren Wettbewerb in Spanien und steigende Verschuldung. Deutsche Telekom verlieren 4,0 und Vodafone 4,9 Prozent.

Nestle geben 2,2 Prozent ab nach der Ankündigung von Zwangsverwaltung für die Tochtergesellschaften in Russland. "Das kann als Vorstufe zur Enteignung gesehen werden", sagt ein Händler. Bei Danone sei ähnliches passiert und habe zu einer Milliarden-Abschreibung geführt. Nestle will nun alle notwendigen Schritte vornehmen, seine Rechte zu beschützen.

Für Raiffeisen Bank International geht es gehen den Sektortrend in Wien um 1,2 Prozent nach oben. Die Aktie war mit Vorwürfen des Short-Sellers Grizzly mit Blick auf das Russland-Geschäft am Donnerstag um über 6 Prozent gefallen. Die Bank wies die Anschuldigungen inzwischen als "falsch" und "irreführend" zurück und erwägt rechtliche Schritte.

Überwiegend schwächer zeigen sich die Aktien, die von Änderungen in den großen europäischen Indizes am Abend betroffen sind. Engie geben um 1,8 Prozent nach, Nokia steigen um 3,1 Prozent - beide Aktien werden in den Euro-Stoxx-50 aufgenommen. Absteiger sind VW (-4,9%) und Wolters Kluwer (-1,3%). Barclays, die in den Stoxx-50 kommen, geben um 1,7 Prozent nach, Prosus, die dafür Platz machen müssen, büßen 0,7 Prozent ein.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.251,94  -1,1   -70,96    6.322,90    8,0 
Stoxx-50        5.322,78  -0,7   -39,89    5.362,67    8,2 
DAX          25.467,12  -1,0  -249,59    25.716,71    4,0 
MDAX          31.390,32  -0,2   -57,80    27.039,42    2,5 
TecDAX         3.983,30  -0,3   -13,05    3.091,28    10,0 
SDAX          18.283,34  +0,3   56,01    13.062,07    6,5 
FTSE          10.711,72  -1,0  -104,42    10.816,14    7,9 
CAC           8.101,99  -1,0   -84,94    8.186,93    -0,6 
SMI          13.909,19  -0,3   -38,12    13.947,31    4,8 
ATX           6.818,73  -0,7   -46,29    6.865,02    28,0 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:04 
EUR/USD          1,1461  -0,1  -0,0013     1,1474   1,1478 
EUR/JPY          180,94  +1,1   1,9700     178,97  178,9100 
EUR/CHF          0,9459  -0,0  -0,0001     0,9460   0,9461 
EUR/GBP          0,8584  -0,0  -0,0003     0,8587   0,8600 
USD/JPY          157,84  +1,2   1,8800     155,96  155,8400 
GBP/USD          1,3347  -0,1  -0,0008     1,3355   1,3343 
USD/CNY          6,6975  -0,2  -0,0099     6,7074   6,7074 
USD/CNH          6,6983  -0,1  -0,0055     6,7038   6,7029 
AUS/USD          0,7123  +0,2   0,0014     0,7109   0,7112 
Bitcoin/USD      77.989,16  +1,9  1.474,33    76.514,83 76.744,31 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         101,39  -0,5   -0,52     101,91 
Brent/ICE         103,1  -1,6   -1,72     104,82 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.375,59  +0,8   35,50    4.340,09 
Silber           66,88  +2,6    1,69      65,19 
Platin         1.815,05  +2,6   46,02    1.769,03 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

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September 18, 2026 08:01 ET (12:01 GMT)

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