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Russland verändert den Drohnenkrieg in der Ukraine erneut. Allein im September setzte Moskau nach von Reuters ausgewerteten Daten rund 2.100 strahlgetriebene Drohnen ein. Sie fliegen schneller und teilweise deutlich höher als herkömmliche propellergetriebene Shaheds. Die Folge: Die ukrainische Luftwaffe fängt derzeit nur noch etwa 60 Prozent dieser Jet-Drohnen ab - zuvor lag die Quote bei rund 90 Prozent. Für die Ukraine entsteht damit eine neue technologische Herausforderung, auf die auch ihre westlichen Unterstützer reagieren müssen. Dabei geht es ausdrücklich nicht um einen russischen Drohnenangriff auf NATO-Staaten, sondern um die Lehren aus dem Krieg in der Ukraine. Die NATO will in den kommenden fünf Jahren mehr als 40 Milliarden US-Dollar in Counter-Drone-Fähigkeiten investieren. Für Unternehmen wie ZenaTech (ISIN: CA98936T2083) könnte dieser technologische Wettlauf interessant werden. Die Tochter ZenaDrone entwickelt mit dem Interceptor P-1 eine günstige autonome Abfangdrohne und mit Zena AI die dazugehörige KI-Software. Ob dieses System die neuen russischen Jet-Drohnen überhaupt zuverlässig abfangen könnte, ist bislang allerdings nicht belegt.
Nur noch 60 statt 90 Prozent abgefangen
Die neuen Reuters-Daten zeigen, wie schnell sich die Anforderungen an die Luftverteidigung verändern. Strahlgetriebene Shahed-Varianten erreichen größere Geschwindigkeiten und operieren teilweise in Höhen von vier bis sieben Kilometern. Damit geraten sie außerhalb der Reichweite bestimmter mobiler ukrainischer Abwehrteams, die unter anderem mit schultergestützten Flugabwehrwaffen arbeiten. Die Auswirkungen sind erheblich. Während zuvor etwa 90 Prozent dieser Drohnen abgefangen wurden, liegt die ukrainische Abfangquote laut Reuters derzeit bei rund 60 Prozent. Das bedeutet nicht, dass 40 Prozent aller russischen Drohnen die ukrainische Luftverteidigung überwinden. Die Quote bezieht sich auf die hier betrachtete Kategorie der strahlgetriebenen Drohnen.
2.100 Jet-Drohnen allein im September
Auch die Masse wird zum Problem. Russland setzte im September laut Reuters bereits rund 2.100 dieser Drohnen sowie 136 Raketen ein. Die Angriffe richteten sich unter anderem gegen Häfen, Eisenbahninfrastruktur und Industrieanlagen in der Ukraine. Für die Verteidiger entsteht daraus eine schwierige Kombination: Ein Abwehrsystem muss schnell genug sein, um die neuen Jet-Drohnen zu erreichen, gleichzeitig aber günstig und in ausreichender Stückzahl produziert werden können. Genau das unterscheidet den Drohnenkrieg zunehmend von klassischer Luftverteidigung. Es reicht nicht mehr, technisch besonders leistungsfähige Interceptoren zu besitzen. Sie müssen auch in einer Stückzahl verfügbar sein, die große Angriffswellen wirtschaftlich bewältigen kann.
Die Ukraine sucht dringend nach neuen Interceptoren
Reuters zufolge arbeitet die Ukraine deshalb an neuen Abfanglösungen. Interceptor-Drohnen spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Herausforderung liegt jedoch nicht nur in der Technologie, sondern auch in der Finanzierung der Massenproduktion. Präsident Wolodymyr Selenskyj beziffert die noch nicht finanzierte Lücke für zusätzliche ukrainische Verteidigungsausgaben 2026 auf rund 27 Milliarden US-Dollar. Der Finanzbedarf betrifft nicht ausschließlich Drohnen oder Luftverteidigung und darf deshalb nicht als 27-Milliarden-Dollar-Drohnenprogramm verstanden werden. Er zeigt aber, unter welchem finanziellen Druck die Ukraine ihre Verteidigung weiterentwickeln muss. Europa reagiert bereits. Die EU kündigte zuletzt die Auszahlung von 3,3 Milliarden Euro an die Ukraine an, die für die Beschaffung von Raketen und Drohnen eingesetzt werden sollen.
Auch Macron fordert mehr Interceptoren
Wie akut das Thema geworden ist, zeigt eine weitere Meldung vom 22. September. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte nach Gesprächen mit Donald Trump, dass die Unterstützung der ukrainischen Energieinfrastruktur und die Bereitstellung zusätzlicher Interceptoren Priorität hätten. Gleichzeitig wird über Möglichkeiten gesprochen, Angriffe auf Energieanlagen einzudämmen. Damit geht es nicht darum, dass sich Russland und westliche Staaten unmittelbar in einem Drohnenkrieg gegenüberstehen. Vielmehr beobachten europäische NATO-Staaten sehr genau, welche Technologien in der Ukraine funktionieren - und welche nicht.
