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Wasserstoff muss normalerweise erst hergestellt werden, etwa aus Erdgas oder durch die Elektrolyse von Wasser. Doch was wäre, wenn sich der Energieträger direkt aus dem Untergrund gewinnen ließe? Diese Möglichkeit beschäftigt inzwischen auch etablierte Energieunternehmen.
Am 15. Oktober gab der japanische Energiekonzern JERA bekannt, über seinen Beteiligungsarm JERA Ventures in den US-amerikanischen Wasserstoffexplorer Koloma investiert zu haben. Die Beteiligung soll JERA helfen, das Potenzial natürlichen Wasserstoffs als künftige kohlenstoffarme Energiequelle besser zu verstehen.
Damit erhält die Suche einen weiteren industriellen Geldgeber. Für den jungen Sektor ist das ein konkretes Signal: Neben wissenschaftlichen Modellen und geologischen Schätzungen stehen Investitionsentscheidungen von Unternehmen, die sich mit Energieversorgung beschäftigen.
Eine Energiequelle mit anderen Voraussetzungen
Natürlicher Wasserstoff entsteht durch geologische Prozesse, unter anderem bei Reaktionen zwischen Wasser und eisenreichen Gesteinen. Eine mögliche Entstehungsform ist die Serpentinisierung.
Die wirtschaftliche Überlegung dahinter ist nachvollziehbar: Lässt sich Wasserstoff in geeigneten Lagerstätten finden und fördern, müsste er nicht zunächst industriell erzeugt werden. Daraus könnte sich eine zusätzliche Energiequelle mit niedrigen Emissionen entwickeln.
Allerdings reicht der Nachweis von Wasserstoff allein nicht aus. Für ein wirtschaftliches Projekt müssen Konzentration, Förderrate und dauerhaft verfügbare Mengen zusammenpassen. Hinzu kommen Aufbereitung, Infrastruktur und Transport. Die gesamte Energiebilanz hängt vom konkreten Projekt ab.
Warum JERA auf Koloma setzt
Koloma verbindet eigene geologische Daten mit spezialisierten Explorationswerkzeugen und Erfahrungen aus Untersuchungs- und Bohrprogrammen. Das Unternehmen sucht nach geeigneten Regionen und bewertet mögliche Wasserstoffansammlungen im Untergrund.
JERA beschreibt die Beteiligung als Möglichkeit, Einblicke in diese Explorations- und Entwicklungsarbeit zu gewinnen. Der Schritt finanziert damit zunächst die Erschließung einer potenziellen Energiequelle. Ein langfristiger Liefervertrag oder eine bereits gesicherte kommerzielle Förderung wird dadurch nicht belegt.
Koloma wird außerdem von Breakthrough Energy Ventures unterstützt, dem Investmentarm der von Bill Gates gegründeten Organisation Breakthrough Energy. Das Interesse unterschiedlicher Kapitalgeber zeigt, wie ernsthaft die Suche inzwischen verfolgt wird. Über den wirtschaftlichen Erfolg entscheiden jedoch die Ergebnisse im Untergrund.
Kanada bereitet die nächsten Tests vor
Parallel richtet MAX Power Mining (ISIN: CA57778R1001) in Saskatchewan seine Arbeit stärker auf die Prüfung einer möglichen kommerziellen Entwicklung aus. Am 13. Oktober kündigte das Unternehmen an, sein Komplettierungs- und Testprogramm bei Lawson und Bracken in der zweiten Oktoberhälfte beginnen zu wollen.
Solche Arbeiten sollen helfen, den Schritt vom geologischen Nachweis zur Bewertung eines nutzbaren Vorkommens vorzubereiten. Entscheidend werden belastbare Erkenntnisse über das Förderverhalten und die wirtschaftlichen Voraussetzungen sein.
MAX Power untersucht in Saskatchewan ein durch Tiefbohrungen bestätigtes unterirdisches Natural-Hydrogen-System. Kommerzielle Förderbarkeit bleibt Gegenstand der weiteren Prüfung. Gerade dieser Übergang macht die nächsten Ergebnisse für die Bewertung des Sektors interessant.
