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67.000 Tonnen aus China, 840 aus Österreich: Europas Wolframproblem beginnt in den Minen

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Zwei Produktionszahlen zeigen, wie ungleich der globale Wolframmarkt verteilt ist: China förderte nach Schätzungen des US Geological Survey im Jahr 2025 rund 67.000 Tonnen Wolfram. Österreich kam auf 840 Tonnen. Obwohl das europäische Land über eine etablierte Wolframindustrie verfügt, entspricht seine Förderung damit nur einem kleinen Bruchteil der chinesischen Produktion.

Österreich steht dabei nicht für Europas gesamte Förderung. Der Vergleich verdeutlicht vielmehr die Größenordnung der Aufgabe: Wer zusätzliche Lieferketten aufbauen will, muss eine erhebliche Konzentration auf der Rohstoffseite überwinden.

Für Anleger führt das zu einer entscheidenden Frage: Welche Projekte können langfristig zusätzliche Versorgung ermöglichen - und welche müssen ihr geologisches Potenzial erst noch beweisen?

Neue Lieferketten brauchen mehr als neue Lieferanten

Wolfram ist für zahlreiche industrielle Anwendungen wichtig. Besonders deutlich wird seine Bedeutung bei Präzisionswerkzeugen für die Metallbearbeitung. Maschinenbau, Automobilproduktion, Luftfahrt und Verteidigung benötigen solche Werkzeuge und damit eine verlässliche Materialversorgung.

Die Suche nach Alternativen zur chinesischen Dominanz beginnt deshalb bereits bei den Minen. Bestehende Lieferanten können ihre Produktion nicht beliebig schnell ausweiten. Zusätzliche Förderung erfordert geeignete Lagerstätten, technische Untersuchungen, Genehmigungen, Finanzierung und schließlich den Bau oder Ausbau von Anlagen.

Auch Australien zeigt die begrenzte Größenordnung bestehender Alternativen. Seine Wolframförderung erreichte nach USGS-Schätzung 2025 rund 1.000 Tonnen. Das Land bietet einen weiteren Produktionsstandort, seine damalige Jahresförderung lag jedoch ebenfalls weit unter der chinesischen.

Die Konsequenz ist ein langfristiger Investitionsbedarf. Eine breitere Versorgung entsteht durch mehrere Projekte und unterschiedliche Entwicklungsstufen, von der Exploration bis zur Verarbeitung.

Europas Industrie verlangt zusätzliche Rohstoffquellen

Der VDMA-Fachverband Präzisionswerkzeuge beschreibt die Wolframversorgung in seinem Positionspapier vom September 2026 als strategische Herausforderung für Deutschland und Europa. Der Verband fordert ausdrücklich neue Bergbau- und Verarbeitungsprojekte außerhalb geopolitisch kritischer Regionen sowie strategische Rohstoffpartnerschaften.

Recycling gehört ebenfalls zur Lösung. Europa besitzt nach Einschätzung des Verbands erhebliche Kompetenz bei der Rückgewinnung und Verarbeitung von Wolfram. Sekundäre Rohstoffe können einen wichtigen Teil des Bedarfs decken.

Die Forderung nach neuen primären Quellen bleibt dennoch bestehen. Für Investoren eröffnet sich damit ein breiteres Thema als die kurzfristige Entwicklung eines Rohstoffpreises: Wie lässt sich eine industrielle Versorgung aufbauen, die auf mehr Herkunftsländern und zusätzlichen Lagerstätten beruht?

Makenita untersucht ein eigenes Ziel neben Sisson

Ein früher Explorationsansatz liegt in New Brunswick. Makenita Resources (ISIN: CA5609251098) hält dort das Sisson West Tungsten Project unmittelbar neben dem Sisson-Wolfram-Molybdän-Vorkommen.

Die Nachbarschaft ordnet das Projekt in ein bekanntes geologisches Umfeld ein. Für Makenita zählt jedoch, ob sich auf den eigenen Flächen relevante Mineralisierung nachweisen lässt.

