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1,2 Billionen Euro für Europas Aufrüstung: Woher kommt das Antimon für den Rüstungsboom?

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Europa plant eine gewaltige Beschaffungswelle. Nach einer am 28. September veröffentlichten Recherche von Investigate Europe wollen die europäischen NATO-Mitglieder zwischen 2025 und 2030 rund 1,2 Billionen Euro für Waffen und Ausrüstung ausgeben. Die Schätzung basiert auf Zahlen des International Institute for Strategic Studies und Informationen nationaler Regierungen.

Gemeint ist kein gemeinsamer EU-Haushalt, sondern die Summe geplanter nationaler Beschaffungen. Hinter der Zahl stehen neue Fahrzeuge, Luftverteidigungssysteme, Elektronik und Munition.

Doch selbst umfangreiche Budgets beantworten eine entscheidende Frage nicht: Woher kommen die Materialien, mit denen Europas Industrie diese Aufträge erfüllen soll?

Europas Beschaffung trifft auf lange Entwicklungszeiten

Die Recherche beschreibt eine fragmentierte Rüstungslandschaft. Nationale Einkaufsprogramme erschweren gemeinsame Beschaffung und große Produktionsserien. Für Rohstofflieferketten kommt eine weitere Herausforderung hinzu: Neue Nachfrage lässt sich schneller beschließen als zusätzliche Förderung aufbauen.

Während Hersteller ihre Fabriken erweitern können, müssen Bergbauunternehmen zunächst Vorkommen erkunden, Ressourcen definieren und die wirtschaftliche Gewinnbarkeit prüfen. Danach folgen Genehmigungen, Finanzierung und Bau.

Für Anleger entsteht daraus eine zweite Ebene des Rüstungsbooms. Neben den Herstellern fertiger Systeme verdienen auch die Materialien Aufmerksamkeit, auf denen deren Produktion beruht. Antimon ist eines dieser weniger bekannten Metalle.

Antimon wird zur Sicherheitsfrage

Antimonverbindungen werden unter anderem in Flammschutzmitteln und bestimmten militärischen Zündmitteln eingesetzt. Besonders Antimontrisulfid besitzt Bedeutung für Munitionsanwendungen.

Wie konkret die Versorgung inzwischen behandelt wird, zeigt Perpetua Resources (ISIN: CA7142661031). Das Unternehmen entwickelt das Stibnite-Gold-Antimon-Projekt in Idaho und arbeitet mit der US Army und dem Idaho National Laboratory an einer heimischen Antimontrisulfid-Lieferkette.

Eine gestartete Pilotanlage soll die technische Entwicklung unterstützen. Nach Unternehmensangaben erhielt Perpetua seit 2022 mehr als 87 Millionen US-Dollar an Förderzusagen von US-Verteidigungsstellen und der Army.

Das Beispiel zeigt: Die Absicherung militärischer Produktion beginnt lange vor der Endmontage. Sie umfasst auch Rohstoffgewinnung, Verarbeitung und die Qualifikation industrieller Vorprodukte.

Aus Europas Beschaffungsplänen lässt sich allerdings kein konkreter zusätzlicher Antimonbedarf berechnen. Die strategische Verbindung liegt in der Versorgungssicherheit.

Yugo untersucht Antimon und Gold in Bosnien

Eine europäische Explorationsregion ist Bosnien und Herzegowina. Dort untersucht Yugo Metals Ltd. (ISIN: AU0000404998) beim Sinjakovo-Projekt ein polymetallisches System mit Gold, Silber, Kupfer und Antimon.

Nach Unternehmensangaben lieferten einzelne Gesteinsproben Spitzenwerte von bis zu 4,5 Prozent Antimon. Auch in Bohrungen wurde das Metall nachgewiesen. Am Erak-Ziel meldete Yugo vier Meter mit 0,25 Prozent Antimon, zusammen mit Gold, Silber und Kupfer.

Die auffälligsten jüngeren Bohrergebnisse betreffen bislang Gold: Yugo berichtete über 36,1 Meter mit durchschnittlich 2,3 Gramm Gold je Tonne, darunter drei Meter mit 14,5 Gramm und ein Meter mit 42,5 Gramm je Tonne.

Damit untersucht das Unternehmen ein System, dessen Potenzial über einen einzelnen Rohstoff hinausreichen könnte. Welche wirtschaftliche Bedeutung Antimon darin besitzt, müssen weitere Arbeiten zeigen.

Spitzenwerte aus Gesteinsproben sind keine Durchschnittsgehalte einer Lagerstätte. Auch Bohrabschnitte müssen durch zusätzliche Ergebnisse räumlich eingeordnet werden. Eine definierte Antimonressource liegt bislang nicht vor.

Fazit

Europas geplante Ausgaben von 1,2 Billionen Euro für Waffen und Ausrüstung verdeutlichen die Größenordnung der industriellen Aufgabe. Der Aufbau belastbarer Rohstofflieferketten gehört dazu. Perpetuas staatlich unterstützte Antimonarbeiten zeigen, dass diese Frage in den USA bereits konkrete Investitionen auslöst.

Yugo Metals bietet einen frühen Explorationsansatz in Bosnien. Bei Sinjakovo wurde Antimon innerhalb eines goldhaltigen Systems nachgewiesen. Daraus ergibt sich ein zusätzlicher Untersuchungsschwerpunkt, jedoch noch keine wirtschaftlich bewertete Antimonlagerstätte. Eine Beteiligung an europäischen Beschaffungsprogrammen oder eine Lieferbeziehung zu Rüstungsunternehmen ist nicht bekannt.

Für Anleger zählen deshalb weitere Bohrungen, die Ausdehnung und Kontinuität der Mineralisierung klären. Metallurgische Tests, Ressourcendefinition, Genehmigungen und Finanzierung bleiben wesentliche Hürden auf einem möglichen Entwicklungsweg. Ebenso entscheidend ist, welche Rolle Antimon neben Gold, Silber und Kupfer tatsächlich spielen könnte.

Europa kann Milliarden für neue Waffen bereitstellen. Ob Sinjakovo künftig einen Beitrag zur Rohstoffversorgung leisten kann, muss Yugo durch belastbare Ergebnisse beweisen.


Quellen

https://investors.lockheedmartin.com/node/53061/pdf?utm_source=chatgpt.com
https://www.yugometals.com/
https://www.investigate-europe.eu/posts/the-race-to-rearm-fragmented-military-spending-is-costing-europe-billions

Lassen Sie sich in den Verteiler für Yugo Metals oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler Yugo Metals" oder "Nebenwerte".

Yugo Metals Ltd
Land: Australien
ISIN: AU0000404998
Yugo Metals

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