LONDON (dpa-AFX) - Der Ölkonzern Shell verdient wegen der stark gestiegenen Öl- und Gaspreise wegen der Lage am persischen Golf weiter kräftig. Im abgelaufenen dritten Quartal verdoppelte sich der bereinigte Gewinn auf 10,8 Milliarden Dollar (9,7 Mrd Euro), teilte das Unternehmen am Donnerstag in London mit. Das ist der zweithöchste Quartalsgewinn der Unternehmensgeschichte. Zudem wurden die Erwartungen der Experten übertroffen. Einen noch höheren Quartalsgewinn hatte Shell nur im Jahr 2022 erzielt, als die Energiepreise nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine stark gestiegen waren.
Die Aktionäre sollen davon profitieren: Die Briten kündigten für die nächsten Monate Aktienrückkäufe im Volumen von fünf Milliarden Dollar an, zwei Milliarden Dollar mehr als im abgelaufenen Quartal. Auch die übrigen Kennziffern übertrafen die Erwartungen: So kommt Shell beim Abbau der Nettoverschuldung weiter voran, sie sank etwas stärker als geschätzt. Und der Zufluss an Barmitteln fiel vor allem dank Derivategeschäften überraschend hoch aus./lew/zb/stk




