Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt
Montana Aerospace: Montana Aerospace treibt Innovationspartnerschaft mit Airbus im Rahmen eines Flugzeugprogramms der nächsten Generation voran
Reinach (pta000/22.10.2026/07:30 UTC+2)
Asco, eine Tochtergesellschaft der Montana Aerospace AG, erreicht bedeutenden technologischen Meilenstein bei der Entwicklung einer hybriden Hecksekundärstruktur aus unterschiedlichen Materialien für Airbus
Montana Aerospace, ein führender, hochgradig vertikal integrierter Hersteller und Zulieferer von Systemkomponenten und komplexen Baugruppen für die Luftfahrtindustrie, treibt Forschung und Innovation kontinuierlich voran, um seine Kompetenzen über das Kerngeschäft mit Tragflächenstrukturen hinaus auszubauen. Die belgische Tochtergesellschaft Asco Industries mit Hauptsitz in Zaventem hat bei der Entwicklung einer innovativen, hybriden sekundären Heckstruktur (Rear Secondary Structure, RSS) aus Metall- und Verbundwerkstoffen für die nächste Generation von Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen von Airbus einen hohen technologischen Reifegrad erreicht. Damit stärkt Asco seine Entwicklungskompetenzen über das traditionelle Geschäft mit Tragflächenstrukturen hinaus.
Ein wesentlicher Entwicklungsmeilenstein wurde mit der erfolgreichen Präsentation einer Prototypenbaugruppe in Originalgröße vor einem breiten Kreis von Airbus-Vertretern in Toulouse erreicht. Die Demonstration fand im Rahmen einer abschließenden Projektüberprüfung bei Airbus statt und verdeutlichte den hohen technologischen Reifegrad der neu entwickelten Hybridstruktur.
Stärkung der technologischen Kompetenz von Montana Aerospace
Die Luftfahrt ebenso wie die Raumfahrt und zunehmend auch Anwendungen im Bereich unbemannter Luftfahrzeuge (UAV) und Drohnen treiben die Nachfrage nach leichteren, effizienteren und leistungsfähigeren Strukturen voran. Für Montana Aerospace ist die intelligente Kombination unterschiedlicher Materialien, Fertigungsverfahren und Technologien eine konsequente Erweiterung der bestehenden Kompetenzen in diesen Wachstumsmärkten.
Die Forschung und Entwicklung im Bereich hybrider Strukturen, wie sie im Rahmen des RSS-Programms vorangetrieben wird, ermöglicht es der Gruppe, sich von der Fertigung einzelner Komponenten hin zu technologisch anspruchsvolleren und stärker integrierten Lösungen weiterzuentwickeln. Langfristig können die Erkenntnisse aus der Entwicklungsarbeit in Zaventem mit der Material-, Engineering- und Fertigungskompetenz anderer Standorte von Montana Aerospace verknüpft werden. Auf diese Weise wird aus einem lokalen Forschungs- und Entwicklungsprojekt ein technologischer Baustein für die gesamte Gruppe.
Für Montana Aerospace ist die erfolgreiche Demonstration des Prototyps in Originalgröße daher weit mehr als ein einzelnes Entwicklungsprojekt von Asco. Sie ist ein konkreter Beleg dafür, wie gezielte Investitionen in Forschung und Innovation, die standortübergreifend innerhalb der Gruppe vorangetrieben werden, die Wettbewerbsposition als Partner für bestehende und künftige Flugzeuggenerationen stärken.
Paul Andreucci, Chief Commercial Officer von Montana Aerospace, erklärt: "Dieses Programm verdeutlicht den strategischen Wert von Forschung und Innovation für den kontinuierlichen Ausbau der technologischen Kompetenzen unserer Gruppe. Durch die Bündelung unserer Expertise in den Bereichen Materialien, Engineering und Fertigung innerhalb von Montana Aerospace können wir Lösungen entwickeln, die unser bestehendes Aerostructures-Portfolio ergänzen und neue Geschäftsmöglichkeiten sowohl für bestehende als auch für künftige Flugzeugplattformen eröffnen."
Im Rahmen der laufenden Innovationspartnerschaft zwischen Airbus und Asco wurde das Projekt im Jahr 2022 auf Grundlage einer gemeinsamen Forschungsvereinbarung (Collaborative Research Agreement) zwischen Airbus Airframe Propulsion in Toulouse und Asco gestartet. Die Zusammenarbeit umfasst den gesamten Entwicklungszyklus - vom Konzeptentwurf und der strukturellen Dimensionierung bis hin zur Fertigung von zwei Prototypenbaugruppen in Originalgröße im Jahr 2026.
Das entwickelte Konzept kombiniert Außenhautbauteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK), die im Resin-Transfer-Moulding-Verfahren (RTM) hergestellt werden, mit strukturellen Verbindungselementen aus Aluminium und Titan sowie thermoplastischen Spanten und spritzgegossenen thermoplastischen Komponenten. Ziel ist ein optimales Verhältnis zwischen Gewicht, Kosten und Herstellbarkeit bei künftig hohen Produktionsraten.
