FRANKFURT/NEW YORK (dpa-AFX) - Nach enttäuschenden Signalen von Nike rücken am Freitag auch die Aktien von Adidas und Puma negativ ins Blickfeld. Piral Dadhania von der kanadischen Investmentbank RBC hob bei dem US-Konkurrenten der beiden deutschen Sportartikelhersteller den Ergebnisausblick für das Gesamtjahr hervor, der klar unter dem Konsens liege.
Die Nike-Aktien sackten im außerbörslichen Handel um mehr als acht Prozent ab, womit sie ihr Jahresminus wohl nochmals deutlich ausweiten. Laut einem Börsianer sind die Probleme bei dem US-Konzern aber weitgehend "hausgemacht" und entsprechend fielen die Aktien der deutschen Hersteller vorbörslich moderater. Das Adidas-Minus betrug auf Tradegate zuletzt 0,4 Prozent, während Puma dort im Vergleich zum Xetra-Schluss 1,3 Prozent einbüßten. Laut Marktteilnehmern könnten in London auch die Aktien von JD Sports belastet werden.
Nike erzielte im ersten Geschäftsquartal zwar einen stärkeren Gewinn als erwartet, doch der Fokus des Marktes richtete sich auf die Jahresziele, die laut einem Börsianer auf einen anhaltenden Wachstumsdruck hindeuteten. Das Unternehmen erwarte für dieses Jahr einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich, während der Konsens bei einem Minus von 2,4 Prozent gelegen habe. Die Umsatzflaute zwingt Nike dazu, die Sanierungsstrategie mit einem angekündigten Stellenabbau und umfassenden Geschäftsumbau zu überdenken.
Bei Adidas kommt hinzu, dass der Konzern Analysten in einem Briefing zu den anstehenden Resultaten darauf einstellte, dass sich das operative Ergebnis in diesem Jahr noch stärker in das Schlussquartal verschieben dürfte. Darauf wiesen Experten von RBC und Jefferies hin./tih/ag/jha/
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