40 Milliarden Dollar für die nächste Generation der Drohnenabwehr
Diese Erkenntnisse schlagen inzwischen direkt auf die Beschaffungspläne der NATO durch. Beim NATO Summit Defence Industry Forum kündigten die Mitgliedstaaten an, in den kommenden fünf Jahren mehr als 40 Milliarden US-Dollar in Counter-Drone-Fähigkeiten zu investieren. Gleichzeitig soll bis Ende 2027 die fünffache Zahl an Drohnenoperatoren ausgebildet werden. Mit "Drone Edge" will die NATO außerdem einen Marktplatz schaffen, über den getestete und NATO-kompatible Counter-Drone-Systeme schneller beschafft werden können. Der Krieg in der Ukraine dient dabei als technologischer Erfahrungsraum. Die NATO selbst erklärt ausdrücklich, reale Erkenntnisse aus der Ukraine für die Weiterentwicklung ihrer Drohnen- und Counter-Drone-Fähigkeiten zu nutzen.
ZenaTech setzt auf Interceptoren für unter 5.000 Dollar
Genau hier entsteht die Verbindung zu ZenaTech. Die Tochter ZenaDrone entwickelt mit dem Interceptor P-1 eine autonome Einweg-Abfangdrohne. Der P-1 soll gegnerische Drohnen physisch abfangen und wird von ZenaTech als günstigere Ergänzung zu traditionellen raketenbasierten Abwehrsystemen positioniert. Das Unternehmen nennt einen angestrebten Verkaufspreis von unter 5.000 US-Dollar. Wichtig: Dabei handelt es sich um einen Zielpreis und nicht um einen bestätigten Preis eines bereits in Serie produzierten Systems. ZenaDrone begann Ende Juli mit der ersten Flugtestphase. Spätere Entwicklungsstufen sollen autonome Zielverfolgung, Abfangversuche gegen bewegliche Ziele, Multi-Drohnen-Szenarien und die Integration mit Zena AI umfassen.
Zena AI soll die Abfangdrohnen steuern
ZenaTech entwickelt parallel eine KI-gestützte Counter-UAS-Software. Zena AI soll Bedrohungen erkennen und verfolgen sowie Interceptor-Drohnen koordinieren. Gerade gegen schnellere Flugobjekte könnte eine automatisierte Reaktionskette grundsätzlich an Bedeutung gewinnen: Je schneller ein Ziel fliegt, desto weniger Zeit bleibt zwischen Erkennung, Klassifizierung und Abfangentscheidung. Doch auch hier gilt die entscheidende Einschränkung: Zena AI befindet sich in Entwicklung. Es ist bislang nicht nachgewiesen, dass die Kombination aus Zena AI und P-1 die von Reuters beschriebenen russischen Jet-Drohnen zuverlässig erkennen und abfangen könnte.
Die neuen Jet-Drohnen sind damit Chance und technischer Stresstest zugleich
Für ZenaTech ist die aktuelle Entwicklung deshalb keineswegs automatisch positiv. Einerseits wächst der Bedarf an günstigeren Counter-UAS-Systemen. Andererseits entwickelt sich auch die Bedrohung weiter. Eine Abfangdrohne, die gegen langsamere Ziele funktioniert, muss nicht zwangsläufig gegen schnellere und höher fliegende Jet-Drohnen erfolgreich sein. Genau deshalb werden für ZenaTech die kommenden Testphasen entscheidend. Das Unternehmen muss zeigen, welche Geschwindigkeiten und Einsatzprofile der P-1 tatsächlich bewältigen kann und wie zuverlässig das Gesamtsystem unter realistischen Bedingungen funktioniert.
Kanada öffnet ZenaTech immerhin einen staatlichen Beschaffungsweg
Parallel hat ZenaTech einen ersten institutionellen Schritt gemacht. Am 17. September wurde das Unternehmen als qualifizierter Lieferant für Kanadas Defence Drone Initiative Marketplace ausgewählt. Dadurch kann ZenaTech künftig um passende Drohnenanforderungen der Canadian Armed Forces und der Canadian Coast Guard konkurrieren. Die kanadische Initiative soll Entwicklung, Erprobung und Produktion unbemannter sowie autonomer Systeme beschleunigen. Aber auch hier ist die Abgrenzung wichtig: Die Aufnahme in den Marketplace ist kein Auftrag. Die kanadische Regierung hat dadurch weder P-1-Drohnen bestellt noch ZenaTech einen bestimmten Umsatz garantiert. Das Unternehmen erhält lediglich Zugang zu einem vorqualifizierten Beschaffungskanal.
