DJ PTA-News: Erste Group Bank AG: erwirtschaftet in den ersten drei Quartalen 2026 einen Nettogewinn von EUR 3.095 Mio
Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt
Erste Group Bank AG: erwirtschaftet in den ersten drei Quartalen 2026 einen Nettogewinn von EUR 3.095 Mio
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Wien (pta000/30.10.2026/07:30 UTC+1)
Tabelle Finanzzahlen im Vergleich im beiliegenden pdf
HIGHLIGHTS
GuV-Zahlen: 1-9 2026 verglichen mit 1-9 2025, Bilanzzahlen: 30. September 2026 verglichen mit 31. Dezember 2025. Die erstmalige Einbeziehung der Erste Bank Polska führte zu signifikanten Veränderungen des Konzernabschlusses.
Der Zinsüberschuss stieg auf EUR 8.258 Mio (+43,4%; EUR 5.761 Mio). Anstiege gab es insbesondere in Tschechien und Ungarn aufgrund von Kreditwachstum und in Österreich aufgrund der geringeren Zinsaufwendungen für Kundeneinlagen. Zusätzlich leistete Polen einen wesentlichen Beitrag von EUR 2.095 Mio. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich in fast allen Kernmärkten und Provisionskategorien auf EUR 2.903 Mio (+24,0%; EUR 2.340 Mio), davon entfielen auf Polen EUR 341 Mio. Das Handelsergebnis erhöhte sich auf EUR 423 Mio (EUR 231 Mio), die Position Gewinne/Verluste aus Finanzinstrumenten, erfolgswirksam zum Fair Value bilanziert auf EUR 195 Mio (EUR 58 Mio). Die Entwicklung beider Positionen war hauptsächlich auf Bewertungseffekte zurückzuführen. Die Betriebserträge stiegen auf EUR 12.031 Mio (+ 40,1%; EUR 8.587 Mio), der Anteil von Polen belief sich auf EUR 2.708 Mio. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich auf EUR 5.293 Mio (+30,1%; EUR 4.068 Mio), davon entfielen EUR 1.098 Mio auf Polen. Insgesamt wurden in den ersten drei Quartalen Integrationskosten von EUR 100 Mio verbucht. Die Personalaufwendungen stiegen auf EUR 2.975 Mio (+21,5%; EUR 2.449 Mio). Dies ist vor allem auf die Konsolidierung des Teilkonzerns Polen (EUR 428 Mio) sowie kollektivvertragliche Gehaltserhöhungen zurückzuführen. Die Sachaufwendungen stiegen auf EUR 1.603 Mio (+32,9%; EUR 1.206 Mio), davon entfielen auf Polen EUR 396 Mio. Während sich die in den Sachaufwendungen verbuchten Beiträge in Einlagensicherungssysteme - für 2026 bereits fast gänzlich verbucht - auf EUR 53 Mio (EUR 59 Mio) verringerten, stiegen die IT-Aufwendungen insbesondere aufgrund der Einbeziehung von Polen (EUR 187 Mio) auf EUR 734 Mio (EUR 530 Mio). Die Abschreibungen beliefen sich auf EUR 715 Mio (+73,2%; EUR 413 Mio), der Anteil von Polen auf EUR 274 Mio. Insgesamt erhöhte sich das Betriebsergebnis auf EUR 6.737 Mio (+49,1%; EUR 4.519 Mio), die Kosten-Ertrags-Relation verbesserte sich auf 44,0% (47,4%).
Das Ergebnis aus Wertminderungen von Finanzinstrumenten betrug EUR -753 Mio bzw. 37 Basispunkte des durchschnittlichen Bruttokundenkreditbestands (EUR -318 Mio bzw. 19 Basispunkte). Der Anstieg war wesentlich durch Dotierungen von Wertberichtigungen für Kredite und Darlehen im Rahmen der Vorschriften des IFRS 9 für die erstmalige Einbeziehung des polnischen Portfolios bedingt (EUR 302 Mio bzw. 23 Basispunkte). Die NPL-Quote bezogen auf Bruttokundenkredite verbesserte sich leicht auf 2,3% (2,4%). Die NPL-Deckungsquote (ohne Sicherheiten) belief sich auf 68,8% (69,7%).