Im Vergleich zu bisherigen Lösungen reduziert das neue RSS-Konzept das Strukturgewicht durch den gezielten Einsatz von Verbundwerkstoffen. Gleichzeitig werden die Gesamtkosten insbesondere durch kürzere Installationszeiten bei der Endmontage des Flugzeugs gesenkt. Dank eines hochintegrierten Plug-and-Play-Montagekonzepts mit vollständiger Austauschbarkeit der Komponenten und vereinfachter Wartung im Betrieb ist die Struktur zudem für hohe Produktionsraten ausgelegt.
Jérôme Morhet, CEO von Asco, erklärt: "Dass wir bei diesem Programm einen derart hohen technologischen Reifegrad erreicht haben, ist das Ergebnis jahrelanger Entwicklungsarbeit unserer Teams in enger Zusammenarbeit mit Airbus. Es zeigt, dass Asco in der Lage ist, eine Struktur von der ersten Konzeptidee bis hin zu einem validierten, serienreifen Design zu entwickeln - und dies mit einer völlig neuen Materialkombination, nach den hohen Standards von Airbus und bei einer Komponente außerhalb unseres traditionellen Geschäfts mit Tragflächenstrukturen."
Nach den erfolgreichen Entwicklungsstudien und Demonstrationen in Originalgröße durch Asco plant Airbus, das Konzept auf Ebene des vollständigen Triebwerkspylons weiter zu evaluieren. Dazu gehören auch Einbauversuche mit dem Asco-Prototyp an einer repräsentativen Pylonstruktur für Flugzeuge der nächsten Generation.
Asco treibt die Diversifizierung in neue Flugzeugplattformen und Produktfamilien voran. Dabei stellen Pylonstrukturen und hybride Metall-Verbundwerkstoff-Lösungen mögliche Entwicklungsfelder dar, während das Unternehmen weiterhin auf seine Kernkompetenz bei komplexen Strukturbauteilen setzt. Im Bereich der Pylonkomponenten will Asco seine bestehende Expertise nutzen, um seine Position bei anspruchsvollen strukturellen Pylonbauteilen und Baugruppen auszubauen. Im Bereich hybrider Strukturen entwickelt das Unternehmen Metall-Verbundwerkstoff- und Multi-Material-Lösungen, die das langjährige Know-how in der Metallverarbeitung mit ergänzenden Technologien verbinden.
Mit diesem Meilenstein stärkt Montana Aerospace seine Position im Bereich der Entwicklung von Multi-Material-Strukturen für die Luftfahrt weiter. Der Standort in Belgien unterstützt die umfassendere Beteiligung der Gruppe an der Entwicklung von Flugzeugstrukturen der nächsten Generation innerhalb der Airbus-Lieferkette und erweitert damit das Tätigkeitsspektrum über das traditionelle Geschäft mit Tragflächenstrukturen hinaus.
Ansprechpartner für die Presse Jürgen Beilein Telefon: +43 664 831 2 841 E-Mail: communication@montana-aerospace.com
Pressefoto (c) Montana Aerospace Bildbeschreibung: Die erste RSS-Prototypenbaugruppe in Originalgröße mit Mitgliedern der Forschungs-, Innovations- und Entwicklungsteams von Asco sowie des Airbus-Teams im Rahmen einer Zwischenbesprechung im Composite Center von Asco in Zaventem, Belgien.
Über Montana Aerospace AG Die Montana Aerospace AG ist eine weltweit tätige Industriegruppe, die auf die Entwicklung und Produktion von Systemkomponenten und komplexen Baugruppen für die Luft- und Raumfahrtindustrie spezialisiert ist. Sämtliche Produkte und Lösungen basieren auf jahrzehntelanger Erfahrung und kommen überall dort zum Einsatz, wo höchste Anforderungen an Qualität, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit gestellt werden. An 16 Standorten in Europa, Nordamerika und Asien arbeiten rund 6.600 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an innovativen Technologien für die Luft- und Raumfahrt von morgen - auf Basis von Aluminium, Titan, Stahl und Verbundwerkstoffen. Als echter One-Stop-Shop bietet Montana Aerospace integrierte Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette - von der Entwicklung eigener Legierungen in den unternehmenseigenen Gießereien über Extrusion, CNC-Bearbeitung und Oberflächenbehandlung bis hin zur Vormontage. Damit erhalten Kunden umfassende Lösungen aus einer Hand, profitieren von kürzeren Durchlaufzeiten, einer geringeren Komplexität in der Beschaffung und höherer Flexibilität.
Über Asco Industries (Asco) Asco ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung, Fertigung und Montage von Hochauftriebsmechanismen, komplexen Strukturbaugruppen und sicherheitskritischen Komponenten für die zivile und militärische Luftfahrtindustrie. Als Tochtergesellschaft der Montana Aerospace AG bietet Asco Flugzeugherstellern (OEMs) und Tier-1-Kunden hochpräzise, einbaufertige Luftfahrtlösungen aus einer Hand. Mit rund 1.200 Mitarbeitenden an Standorten in Belgien, Deutschland, den USA und Kanada beliefert Asco führende Flugzeugprogramme von Airbus, Boeing, Embraer, Bombardier und Gulfstream sowie Verteidigungsprogramme von Lockheed Martin. Effiziente, nachhaltige Fertigungsprozesse und kontinuierliche Innovation bilden die Grundlage für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens.
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October 22, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)



