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Pentagon steigt bei Wolfram ein: Nach dem 2-Milliarden-Dollar-Deal rückt die Suche nach neuen Projekten in den Fokus

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Washington macht aus der Wolframknappheit immer stärker zu einer Frage der nationalen Sicherheit. Am 14. September meldete die Elmet Group einen Vertrag über rund 2 Milliarden US-Dollar mit der Defense Logistics Agency (DLA). Das Ziel: die strategischen Rohstoffreserven der USA wieder aufbauen und die heimische Wolfram-Lieferkette stärken. Gleichzeitig stellt das US-Verteidigungsministerium Elmet weitere 450 Millionen US-Dollar über eine Vorzugsaktien-Investition zur Verfügung.

Damit erreicht der Wettlauf um Wolfram eine neue Stufe. Die USA reden nicht mehr nur über kritische Rohstoffe, sondern setzen Milliardenbeträge ein, um Verarbeitung, Lagerhaltung und Versorgung abzusichern.

Doch Geld allein schafft keine neuen Minen. Und genau darin könnte der nächste Engpass liegen.

Warum das Pentagon gerade Wolfram absichern will

Wolfram verbindet extreme Härte, hohe Dichte und außergewöhnliche Hitzebeständigkeit. Diese Eigenschaften machen das Metall zu einem wichtigen Ausgangsstoff für Rüstung, Luft- und Raumfahrt sowie industrielle Hochleistungsanwendungen.

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums unterstützt Elmet mehr als 100 amerikanische Verteidigungsprogramme, darunter F-35, Patriot PAC-3, Trident D5 sowie Virginia- und Columbia-Klasse-U-Boote. Washington bezeichnet das Unternehmen als einzigen vollständig integrierten Produzenten von Wolfram- und Molybdänmaterialien und -komponenten in US-Besitz.

Die 450-Millionen-Dollar-Investition soll unter anderem die heimischen Verarbeitungskapazitäten ausbauen. Besonders wichtig ist eine geplante unabhängige Anlage für Ammoniumparawolframat, kurz APT, in Nordamerika - ein entscheidender Zwischenschritt bei der Wolframverarbeitung und nach Einschätzung des Ministeriums einer der größten Engpässe der amerikanischen Lieferkette.

Der parallel vereinbarte DLA-Vertrag hat ein Volumen von rund 2 Milliarden US-Dollar und soll Wolframerze, Konzentrate und Natriumwolframat für die National Defense Stockpile liefern.

Das Signal ist kaum zu übersehen: Wolfram ist für Washington vom Rohstoffthema zur strategischen Industriepolitik geworden.

Nun lautet die nächste Frage: Woher kommt das Material?

Doch gerade die Dimension der staatlichen Intervention lenkt den Blick auf ein Problem, das sich nicht mit einer einzelnen Investition lösen lässt.

China dominiert weiterhin den Weltmarkt. Almonty Industries (ISIN: CA0203981XXX) bezifferte den chinesischen Anteil an der globalen Wolframproduktion 2025 unter Berufung auf USGS-Daten auf rund 80 Prozent. Gleichzeitig treten ab 2027 neue amerikanische Beschränkungen für die militärische Beschaffung von Wolfram aus China, Russland und Nordkorea in Kraft.

Damit braucht der Westen nicht nur Verarbeitungskapazitäten. Er braucht Minen.

Almonty zeigt, wie weit ein Projekt kommen muss, bevor es tatsächlich Teil dieser Versorgungslösung werden kann. Das Unternehmen produziert bereits in der Panasqueira-Mine in Portugal und befindet sich mit Sangdong in Südkorea in der Hochlaufphase. Ende Juli 2026 bezifferte Almonty seine Marktkapitalisierung auf rund 4,3 Milliarden US-Dollar.

Solche fortgeschrittenen Projekte sind jedoch nicht beliebig verfügbar. Eine neue Mine beginnt Jahre zuvor als Explorationsprojekt.

Zwischen Almonty und der nächsten Mine steht eine lange Pipeline

Genau deshalb könnte sich die Aufmerksamkeit im Wolframsektor zunehmend nach hinten in der Entwicklungskette verschieben.

