Berlin (ots) -
- RWE will Fracking-Gas importieren, das in Vaca Muerta unter menschenrechtswidrigen Bedingungen gefördert wird
- Geplanter LNG-Liefervertrag widerspricht nach Auffassung der DUH Klimazielen von RWE und Lieferkettengesetz
- DUH ruft RWE-Vorstand zusammen mit argentinischen Partnern und urgewald auf, Pläne abzusagen und die eigenen Klimaziele umzusetzen
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert den angekündigten LNG-Liefervertrag zwischen RWE und ADNOC. RWE will laut der unterschriebenen Absichtserklärung LNG aus dem globalen Portfolio von ADNOC kaufen, zu dem auch Fracking-Gas aus Argentinien gehört. Die Investment-Tochter "XRG" von ADNOC ist sowohl am geplanten argentinischen Exportterminal "Argentina LNG" als auch der Fracking-Gasförderung in Vaca Muerta beteiligt. Dort liegt eines der größten Schiefergasvorkommen weltweit, das unter menschenrechtsverletzenden Bedingungen abgebaut wird. Massive Eingriffe in das Land der indigenen Mapuche-Gemeinschaften, Wassermangel, Grundwasserverschmutzung, Umweltzerstörung, Erdbeben und sinkende landwirtschaftliche Erträge sind dort an der Tagesordnung. Der geplante LNG-Liefervertrag widerspricht nach Auffassung der DUH den Klimazielen von RWE und dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Demnach ist RWE verpflichtet, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung entlang der Lieferkette zu vermeiden.
Die DUH ruft den RWE-Vorstand gemeinsam mit mehreren argentinischen Partnerorganisationen und urgewald in einem offenen Brief dazu auf, den angekündigten Liefervertrag vor Vertragsabschluss abzusagen.
Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: "RWE setzt seinen fossilen Kurs fort: RWE will Fracking-Gas aus einem der schmutzigsten Gasvorkommen der Welt importieren. Der Konzern gefährdet die Menschenrechte und Umwelt vor Ort und untergräbt die eigenen Klimaversprechen. Und das alles für LNG, das Deutschland gar nicht braucht. Wer soll RWE als Energiewendeakteur so noch ernst nehmen? Der Konzern muss seine Gasbeschaffungsstrategie dringend überprüfen und sich von diesem möglichen Liefervertrag verabschieden. Wir werden das aufmerksam beobachten und rechtliche Schritte prüfen, sollte dieser Vertrag zu Stande kommen."
Raquel Perrier, Mitglied der Küstengemeinde Multisectorial Golfo San Matías: "Der Golf von San Matías ist Lebensgrundlage und Zukunft. Wir fordern RWE auf, dessen Verschmutzung und Zerstörung nicht mitzutreiben. Als Küstengemeinden wollen wir weiterhin in diesen Gebieten leben und künftigen Generationen eine gesunde Umwelt garantieren."
Moritz Leiner, Energie und Finanzcampaigner bei urgewald: "Statt konsequent die Energiewende voranzutreiben, setzt RWE weiter auf dreckiges und teures Gas. Die angestrebten LNG-Importe über ADNOC aus Ländern wie Argentinien oder Mosambik hätten neben katastrophalen Klimaeffekten auch verheerende Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung und Umwelt. Damit entlarvt der Konzern seine Bemühungen um ein grünes Image als Fassade im Buhlen um Investoren."
Link:
Zum offenen Brief an RWE: https://l.duh.de/p261102a
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de
Moritz Leiner, Energie und Finanzcampaigner urgewald
0157 32824032, moritz.leiner@urgewald.org
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de
Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/22521/6381950
- RWE will Fracking-Gas importieren, das in Vaca Muerta unter menschenrechtswidrigen Bedingungen gefördert wird
- Geplanter LNG-Liefervertrag widerspricht nach Auffassung der DUH Klimazielen von RWE und Lieferkettengesetz
- DUH ruft RWE-Vorstand zusammen mit argentinischen Partnern und urgewald auf, Pläne abzusagen und die eigenen Klimaziele umzusetzen
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert den angekündigten LNG-Liefervertrag zwischen RWE und ADNOC. RWE will laut der unterschriebenen Absichtserklärung LNG aus dem globalen Portfolio von ADNOC kaufen, zu dem auch Fracking-Gas aus Argentinien gehört. Die Investment-Tochter "XRG" von ADNOC ist sowohl am geplanten argentinischen Exportterminal "Argentina LNG" als auch der Fracking-Gasförderung in Vaca Muerta beteiligt. Dort liegt eines der größten Schiefergasvorkommen weltweit, das unter menschenrechtsverletzenden Bedingungen abgebaut wird. Massive Eingriffe in das Land der indigenen Mapuche-Gemeinschaften, Wassermangel, Grundwasserverschmutzung, Umweltzerstörung, Erdbeben und sinkende landwirtschaftliche Erträge sind dort an der Tagesordnung. Der geplante LNG-Liefervertrag widerspricht nach Auffassung der DUH den Klimazielen von RWE und dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Demnach ist RWE verpflichtet, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung entlang der Lieferkette zu vermeiden.
Die DUH ruft den RWE-Vorstand gemeinsam mit mehreren argentinischen Partnerorganisationen und urgewald in einem offenen Brief dazu auf, den angekündigten Liefervertrag vor Vertragsabschluss abzusagen.
Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: "RWE setzt seinen fossilen Kurs fort: RWE will Fracking-Gas aus einem der schmutzigsten Gasvorkommen der Welt importieren. Der Konzern gefährdet die Menschenrechte und Umwelt vor Ort und untergräbt die eigenen Klimaversprechen. Und das alles für LNG, das Deutschland gar nicht braucht. Wer soll RWE als Energiewendeakteur so noch ernst nehmen? Der Konzern muss seine Gasbeschaffungsstrategie dringend überprüfen und sich von diesem möglichen Liefervertrag verabschieden. Wir werden das aufmerksam beobachten und rechtliche Schritte prüfen, sollte dieser Vertrag zu Stande kommen."
Raquel Perrier, Mitglied der Küstengemeinde Multisectorial Golfo San Matías: "Der Golf von San Matías ist Lebensgrundlage und Zukunft. Wir fordern RWE auf, dessen Verschmutzung und Zerstörung nicht mitzutreiben. Als Küstengemeinden wollen wir weiterhin in diesen Gebieten leben und künftigen Generationen eine gesunde Umwelt garantieren."
Moritz Leiner, Energie und Finanzcampaigner bei urgewald: "Statt konsequent die Energiewende voranzutreiben, setzt RWE weiter auf dreckiges und teures Gas. Die angestrebten LNG-Importe über ADNOC aus Ländern wie Argentinien oder Mosambik hätten neben katastrophalen Klimaeffekten auch verheerende Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung und Umwelt. Damit entlarvt der Konzern seine Bemühungen um ein grünes Image als Fassade im Buhlen um Investoren."
Link:
Zum offenen Brief an RWE: https://l.duh.de/p261102a
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de
Moritz Leiner, Energie und Finanzcampaigner urgewald
0157 32824032, moritz.leiner@urgewald.org
DUH-Newsroom:
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