Der sonstige betriebliche Erfolg verschlechterte sich auf EUR -495 Mio (EUR -212 Mio). Die Bankenabgaben - derzeit in fünf Kernmärkten zu entrichten - stiegen an: Im sonstigen betrieblichen Erfolg wurden EUR 529 Mio (EUR 284 Mio) erfasst, davon entfielen EUR 224 Mio (EUR 141 Mio) auf Ungarn (davon EUR 121 Mio Bankensteuer bereits für das gesamte Jahr 2026) und EUR 148 Mio auf Polen. Die Bankensteuer in Österreich belief sich auf EUR 97 Mio (EUR 102 Mio), in Rumänien auf EUR 59 Mio (EUR 41 Mio). Die Bankensteuer in der Slowakei von EUR 56 Mio (EUR 50 Mio) wird in der Position Steuern vom Einkommen verbucht. Die bereits für das gesamte Jahr 2026 erfassten Aufwendungen für jährliche Beitragszahlungen in Abwicklungsfonds verringerten sich leicht auf EUR 14 Mio (EUR 15 Mio).
Die Steuern vom Einkommen beliefen sich auf EUR 1.317 Mio (EUR 815 Mio). Das den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnende Periodenergebnis erhöhte sich infolge höherer Ergebnisbeiträge der Sparkassen sowie der Einbeziehung des Segments Polen (EUR 318 Mio) auf EUR 1.077 Mio (EUR 596 Mio). Das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodenergebnis stieg auf EUR 3.095 Mio (+20,6%; EUR 2.566 Mio).
Das um AT1-Kapital bereinigte gesamte Eigenkapital erhöhte sich auf EUR 38,4 Mrd (EUR 31,2 Mrd). Nach Vornahme der in der Eigenkapitalverordnung (CRR) festgelegten Abzugsposten und Filter lag das Harte Kernkapital (CET1) bei EUR 28,2 Mrd (EUR 28,5 Mrd), die gesamten regulatorischen Eigenmittel bei EUR 37,1 Mrd (EUR 36,5 Mrd). Bei der Berechnung wurde der Zwischengewinn des ersten Halbjahres berücksichtigt, nicht jedoch jener des dritten Quartals. Das Gesamtrisiko (die risikogewichteten Aktiva), das Kredit-, Markt- und operationelles Risiko inkludiert, stieg auf EUR 192,8 Mrd (EUR 147,5 Mrd), was im Wesentlichen auf die Einbeziehung der Erste Bank Polska zurückzuführen ist. Die Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) sank auf 14,6% (19,3%), die Gesamtkapitalquote auf 19,2% (24,8%). Die Erstkonsolidierung der Erste Bank Polska wirkte sich mit 455 Basispunkten negativ auf die CET1-Quote aus.
Die Bilanzsumme stieg auf EUR 462,5 Mrd (+25,5%; EUR 368,6 Mrd). Auf der Aktivseite verringerten sich Kassenbestand und Guthaben auf EUR 22,3 Mrd (EUR 27,6 Mrd), Kredite an Banken stiegen auf EUR 26,8 Mrd (EUR 20,8 Mrd). Die Kundenkredite stiegen auf EUR 287,4 Mrd (+23,9%; EUR 232,0 Mrd), insbesondere durch das polnische Portfolio in der Höhe von EUR 41,9 Mrd. In den anderen Kernmärkten wurden vor allem in Tschechien, Ungarn, Slowakei und Österreich Anstiege verzeichnet. Passivseitig stiegen die Einlagen von Kreditinstituten auf EUR 20,8 Mrd (EUR 16,9 Mrd), die Kundeneinlagen auf EUR 324,1 Mrd (+28,1%; EUR 253,0 Mrd). Wesentlich für den Anstieg waren neben der erstmaligen Konsolidierung von Polen (EUR 59,9 Mrd) auch Anstiege von Firmenkundeneinlagen in Tschechien und Österreich. Das Kredit-Einlagen-Verhältnis belief sich auf 88,7% (91,7%).
