DJ S&P Global: Euroraum-Wirtschaft verliert an Fahrt im Oktober
Von Andreas Plecko
DOW JONES--Das Wachstum in der Eurozone hat im Oktober an Dynamik verloren. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - verringerte sich auf 51,9 Zähler von 53,1 im Vormonat, wie S&P Global im Zuge der ersten Veröffentlichung berichtete. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen schwächeren Rückgang auf 52,8 Punkte vorhergesagt.
Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf eine Schrumpfung. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes sank auf 52,4 Punkte von 52,9 im Vormonat. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 52,6 Zähler prognostiziert. Der Index für den Servicesektor fiel auf 51,7 Punkte von 53,0 im Vormonat. Ökonomen hatten einen Rückgang auf 52,8 Punkte erwartet.
"Die Eurozone-Wirtschaft ist mit anhaltend robustem Wachstum ins vierte Quartal gestartet, und der Flash-PMI deutet auf ein BIP-Wachstum von 0,3 Prozent im Quartalsvergleich hin", sagte S&P-Global-Chefvolkswirt Chris Williamson. "Das liegt zwar unter dem im September verzeichneten Tempo, gehört aber dennoch zu den besten Werten der letzten drei Jahre."
Maßgeblich gebremst habe das Wachstum der erneute Rückgang der Geschäftstätigkeit im französischen Dienstleistungssektor. Zwar könnte ein Teil der Schwäche Frankreichs mit Streiks und Unruhen zusammenhängen, die einige lokale Wirtschaftszweige beeinträchtigt haben, doch habe sich das Wachstum auch im Rest der Eurozone sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch im Servicesektor leicht abgeschwächt. Gleichzeitig sei es bei den Neueinstellungen nahezu zum Stillstand gekommen, da der Auftragseingang nur noch ein Mini-Plus ausgewiesen habe.
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October 23, 2026 04:08 ET (08:08 GMT)
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