Der aktuelle Umsatz kommt weiterhin überwiegend aus Drone as a Service
Auch die Finanzzahlen zeigen, wie früh ZenaTechs Defense-Geschäft noch ist. Im ersten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 8,40 Millionen kanadischen Dollar, gegenüber 1,14 Millionen kanadischen Dollar im Vorjahresquartal. Davon entfielen rund 7,81 Millionen kanadische Dollar auf das Drone-as-a-Service-(DaaS)-Segment. Der Nettoverlust vor sonstigen Erträgen und Aufwendungen lag gleichzeitig bei rund 26,55 Millionen kanadischen Dollar. Die heutige Umsatzbasis wird damit nicht von P-1 oder großen militärischen Counter-UAS-Aufträgen getragen. Für Anleger bleibt die Defense-Sparte eine Wachstumsoption, deren kommerzieller Erfolg erst nachgewiesen werden muss.
Fazit: Die Luftverteidigung muss mit der Drohnentechnik Schritt halten
2.100 strahlgetriebene Drohnen im September und eine Abfangquote von nur noch rund 60 statt zuvor 90 Prozent: Die aktuellen Zahlen aus der Ukraine zeigen, wie schnell sich der technologische Wettlauf in der Luftverteidigung verändert. Das bedeutet nicht, dass Russland mit diesen Drohnen einen Krieg gegen den Westen führt. Die Angriffe finden im Rahmen des russischen Krieges gegen die Ukraine statt. Für westliche Staaten ist die Entwicklung dennoch relevant, weil sie die Ukraine militärisch unterstützen und gleichzeitig Konsequenzen für die eigene Luftverteidigung ziehen. Die NATO plant mehr als 40 Milliarden US-Dollar für Counter-Drone-Fähigkeiten und will Erkenntnisse aus der Ukraine in die eigenen Systeme übertragen. Für ZenaTech (ISIN: CA98936T2083) entsteht daraus eine interessante, aber noch unbewiesene Chance. Mit P-1 und Zena AI entwickelt das Unternehmen genau jene Kombination aus günstigem Interceptor und automatisierter Steuerung, nach der der Markt zunehmend sucht. Ob die Technologie allerdings mit der nächsten Generation schneller Jet-Drohnen mithalten kann, muss ZenaTech erst beweisen. Genau das dürfte für Anleger wichtiger werden als jede Marktprognose: Nicht wie groß der Counter-UAS-Markt wird, sondern ob ZenaTech ein System entwickeln kann, das gegen die Bedrohungen von morgen tatsächlich funktioniert.
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Lassen Sie sich in den Verteiler für Zena Tech oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler Zena Tech" und/oder "Nebenwerte".
Zena Tech
Land: Canada, Toronto
ISIN: CA98936T2083
WKN: A40HQQ
https://www.zenatech.com
Quellen
Reuters - Jet-powered Russian drones strain Ukraine's air defences - 22. September 2026
https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/jet-powered-russian-drones-strain-ukraines-air-defences-2026-09-22/
Reuters - Ukraine proposes record defence spending next year as war costs soar - 16. September 2026
https://www.reuters.com/business/finance/ukraine-proposes-record-defence-spending-next-year-war-costs-soar-2026-09-16/
Reuters - EU to disburse €3.3 billion to Ukraine to procure missiles and drones - 17. September 2026
https://www.reuters.com/world/eu-disburse-33-billion-ukraine-procure-missiles-drones-von-der-leyen-says-2026-09-17/
Reuters - Macron says he discussed Ukraine-Russia energy truce ideas with Trump - 22. September 2026
https://www.reuters.com/world/macron-says-he-discussed-ukraine-russia-energy-truce-ideas-with-trump-2026-09-22/
NATO - NATO Allies invest 40 billion dollars in counter-drone capabilities and drone training - 7. Juli 2026
https://www.nato.int/en/news-and-events/articles/news/2026/07/07/nato-allies-invest-40-billion-dollars-in-counter-drone-capabilities-and-drone-training
NATO - Remarks by NATO Secretary General Mark Rutte on NATO Drone Edge - 7. Juli 2026
https://www.nato.int/en/news-and-events/events/transcripts/2026/07/07/remarks-by-nato-secretary-general-mark-rutte-on-nato-drone-edge-at-the-nato-summit-defence-industry-forum
ZenaTech - ZenaDrone Begins Testing Phase for Interceptor P-1 Counter-UAS Drone Platform - 28. Juli 2026
https://www.zenatech.com/zenatechs-zenadrone-begins-testing-phase-for-interceptor-p-1-counter-uas-drone-platform/
ZenaTech - Integrated Counter-UAS System Pairing Interceptor P-1 with Zena AI - 24. März 2026
https://www.zenatech.com/zenatech-developing-an-integrated-counter-uas-system-pairing-the-interceptor-p-1-low-cost-drone-with-zena-ai-detection-and-swarm-command-software/
ZenaTech - Selected for Canada's Defence Drone Initiative Marketplace - 17. September 2026
https://www.zenatech.com/zenatech-selected-for-canadas-defence-drone-initiative-marketplace-expanding-opportunities-for-zenadrones-ai-powered-autonomous-drone-solutions/
SEC - ZenaTech Management Discussion & Analysis - Three Months Ended March 31, 2026
https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1997403/000137647426000412/zt_ex99z2.htm
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