Makenita besitzt zwei regionale Ansatzpunkte
Makenita Resources (ISIN: CA5609251098) hält mit dem Serpentinization Iron-Magnetite Project eine zusammenhängende Landposition von 102.110 Acres in Saskatchewan. Sie grenzt nach Unternehmensangaben an Flächen von MAX Power.
Eisenreiche Gesteine liefern einen geologischen Ansatzpunkt für die Untersuchung möglicher Wasserstoffentstehung. Ob sich auf Makenitas Flächen tatsächlich relevante Ansammlungen befinden, muss durch eigene Exploration geklärt werden.
Die Nachbarschaft ordnet das Projekt in eine Region ein, in der bereits gezielt nach natürlichem Wasserstoff gesucht wird. Ergebnisse anderer Unternehmen ersetzen jedoch keine Untersuchungen auf Makenitas eigener Landposition.
Nova Scotia: unmittelbar neben Koloma
Auch in Nova Scotia besitzt Makenita eine bemerkenswerte Nachbarschaft: Das 45.967 Acres große Cobequid-Chedabucto Hydrogen Project grenzt nach Unternehmensangaben direkt an Explorationsflächen von Koloma. Das private US-Unternehmen konzentriert sich auf natürlichen Wasserstoff und wird unter anderem von Breakthrough Energy Ventures unterstützt.
Mit der neu angekündigten JERA-Beteiligung gewinnt diese Nachbarschaft einen aktuellen industriellen Zusammenhang. Eine Beteiligung an Makenita oder eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen ist damit nicht verbunden. Die geologische und wirtschaftliche Bewertung der eigenen Flächen bleibt eine eigenständige Explorationsaufgabe.
Makenita verfügt nach Angaben des Managements zudem über eine kompakte Aktienstruktur mit vergleichsweise wenigen ausstehenden Aktien. Neben den Projektflächen gehört diese Kapitalstruktur zur Bewertung. Weiterer Finanzierungsbedarf kann allerdings zusätzliche Aktienausgaben erforderlich machen.
Fazit
JERAs Einstieg bei Koloma gibt der Natural-Hydrogen-Geschichte einen aktuellen industriellen Anknüpfungspunkt. Die Aussicht, Wasserstoff direkt zu fördern, zieht einen weiteren Energiekonzern an. Gleichzeitig bereitet MAX Power in Saskatchewan Tests vor, die zur Bewertung einer möglichen kommerziellen Nutzung beitragen sollen.
Makenita besitzt mit Saskatchewan und Nova Scotia zwei frühe Explorationsansätze in diesem Umfeld. Besonders die nach Unternehmensangaben direkte Nachbarschaft des Nova-Scotia-Projekts zu Koloma schafft eine Verbindung zur aktuellen Nachricht. Hinzu kommt die vom Management hervorgehobene kompakte Aktienstruktur mit vergleichsweise wenigen ausstehenden Aktien.
Für den Unternehmenswert zählen nun eigene Fortschritte: konkrete Arbeitsprogramme, deren Finanzierung und belastbare geologische Ergebnisse. Die Investition eines Energiekonzerns beim Nachbarn ersetzt diese Nachweise nicht. Sie zeigt aber, dass die Suche nach natürlichem Wasserstoff industrielle Aufmerksamkeit erhält. Makenitas Aufgabe bleibt, aus seinen regionalen Ansatzpunkten überprüfbare Explorationsziele und anschließend belastbare Ergebnisse zu entwickeln.
Quellen:
https://www.jera.co.jp/news/information/20261015_2553
https://www.koloma.com/jera-koloma-exploration/
https://www.maxpowermining.com/max-power-appoints-rob-norris-ceo-to-lead-commercialization-push-as-lawson-completions-near-and-u-s-listing-opportunities-evaluated/
https://www.makenitaresources.com/news/makenita-resources-inc-acquires-the-district-sized-45967-acre-cobequid-chedabucto-hydrogen-project-in-nova-scotia/
https://www.newsfilecorp.com/release/305489
https://www.breakthroughenergy.org/portfolio/koloma/
https://www.breakthroughenergy.org/people
https://paris.hyvolution.com/en/news/natural-hydrogen-understanding-todays-market-opportunities
https://www.makenitaresources.com/
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ISIN: CA5609251098
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