Berlin - Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) kritisiert den Plan von Linken, Grünen und SPD in Berlin, die Kooperation zwischen Bildungsverwaltung und Bundeswehr zu beenden.
"Wir haben die Ergebnisse der Sondierungsvereinbarung zur Kenntnis genommen. Es ist jedoch völlig unverständlich, eine erst im Juni dieses Jahres geschlossene Kooperationsvereinbarung zu beenden", sagte Pistorius dem "Tagesspiegel". "Es würde zwar vermutlich nicht das Aus der Jugendoffiziere an Berliner Schulen bedeuten. Nach dem Sondierungsergebnis in Berlin läge es aber - noch mehr als jetzt - an den einzelnen Schulen, immer wieder neu zu prüfen, welche Referenten sie einladen könnten."
Dies werde dazu führen, dass Lehrkräfte "zunehmend unsicher" seien, ob Jugendoffiziere an Schulen "überhaupt noch politisch gewollt" seien, sagte Pistorius. Dabei habe sich der Einsatz der Jugendoffiziere an Schulen in vielen Bundesländern "sehr bewährt" und müsse auch von der Landesregierung in Berlin "weiterhin grundsätzlich gewollt" sein.
Die Bundeswehr brauche jetzt, da sich die Bedrohungslage verschärft habe, "eine unmissverständliche politische Unterstützung - auch auf Landesebene", sagte der SPD-Politiker. Die Beendigung der Kooperationsvereinbarung in Berlin wäre ein "Signal gegen die Bundeswehr" und "ihren wichtigen Auftrag". Dieses Signal dürfe nicht von Berlin ausgehen.
Die Jugendoffiziere leisteten einen "wichtigen bildungspolitischen Auftrag in unseren Schulen", sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums auf "Tagesspiegel"-Anfrage. Sie förderten die "kritische Auseinandersetzung" mit Themen zur "internationalen Sicherheitslage" und einen "offenen Dialog". Es gehe dabei "selbstverständlich nicht um Werbung" für die Bundeswehr oder "gar die Rekrutierung" von jungen Menschen.
Das Angebot werde bundesweit sehr gut angenommen. "Im Jahr 2024 wurden bundesweit knapp 5.590 Veranstaltungen mit rund 164.600 Teilnehmenden durchgeführt. 2025 waren es knapp 5.570 Veranstaltungen mit insgesamt rund 163.350 Teilnehmenden", sagte die Sprecherin des Verteidigungsministeriums. Für 2026 seien bislang rund 4.000 Veranstaltungen mit insgesamt rund 137.600 Teilnehmenden erfasst. Auf Grundlage des derzeitigen Stands an Anfragen werde für das Gesamtjahr 2026 mit rund 5.900 Veranstaltungen und etwa 206.000 Teilnehmenden gerechnet. Sollte sich diese Entwicklung bis zum Jahresende bestätigen, läge die Zahl der Veranstaltungen über dem Niveau der beiden Vorjahre. Bei den Teilnehmenden wäre "sogar noch deutlicheres Wachstum" zu erwarten.
"Wir haben die Ergebnisse der Sondierungsvereinbarung zur Kenntnis genommen. Es ist jedoch völlig unverständlich, eine erst im Juni dieses Jahres geschlossene Kooperationsvereinbarung zu beenden", sagte Pistorius dem "Tagesspiegel". "Es würde zwar vermutlich nicht das Aus der Jugendoffiziere an Berliner Schulen bedeuten. Nach dem Sondierungsergebnis in Berlin läge es aber - noch mehr als jetzt - an den einzelnen Schulen, immer wieder neu zu prüfen, welche Referenten sie einladen könnten."
Dies werde dazu führen, dass Lehrkräfte "zunehmend unsicher" seien, ob Jugendoffiziere an Schulen "überhaupt noch politisch gewollt" seien, sagte Pistorius. Dabei habe sich der Einsatz der Jugendoffiziere an Schulen in vielen Bundesländern "sehr bewährt" und müsse auch von der Landesregierung in Berlin "weiterhin grundsätzlich gewollt" sein.
Die Bundeswehr brauche jetzt, da sich die Bedrohungslage verschärft habe, "eine unmissverständliche politische Unterstützung - auch auf Landesebene", sagte der SPD-Politiker. Die Beendigung der Kooperationsvereinbarung in Berlin wäre ein "Signal gegen die Bundeswehr" und "ihren wichtigen Auftrag". Dieses Signal dürfe nicht von Berlin ausgehen.
Die Jugendoffiziere leisteten einen "wichtigen bildungspolitischen Auftrag in unseren Schulen", sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums auf "Tagesspiegel"-Anfrage. Sie förderten die "kritische Auseinandersetzung" mit Themen zur "internationalen Sicherheitslage" und einen "offenen Dialog". Es gehe dabei "selbstverständlich nicht um Werbung" für die Bundeswehr oder "gar die Rekrutierung" von jungen Menschen.
Das Angebot werde bundesweit sehr gut angenommen. "Im Jahr 2024 wurden bundesweit knapp 5.590 Veranstaltungen mit rund 164.600 Teilnehmenden durchgeführt. 2025 waren es knapp 5.570 Veranstaltungen mit insgesamt rund 163.350 Teilnehmenden", sagte die Sprecherin des Verteidigungsministeriums. Für 2026 seien bislang rund 4.000 Veranstaltungen mit insgesamt rund 137.600 Teilnehmenden erfasst. Auf Grundlage des derzeitigen Stands an Anfragen werde für das Gesamtjahr 2026 mit rund 5.900 Veranstaltungen und etwa 206.000 Teilnehmenden gerechnet. Sollte sich diese Entwicklung bis zum Jahresende bestätigen, läge die Zahl der Veranstaltungen über dem Niveau der beiden Vorjahre. Bei den Teilnehmenden wäre "sogar noch deutlicheres Wachstum" zu erwarten.
© 2026 dts Nachrichtenagentur
