Berlin - Neun Monate nach Weihnachten herrscht in Deutschlands Kreißsälen Hochbetrieb. "Rechnet man vom 24. September zurück, landet man ziemlich genau bei Weihnachten. Viele Menschen haben dann frei, verbringen mehr Zeit miteinander und rücken in der kalten Jahreszeit auch körperlich näher zusammen", sagte der Mediziner und Soziologe Bertram Häussler der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz).
Zwischen 2020 und 2025 kamen laut Statistischem Bundesamt an keinem Tag so viele Kinder zur Welt wie am 24. September. Dieser Weihnachtseffekt sei ein kleiner zusätzlicher Ausschlag, der sich schon lange beobachten lässt, sagte Häussler. Der geburtenstärkste Monat sei inzwischen der August. Die meisten dieser Kinder würden im November gezeugt, "dann ist es kalt, früh dunkel und die Menschen verbringen mehr Zeit gemeinsam zu Hause", erklärte er.
Das war nicht immer so. Bis etwa 1970 lag der Geburtenhöhepunkt noch im März und April. Für die Verschiebung vom Frühjahr in den Spätsommer macht Häussler unter anderem die Antibabypille und das gestiegene Alter bei der Familiengründung verantwortlich. Wer sein erstes Kind mit etwa 30 statt Anfang 20 bekomme, habe eher eine eigene Wohnung und sei somit für ungestörte Zweisamkeit weniger auf warme Sommerabende angewiesen. In Westdeutschland setzte die Verschiebung bereits in den 1970er-Jahren ein, im Osten rund 20 Jahre später.
Häussler hat gemeinsam mit dem Geburtsmediziner Joachim Dudenhausen die Geburten in Ost- und Westdeutschland von 1950 bis 2022 untersucht. Dabei analysierten unter anderem die Forscher, wie sich die geburtenstärksten Monate über mehrere Jahrzehnte verändert haben.
Zwischen 2020 und 2025 kamen laut Statistischem Bundesamt an keinem Tag so viele Kinder zur Welt wie am 24. September. Dieser Weihnachtseffekt sei ein kleiner zusätzlicher Ausschlag, der sich schon lange beobachten lässt, sagte Häussler. Der geburtenstärkste Monat sei inzwischen der August. Die meisten dieser Kinder würden im November gezeugt, "dann ist es kalt, früh dunkel und die Menschen verbringen mehr Zeit gemeinsam zu Hause", erklärte er.
Das war nicht immer so. Bis etwa 1970 lag der Geburtenhöhepunkt noch im März und April. Für die Verschiebung vom Frühjahr in den Spätsommer macht Häussler unter anderem die Antibabypille und das gestiegene Alter bei der Familiengründung verantwortlich. Wer sein erstes Kind mit etwa 30 statt Anfang 20 bekomme, habe eher eine eigene Wohnung und sei somit für ungestörte Zweisamkeit weniger auf warme Sommerabende angewiesen. In Westdeutschland setzte die Verschiebung bereits in den 1970er-Jahren ein, im Osten rund 20 Jahre später.
Häussler hat gemeinsam mit dem Geburtsmediziner Joachim Dudenhausen die Geburten in Ost- und Westdeutschland von 1950 bis 2022 untersucht. Dabei analysierten unter anderem die Forscher, wie sich die geburtenstärksten Monate über mehrere Jahrzehnte verändert haben.
© 2026 dts Nachrichtenagentur
