Marktkommentar
Die globalen Aktienmärkte entwickelten sich in den ersten drei Wochen des Septembers wie von uns erwartet etwas volatiler. Treiber waren in erster Linie die noch immer hohen Ölpreise - Brent notiert weiterhin über der Marke von 100 USD pro Barrel - sowie der scheinbar unaufhaltsame Anstieg der globalen Anleiherenditen. So stiegen die Zinsen 10-jähriger US-Staatsanleihen kurzzeitig auf über 5 % und erreichten somit das höchste Niveau seit 2007. Trotz dieses Renditeanstiegs sowie der ersten Zinsanhebung der Federal Reserve seit 2023 schlugen sich die Aktienmärkte bislang vergleichsweise robust. Grund hierfür ist vor allem, dass der Anstieg der globalen Anleiherenditen nicht nur Ausdruck höherer Energiepreise ist, sondern auch auf dem sehr robusten Wachstum der US-Wirtschaft fußt. Solange sich dieses Wachstum weiter solide zeigt, sich die Fundamentaldaten der Unternehmen nicht spürbar abkühlen und die Investitionsaktivitäten der Finanz- oder Realwirtschaft nicht durch das hohe Zinsniveau abgeschnürt werden, dürfte der Aktienmarkt auch höhere Renditen verkraften. Wir halten daher nach wie vor an unserem leichten Aktienübergewicht fest und können uns vorstellen, dieses bei stärkeren Rücksetzern wieder etwas auszubauen.
Kurzfristiger Ausblick
Neben weiter hohen Öl- und Energiepreisen lag der Fokus der Märkte zuletzt auf dem Zinsentscheid der US-Notenbank, die den Leitzins erstmals seit 2023 anhob und eine weitere Zinserhöhung in Aussicht stellte. Am Donnerstag richtet sich der Blick auf das geplante Treffen zwischen Donald Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping. Im Vordergrund der Gespräche dürften dabei vor allem gegenseitige Zollvereinbarungen und Handelsbeziehungen stehen. Zum Wochenstart werden zunächst keine relevanten Wirtschaftsdaten veröffentlicht. Am Mittwoch werden einige europäische Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen und das verarbeitende Gewerbe sowie für die gesamte Eurozone gemeldet (Sept.). Am Donnerstag liegt der Fokus der Märkte neben dem Treffen von Trump und Xi auch auf dem Ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland (Sept.) sowie den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung aus den USA (Sept.). Zum Wochenausklang wird dann das endgültige Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan (Sept.) veröffentlicht
