Berlin - Die Vizefraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion, Dagmar Schmidt, verteidigt die Verschiebung der neuen Kapitalrente ins nächste Jahr. "Schnelligkeit ist wichtig, aber bei einem solchen Generationenprojekt geht Gründlichkeit vor", sagte sie dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe).
Zuvor hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angekündigt, dass die große Rentenreform, die das Kabinett vor Weihnachten beschließen soll, für die Kapitalrente lediglich "Eckpunkte" enthalten soll. Diese sollten 2027 in einem eigenen Gesetz ausformuliert werden.
Für die Verwaltung des milliardenschweren Kapitalstocks müssten "völlig neue Strukturen für Kapitalanlage, Verwaltung und Aufsicht" geschaffen werden, sagte Schmidt. Zugleich müssten die Verfahren der Deutschen Rentenversicherung angepasst werden, damit Beiträge, Anwartschaften und spätere Leistungen rechtssicher verwaltet werden können - und das "zuverlässig, transparent und im Interesse der Versicherten".
Kritik kam vom Vorsitzenden der "Jungen Gruppe" der Unionsfraktion, Pascal Reddig (CDU). "Die Kapitalrente braucht ein Gesetz, keine Absichtserklärung", sagte er dem "Handelsblatt". Sie gehöre mit den weiteren Empfehlungen der Rentenkommission "verbindlich in ein gemeinsames Gesetzespaket". Technische Details könnten folgen, "Grundentscheidungen dürfen aber nicht aufgeschoben werden".
Für die zusätzlichen Beiträge für die Kapitalrente müssten die Beitragszahler an anderer Stelle entlastet werden, forderte Reddig. "Deshalb gehört die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 zum Gesamtpaket."
Zuvor hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angekündigt, dass die große Rentenreform, die das Kabinett vor Weihnachten beschließen soll, für die Kapitalrente lediglich "Eckpunkte" enthalten soll. Diese sollten 2027 in einem eigenen Gesetz ausformuliert werden.
Für die Verwaltung des milliardenschweren Kapitalstocks müssten "völlig neue Strukturen für Kapitalanlage, Verwaltung und Aufsicht" geschaffen werden, sagte Schmidt. Zugleich müssten die Verfahren der Deutschen Rentenversicherung angepasst werden, damit Beiträge, Anwartschaften und spätere Leistungen rechtssicher verwaltet werden können - und das "zuverlässig, transparent und im Interesse der Versicherten".
Kritik kam vom Vorsitzenden der "Jungen Gruppe" der Unionsfraktion, Pascal Reddig (CDU). "Die Kapitalrente braucht ein Gesetz, keine Absichtserklärung", sagte er dem "Handelsblatt". Sie gehöre mit den weiteren Empfehlungen der Rentenkommission "verbindlich in ein gemeinsames Gesetzespaket". Technische Details könnten folgen, "Grundentscheidungen dürfen aber nicht aufgeschoben werden".
Für die zusätzlichen Beiträge für die Kapitalrente müssten die Beitragszahler an anderer Stelle entlastet werden, forderte Reddig. "Deshalb gehört die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 zum Gesamtpaket."
© 2026 dts Nachrichtenagentur
