AMSTERDAM (dpa-AFX) - Das Biotechunternehmen Argenx hat bei seinen Medikamententests einen Rückschlag hinnehmen müssen. Das Unternehmen stoppte eine weit vorangeschrittene Phase-III-Studie mit dem Wirkstoff Efgartigimod Sc zur Behandlung des Sjögren-Syndroms. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, zu deren Symptomen unter anderem starke Erschöpfung und extreme Trockenheit von Mund und Augen gehören. Eine Zwischenanalyse habe gezeigt, dass das wichtigste Ziel der Tests nicht erreicht werden könne, teilte Argenx zur Begründung am Donnerstag mit.
In der Studie sollte untersucht werden, ob sich die Aktivität der Krankheit nach 48 Wochen stärker verringert als bei der Vergabe eines Placebo. Die Aktie rutschte vorbörslich auf die Nachricht deutlich ab.
Argenx erwirtschaftet sein Geld derzeit zu fast 100 Prozent mit dem Wirkstoff Efgartigimod Alfa, der zur Behandlung der schweren Muskelschwächekrankheit Myasthenia gravis (Mg) eingesetzt wird. Das Unternehmen ist daher auf der Suche auch nach anderen Wachstumstreibern.
Gleichzeitig erzielte Argenx zuletzt mit dem Wirkstoffkandidaten FB102 in einer Studie der mittleren Phase - also Phase II - zur Behandlung von Zöliakie ein positives Ergebnis. Das wichtigste Ziel der Tests sei erreicht worden, hieß es in einer weiteren Meldung vom Donnerstag. Bei der Autoimmunerkrankung Zöliakie wird der Dünndarm durch Gluten geschädigt. Das Unternehmen will den Wirkstoff nun weiterentwickeln und in die entscheidende Studienphase III überführen./tav/mis/stk