Ein Beispiel ist American Tungsten (ISIN: CA0303381077), das mit der historischen IMA Mine in Idaho einen Brownfield-Ansatz verfolgt. Statt bei null zu beginnen, kann das Unternehmen auf einen früher produzierenden Standort und vorhandene Infrastruktur zurückgreifen. American Tungsten plant zunächst die Aufbereitung historischer Tailings und strebt nach eigenen Angaben erste Produktion bis Ende 2026 an. Auch hier müssen Ressourcendefinition, Metallurgie, Genehmigungen und technische Umsetzung die Pläne zunächst bestätigen.

Noch früher beginnt die Pipeline bei Explorern.

Und hier wird New Brunswick interessant. Das kanadische Sisson-Wolfram-Molybdän-Projekt wurde im November 2025 von Premierminister Mark Carney als eines der ersten sogenannten Nation-Building Projects ausgewählt. Direkt an dieses Projekt grenzt das rund 9.845 Acres große Sisson West Tungsten Project von Makenita Resources (ISIN: CA5609251098).

Makenita sucht dort, wo bislang nur Indizien vorliegen

Makenita befindet sich noch in einem frühen Explorationsstadium. Auf Sisson West wurde bislang keine Mineralressource definiert, und die Nähe zu Sisson bedeutet ausdrücklich nicht, dass auf der Makenita-Liegenschaft eine vergleichbare Mineralisierung vorhanden ist.

Allerdings haben die jüngsten geophysikalischen Arbeiten das Suchgebiet konkretisiert.

Eine detaillierte luftgestützte Magnetikuntersuchung mit einem Linienabstand von 100 Metern identifizierte auf Sisson West ein lokales magnetisches Hoch. Auf Basis magnetischer Strukturen und einer dreidimensionalen Magnetic Vector Inversion interpretiert Makenita das Ziel als mögliche sekundäre Intrusion in der Tiefe an der Westseite des Howard Peak Granodiorits. Das bekannte Sisson-System liegt nordöstlich davon an dessen Ostseite.

Zusätzlich interpretiert das Unternehmen südwestlich-nordöstlich verlaufende Strukturen, die sich aus dem Sisson-Gebiet in Richtung der eigenen Liegenschaft erstrecken könnten. Regionale Wolfram-in-Till-Daten liefern ein weiteres Explorationsindiz. Makenita arbeitet nach eigenen Angaben an einem Bohrplan, um das Ziel zu testen.

Damit beginnt allerdings erst der entscheidende Test. Geophysik kann ein Bohrziel definieren, aber keine Wolframlagerstätte beweisen. Erst Bohrungen können zeigen, ob tatsächlich relevante Mineralisierung vorhanden ist.

Schlussfolgerung

Der 2-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Elmet und die zusätzliche 450-Millionen-Dollar-Investition des US-Verteidigungsministeriums senden ein deutliches Signal: Washington behandelt Wolfram inzwischen als strategische Infrastruktur. Verarbeitungskapazitäten und staatliche Lagerbestände sollen ausgebaut werden, während gleichzeitig die Abhängigkeit von chinesisch dominierten Lieferketten sinken soll.

Doch damit verschiebt sich der Engpass lediglich weiter nach vorne. Ohne zusätzliche Minen bleibt auch eine größere westliche Verarbeitungskapazität vom verfügbaren Ausgangsmaterial abhängig.

Almonty steht bereits auf der Produktionsseite dieser Entwicklung, American Tungsten versucht einen historischen US-Standort zurückzubringen. Makenita befindet sich dagegen am spekulativen Anfang der Pipeline. Es besteht keine bekannte kommerzielle Verbindung zwischen Makenita und Elmet, dem Pentagon oder den genannten Unternehmen. Entscheidend sind jetzt Bohrplanung, Finanzierung und anschließend die Bohrergebnisse auf Sisson West.

Der Pentagon-Deal garantiert keinem Explorer Erfolg. Aber er macht deutlich, warum die Suche nach neuen Wolframprojekten überhaupt an strategischer Bedeutung gewinnt: Wer morgen eine unabhängige Lieferkette will, muss heute die Projekte finden, aus denen später Minen werden können.


Quellen:

https://www.cnbc.com/2026/06/03/china-metals-national-security-defense-weapons-supply-tungsten.html
https://www.makenitaresources.com/
https://www.miningmx.com/trending/67308-pentagon-takes-stake-in-us-tungsten-miner/
https://www.reuters.com/world/china/elmet-group-wins-2-billion-us-tungsten-stockpile-contract-2026-09-14/

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Makenita Resources Inc.
Land: kanadisch
ISIN: CA5609251098
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