September 2026 -
Unsere Portfoliomanager waren mal wieder viel für Sie unterwegs und haben diverse spannende Unternehmensgespräche geführt. Wir haben hier die wichtigsten Fakten zusammengetragen und dennoch erwartet Sie ein umfangreicher Bericht zu vielen Themen, die uns beschäftigen. Japan, Physische KI und der globale Ausbau der Energie- und digitalen Infrastruktur zeigen einen gemeinsamen strukturellen Trend: steigender Bedarf an Rechenleistung, Energie und Automatisierung. Unsere jüngsten Aufenthalte in Japan, San Francisco (USA) und unser am Bad Homburger Standort stattgefundener TBF INVESTOR DAY zeigen, dass langfristige Investitionsprogramme, volle Auftragsbücher und begrenzte Kapazitäten dafür sprechen, dass Infrastruktur, Netze und industrielle Technologien über Jahre hinweg ausgebaut werden müssen. Nehmen Sie sich die Zeit - einen Tee oder Kaffee - und tauchen Sie in die TBF-Welt ab. Viel Spaß beim Lesen.
Wir starten mit Japan
• Japan treibt Physische KI, Robotik und Automatisierung über immer mehr Branchen hinweg voran.
• Kernkraft, Stromnetze und Verteidigung gewinnen strategisch erheblich an Bedeutung.
• Rohstoffsicherung und stabile Lieferketten stehen angesichts der Importabhängigkeit im Fokus.
Zehn Tage dicht getaktete Unternehmensbesuche, ein letztes Meeting am Fuß des Fuji. Und am Ende steht ein Bild, welches man sich nur direkt vor Ort machen kann. Japan ist gerade der Ort, an dem sich mehrere der großen Investmentthemen der nächsten Jahre gleichzeitig verdichten. Physische Künstliche Intelligenz (KI), Energiewende zurück zur Kernkraft, Netzausbau, Rohstoffsicherung, Verteidigung. Alles live von uns gesehen, alles vor Ort bestätigt.
Fangen wir mit dem Offensichtlichen an. Physische KI ist in Japan kein Zukunftsthema, sie läuft schon in den Fabrikhallen. Jensen Huang hat es selbst auf den Punkt gebracht: digitale Intelligenz ist schön, aber physische Intelligenz wird um den Faktor zehn größer werden. Und man merkt, dass die Botschaft in Japan angekommenist. Nvidia taucht in Grußbotschaften auf, wenn ein japanischer CEO auf die Bühne geht. Huang selbst war erst vor wenigen Wochen im Land, hat reihenweise Unternehmenslenker getroffen. Für Japan mit seiner Tradition in Robotik, Humanoiden und Factory Automation ist das kein Nischenthema, sondern die logische Fortsetzung von etwas, das dort seit Jahrzehnten Kernkompetenz und Notwendigkeit ist. Automatisierung war bisher vor allem im Automobilbereich präsent. Das ändert sich gerade, neue Branchen, neue Fertigungsprozesse, aber die gleichen Player und Zulieferer.
Apropos Automobilbereich. 2026 ist für die Branche weltweit ein Annus Horribilis, das war in praktisch jedem Gespräch Konsens. Die dennoch interessante Wendung: fast alle rechnen mit einer Bodenbildung im zweiten Halbjahr und einem spürbar freundlicheren ersten Quartal. Das wäre Rückenwind, den viele Unternehmen dringend brauchen können.
