Die explorativen Gespräche von BASF über eine potenzielle Übernahme von Evonik sind strategisch nachvollziehbar, da sie die Möglichkeit bieten, das Engagement im Spezialchemikaliengeschäft zu erhöhen, die Ertragsbasis zu verbreitern und Kostensynergien zu realisieren. Die Umsetzung wird jedoch entscheidend sein. Gleichzeitig würde die kombinierte Gruppe eine hohe Europa-Exponierung beibehalten, wo schwache Nachfrage und strukturell hohe Kosten weiterhin eine Herausforderung für die Wettbewerbsfähigkeit darstellen. Eine größere Akquisition könnte zudem BASFs jüngste Entschuldung und die Flexibilität bei Kapitalrückführungen beeinträchtigen. Die aktuelle Bewertung von Evonik bei rund 6,5x 2027E EV/EBITDA gegenüber etwa 7,7x bei BASF bietet aus relativer Bewertungssicht einen vernünftigen Ausgangspunkt. Entscheidend für die Wertschöpfung werden jedoch die letztendliche Übernahmeprämie, die Finanzierungsstruktur und die tatsächlich realisierten Synergien sein. Da bislang keine Transaktionsdetails offengelegt wurden und die BASF-Aktie bereits um unseren fairen Wert von EUR 55,00 handelt, bestätigen wir unser HOLD-Rating. Die vollständige Analyse ist abrufbar unter https://research-hub.de/companies/basf-se
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