3. Quartal 2026 -
AKTIEN Auf und nieder - in toto seitwärts, lautet die Kurzbeschreibung der Kursentwicklungen in europäischen und amerikanischen Aktien im dritten Quartal des Jahres. Der Aufwärtstrend aus dem zweiten Quartal hielt im Lauf des Juli noch an - hieran schlossen sich dann aber an nahezu sämtlichen Aktienmärten rund um den Globus, in Anleihen in den Kernwährungen sowie auch in den Edelmetalle schwächere Kurse an. Insbesondere der September war ein Monat, in dem man seine Assets - mit der Ausnahme von Cash - nirgends wertstabil anlegen konnte.
Der wieder aufgeflammte Konflikt um die Straße von Hormus - und damit einhergehend wieder steigende Ölpreise - belasteten die Märkte. Zunehmend geht man hier - ähnlich wie in der Ukraine - von einem langfristigen Kriegsherd aus. Dies führte unmittelbar zu den Erwartungen an weiter steigende Zinsen in den USA und Europa. Ferner führt die Entwicklung im Iran und der Ukraine aber auch zu einem mittel- und langfristigen Problem: Die mit beiden Kriegen verbundenen stark steigenden Staatsausgaben führen zu steigenden Sorgen über die Staatshaushalte und die hiermit verbundenen Bonitäten. Beides - steigende Zinsen und verschlechternde Staatsbonitäten - führten bei fallenden Anleihekursen zu steigenden Renditen. US-Bonds notieren aktuell an ihren Rendite-Peaks.
Die Kirsche auf der Torte waren aufkommenden Sorgen über die Effektivität von KI, wodurch Technologie Aktien besonders litten.
Dennoch sehen wir für das vierte Quartal und auch 2027ff weiter steigende Aktienkurse. Für die Kapitalmärkte wurde der Ukraine-Krieg aus 2022 zum Alltag und die explodierten Staatsschulen - spätestens seit der Griechenland-Krise von 2010-2015 - sind auch kein Novum. Und so wird auch der - noch langfristig anhaltende - Konflikt um die Straße von Hormus und die hiermit einhergehenden dauerhaft höheren Ölpreise für die Märkte ein Teil des Alltages werden.