Dafür meldete das Unternehmen im April 2026 den Beginn einer luftgestützten geophysikalischen Untersuchung. Im Juli berichtete Makenita anschließend über eine klar abgegrenzte magnetische Anomalie auf seinem Projektgebiet.

Die Auswertung kombiniert die neue Flugvermessung mit historischen regionalen Daten. Nach Unternehmensangaben deutet eine dreidimensionale Modellierung auf eine mögliche zusätzliche Gesteinsintrusion in der Tiefe hin. Diese wird auf der westlichen Seite des Howard-Peak-Granodiorits interpretiert.

Damit besitzt das Unternehmen einen konkreten Ansatzpunkt für weitere Untersuchungen. Das magnetische Signal allein beweist allerdings weder Wolframmineralisierung noch eine wirtschaftlich nutzbare Lagerstätte.

Wenige ausstehende Aktien, weitere Nachweise erforderlich

Makenita verfügt nach Angaben des Managements über eine kompakte Aktienstruktur mit vergleichsweise wenigen ausstehenden Aktien. Diese Kapitalstruktur gehört neben dem geologischen Fortschritt zu den Faktoren, die Anleger bei einem Explorationsunternehmen beurteilen sollten. Zusätzlicher Finanzierungsbedarf kann später zu Verwässerung führen.

Im Juli kündigte das Management an, Bohrpläne für das identifizierte Ziel auszuarbeiten. Außerdem beschreibt das Unternehmen strukturelle Hinweise und regionale Wolframwerte in glazialen Ablagerungen, die weitere Exploration begründen.

Der nächste entscheidende Erkenntnisgewinn müsste aus Untersuchungen kommen, die die Interpretation überprüfen. Wichtig sind deshalb ein konkreter Arbeitsplan, dessen Finanzierung und Ergebnisse von Bohrungen. Erst dann lässt sich besser beurteilen, ob aus dem geophysikalischen Ziel ein nachgewiesenes Vorkommen werden kann.

Fazit

Der Vergleich zwischen 67.000 Tonnen chinesischer Wolframförderung und 840 Tonnen aus Österreich zeigt, weshalb zusätzliche Herkunftsländer allein noch keine umfassende Versorgungssicherheit schaffen. Entscheidend sind auch ihre tatsächlichen Produktionsmengen und die Entwicklung weiterer Projekte. Europas Industrie benötigt deshalb eine Kombination aus Recycling, Verarbeitungskompetenz und zusätzlichen primären Rohstoffquellen.

Makenita steht mit Sisson West am Anfang dieses Entwicklungswegs. Das Unternehmen hat ein konkreter definiertes Explorationsziel neben einem bekannten Wolfram-Molybdän-Vorkommen und hebt seine kompakte Aktienstruktur mit vergleichsweise wenigen ausstehenden Aktien hervor. Ein eigener wirtschaftlicher Fund ist damit noch nicht belegt.

Für Anleger werden die nächsten überprüfbaren Fortschritte maßgeblich: Finanzierung, Durchführung eines Bohrprogramms und belastbare geologische Ergebnisse. Die Nachbarschaft zu Sisson ersetzt diese Nachweise ebenso wenig wie der europäische Rohstoffbedarf. Neue Lieferketten beginnen mit neuen Vorkommen - Makenitas Aufgabe ist es, das Potenzial auf den eigenen Flächen zu prüfen.


Quellen:

https://www.defensenews.com/news/pentagon-congress/2026/09/30/why-the-pentagon-just-dropped-450m-on-tungsten-mining/
https://www.makenitaresources.com/
Tungsten outperforms all critical minerals: A 622 per cent price rise - but where will the next Western deposit after Almonty come from? | wallstreetONLINE - 5 September 2026
https://www.ft.com/content/0cd95b53-4b99-42c9-9b3e-b1074ed88e12?syn-25a6b1a6=1

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Makenita Resources Inc.
Land: kanadisch
ISIN: CA5609251098
https://www.makenitaresources.com

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Enthaltene Werte: CA5609251098

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