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Ein Metall, das lange vor allem Industriespezialisten kannten, erhält politische Priorität: Im September wurde eine Investitionszusage des US-Verteidigungsministeriums über 450 Millionen US-Dollar für The Elmet Group (ISIN: US2893951051) bekannt. Das Kapital soll die amerikanische Wolframversorgung stärken - von der Rohstoffbeschaffung über die Verarbeitung bis zur Fertigung anspruchsvoller Komponenten.
Für Anleger ist das ein konkretes Signal. Washington will die Abhängigkeit seiner Industrie durch neue Kapazitäten und verlässlichere Bezugsquellen verringern. Damit stellt sich eine Frage, die weit über einen einzelnen Förderempfänger hinausgeht: Woher kommt künftig das Wolfram für neue westliche Lieferketten?
Warum Geld für Minen allein nicht reicht
Die geplante Mittelverwendung zeigt, wie umfassend die Aufgabe ist. Elmet zufolge sind mehr als 165 Millionen Dollar für amerikanische Fertigungsstandorte vorgesehen. Rund 150 Millionen Dollar sollen in den Springer-Wolframkomplex in Nevada fließen, insbesondere zur Wiederaufnahme und Erweiterung der Verarbeitung zu Ammoniumparawolframat, einem wichtigen Zwischenprodukt.
Eine neue Geschäftseinheit soll zudem Beschaffung, Raffination und Materiallieferungen koordinieren. Das Paket betrifft damit mehrere Stufen der Wertschöpfung.
Diese Unterscheidung ist wichtig: Eine Mine allein schafft noch keine vollständige Versorgungskette. Das gewonnene Material muss aufbereitet, chemisch verarbeitet und zu Produkten gefertigt werden, die anspruchsvolle industrielle Anforderungen erfüllen. Neue Rohstoffquellen und Verarbeitungskapazitäten müssen deshalb gemeinsam entstehen.
Almonty macht den nächsten Schritt
Wie zusätzliche Versorgung außerhalb Chinas konkret werden kann, zeigt Almonty Industries (ISIN: CA0203987072). Am 21. September meldete das Unternehmen die abschließende Betriebszertifizierung für die Verarbeitungsanlage und Brecheranlagen seiner Sangdong-Mine in Südkorea.
Die am 17. September ausgestellten Bescheinigungen erlauben nach Unternehmensangaben den kommerziellen Betrieb und den Verkauf des Wolframkonzentrats. Bereits seit Juni wurde Erz durch die Anlage geführt. Mit der Zertifizierung folgt nun ein entscheidender Schritt von der Inbetriebnahme zur kommerziellen Produktion.
Auch der Absatz ist weitgehend abgesichert: Laut Almonty deckt der im Juli angepasste Vertrag mit Global Tungsten & Powders mehr als 90 Prozent der Phase-I-Produktion ab. Die Laufzeit beträgt 21 Jahre ab der ersten Lieferung.
Damit rücken der Produktionshochlauf und zuverlässige Lieferungen in den Mittelpunkt. Die strategische Bedeutung des Metalls schafft ein relevantes Marktumfeld; operativen Erfolg muss Almonty dennoch im laufenden Betrieb nachweisen.
Kanada setzt auf Sisson
Die Suche nach weiteren Bezugsquellen führt auch nach Kanada. Im November 2025 überwies die Regierung das Sisson-Projekt in New Brunswick an das Major Projects Office. Die offizielle Mitteilung hebt dessen Potenzial hervor, Kanada zu einem verlässlichen Wolframlieferanten für heimische und verbündete Industrien zu machen.
Diese politische Einordnung ersetzt weder Projektentwicklung noch Finanzierung. Sie zeigt aber, dass Wolfram inzwischen auch unter dem Gesichtspunkt nationaler Versorgungssicherheit betrachtet wird. Für Projekte in etablierten Rohstoffregionen entsteht dadurch ein zusätzlicher strategischer Kontext.
Makenita: Größere Fläche, wenige ausstehende Aktien
Direkt an Sisson grenzt das Sisson-West-Projekt von Makenita Resources (ISIN: CA5609251098). Das Unternehmen vergrößerte sein zusammenhängendes Konzessionsgebiet im Juli von 9.845 auf 22.665 Acres - mehr als eine Verdoppelung.
Makenita verfügt über eine enge Aktienstruktur mit vergleichsweise wenigen ausstehenden Aktien. In seiner Mitteilung vom 24. Juli nannte das Unternehmen lediglich etwas mehr als 35 Millionen Aktien. Weitere Finanzierungen könnten diese Zahl erhöhen.
Neue Flugmessungen und historische regionale Daten lieferten außerdem ein abgegrenztes magnetisches Ziel. Makenita interpretiert die Anomalie als mögliche zusätzliche Intrusion in der Tiefe an der Westflanke des Howard-Peak-Granodiorits.
Das Unternehmen kündigte an, ein Bohrprogramm zur Prüfung dieses Ziels auszuarbeiten. Für Sisson West wurde bislang keine Mineralressource definiert. Die Nähe zum Nachbarprojekt und eine magnetische Anomalie beweisen weder eine Wolframentdeckung noch eine wirtschaftliche Lagerstätte. Entscheidend werden die Untersuchungen im Gestein.
Fazit
Die 450-Millionen-Dollar-Zusage verdeutlicht, dass eine verlässlichere Wolframversorgung inzwischen konkrete Investitionen auslöst. Rohstoffbeschaffung, Verarbeitung und Fertigung müssen dabei gemeinsam entwickelt werden. Zusätzliche Lagerstätten außerhalb Chinas könnten deshalb langfristig an Bedeutung gewinnen.
Almonty steht mit Sangdong bereits vor der Aufgabe, den kommerziellen Betrieb hochzufahren. Makenita befindet sich dagegen in einer frühen Explorationsphase. Das vergrößerte Sisson-West-Gebiet, das geophysikalische Ziel und die enge Aktienstruktur mit wenigen ausstehenden Aktien bilden den Unternehmenskontext. Einen Nachweis wirtschaftlicher Mineralisierung liefern sie nicht.
Eine Finanzierung oder Geschäftsbeziehung zwischen Makenita und Elmet ist durch die genannten Quellen nicht belegt. Der Zusammenhang bleibt thematisch. Anleger sollten daher auf konkrete Bohrplanungen, deren Finanzierung und anschließend auf belastbare Ergebnisse achten. Bei positiven Resultaten wären weitere technische Arbeiten, Genehmigungen und Kapital notwendig.
Washington finanziert den Aufbau widerstandsfähigerer Lieferketten. Ob Sisson West künftig einen Beitrag leisten könnte, muss zunächst die Exploration zeigen.
Quellen:
https://www.defensenews.com/news/pentagon-congress/2026/09/30/why-the-pentagon-just-dropped-450m-on-tungsten-mining
https://www.makenitaresources.com/
Wolfram schlägt alle kritischen Rohstoffe: 622 Prozent Preisanstieg - doch woher kommt nach Almonty die nächste westliche Lagerstätte?? | wallstreetONLINE -
05.09.2026
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ISIN: CA5609251098
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