KARLSRUHE (dpa-AFX) - Der Bus- und Bahn-Digitalisierer Init Innovation tritt nach einem überraschend schwachen dritten Quartal bei seinen Gewinnplänen auf die Bremse. Der Vorstand rechnet für das laufende Jahr nun noch mit einem operativen Gewinn (Ebit) von 33 bis 37 Millionen Euro, wie das Unternehmen überraschend am Montag in Karlsruhe mitteilte. Zuvor hatte er mit 38 bis 42 Millionen Euro gerechnet. An der Börse wurden die Neuigkeiten vom Nachmittag mit starken Kursverlusten quittiert: Für die Init-Aktie ging es nach der Mitteilung um fast ein Viertel nach unten.
Als Gründe für die Prognosesenkung nannte Init die Verschärfung der geopolitischen Lage im Nahen Osten und deren Folgen für den Ölpreis. Dadurch sei die Marktnachfrage gesunken. Dies betreffe vor allem kurzfristige Zusatzaufträge mit starken Margen. Daher sei nicht damit zu rechnen, dass das vierte Quartal das überraschend schwache Ergebnis des dritten Quartals kompensieren könne. An seiner Umsatzprognose von 380 bis 410 Millionen Euro für das laufende Jahr hält das Management aber fest.
Im dritten Quartal erzielte Init nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 91,6 Millionen Euro nach 85,1 Millionen ein Jahr zuvor. Der operative Gewinn brach jedoch von 8,7 Millionen auf nur noch 1,6 Millionen Euro ein./stk/stw/he