AUSBLICK 2026
Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung in den ersten drei Quartalen hat die Erste Group ihren Finanzausblick für 2026 erneut angehoben. 2026 wird eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über 20% und damit eine Steigerung des Ergebnisses je Aktie um mehr als 20% erwartet. Dazu wird der um Einmaleffekte bereinigte Nettogewinn 2025 mit dem prognostizierten ausgewiesenen Nettogewinn 2026 verglichen. Diese Zielsetzung beruht auf folgenden Prämissen: Zunächst wird angenommen, dass sich das Geschäft der Erste Group in ihren zum Jahresende 2025 bestehenden sieben Kernmärkten (Österreich, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Ungarn, Kroatien und Serbien) trotz der teilweise gedämpften makroökonomischen Prognosen, bei stabilen Zinsen in der Eurozone und stabilen Margen gut entwickeln wird. Auf dieser Basis erwarten wir gesundes Wachstum des Kreditvolumens von 6 bis 8%. Die Geschäftsentwicklung gemessen am Betriebsergebnis (Betriebserträge minus Betriebsaufwendungen) sollte sich gegenüber dem Vorjahr verbessern: Der Zinsüberschuss sollte um mehr als 6% (statt um etwa 5%) steigen, für den Provisionsüberschuss erwarten wir einen Anstieg von etwa 10% (zuvor 7 bis 9%), das Handels- und Fair Value-Ergebnis sollte einen ähnlichen Beitrag wie 2025 leisten und die Betriebsaufwendungen um etwa 3% steigen. Damit sollte sich die Kosten-Ertrags-Relation von 48% im Jahr 2025 auf unter 46% (statt unter 47%) im Jahr 2026 verbessern. Der sonstige betriebliche Erfolg wird sich nach einigen im Jahr 2025 verzeichneten positiven Einmaleffekten in Höhe von EUR 270 Mio voraussichtlich normalisieren und eher wie die auch in diesem Posten verbuchten Bankenabgaben entwickeln. Die Risikokosten sollten mit 20 bis 25 Basispunkten auf einem ähnlich günstigen Niveau liegen wie 2025.
Weiters sind außerordentliche Effekte aufgrund der Vollkonsolidierung der Erste Bank Polska vor allem im Zinsüberschuss, bei Betriebsaufwendungen und Risikokosten zu erwarten. Der Zinsüberschuss wird in Höhe von rund EUR 170 Mio (dies entspricht einem Effekt auf den Nettogewinn von rund EUR -60 Mio) negativ beeinflusst, was auf die Amortisierung von Fair Value-Anpassungen bei Schuldverschreibungen und Derivaten im Zuge der Kaufpreisallokation zurückzuführen ist. Darüber hinaus wird der auf den Kaufpreis im Jahr 2025 erlöste Zinsertrag 2026 wegfallen. Die Betriebsaufwendungen werden durch Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten (Kundenstock und Marke) und Verbuchung von Integrationskosten belastet werden. Der Kundenstock wird über zehn Jahre um jährlich rund EUR 210 Mio abgeschrieben werden (Auswirkung auf Nettogewinn rund EUR -70 Mio), während die Marke nach dem Rebranding zur Gänze 2026 abgeschrieben wird (EUR 30 Mio brutto bzw. EUR 10 Mio netto). Prognostiziert werden 2026 weiters Integrationskosten von bis zu EUR 180 Mio brutto. Der entsprechende Nettoeffekt wird von der erst festzulegenden Kostenaufteilung zwischen Muttergesellschaft und lokaler Bank abhängig sein. In den Risikokosten schlägt sich eine Belastung von EUR 302 Mio nieder (Effekt auf Nettogewinn circa EUR -120 Mio), da im Zuge der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 9 Wertberichtigungen für das gesamte erworbene Portfolio gebildet werden mussten. Diese Belastung ist kein Hinweis auf eine Verschlechterung der Portfolioqualität. Die in den ersten drei Quartalen vorgenommenen Buchungen lagen im Rahmen dieser Erwartungen.
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October 30, 2026 02:30 ET (06:30 GMT)




