DJ Rheinmetall senkt Jahresprognose wegen Verzögerungen bei Aufträgen
DOW JONES--Rheinmetall kann seinen Ausblick für den Umsatz und die operative Marge trotz eines starken Quartals nicht halten. Der Rüstungskonzern nannte als Grund wahrscheinliche Verzögerungen bei der Beauftragung für das Boxer-Projekt "Arminius" und bei Losabnahmen für Artilleriemunition.
Rheinmetall rechnet nun mit einem Umsatz von 13,2 Milliarden Euro. Bisher war der Konzern von 13,7 bis 14,2 Milliarden ausgegangen. Für die operative Marge werden nun rund 18,5 Prozent statt rund 19 Prozent angepeilt.
Beim Projekt Arminius sei nicht mehr mit dem entsprechenden Auftragseingang dieses Jahr zu rechnen, mit dem Projekt verbundene Anzahlungen und Umsatzbeiträge müssten in das neue Jahr verschoben werden. Für das Geschäft mit Artilleriemunition sei es jetzt schon absehbar, dass es zu Verzögerungen bei Abnahmen kommen werde.
Im dritten Quartal steigerte Rheinmetall den Umsatz um knapp ein Drittel auf 3,15 Milliarden Euro. Der operative Gewinn legte um 62 Prozent auf 553 Millionen Euro zu. Die Marge kletterte damit auf 17,5 von 14,8 Prozent, was deutlich über der Analystenerwartung von 16,3 Prozent lag.
Der Auftragseingang lag bei 2,89 Milliarden Euro und damit auf leicht niedrigerem Niveau. Der freie Cashflow betrug minus 82 Millionen Euro nach minus 168 Millionen im Vorjahr. Er soll im Gesamtjahr positiv ausfallen.
Die vollständigen Ergebnisse wird Rheinmetall am Donnerstagmorgen veröffentlichen.
Kontakt: redaktion.de@dowjones.com
DJG/mgo/cln
(END) Dow Jones Newswires
November 04, 2026 12:03 ET (17:03 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.




