DJ MARKT USA/Börse uneinheitlich erwartet - Qualcomm unter Druck
DOW JONES--Die US-Börsen dürften am Donnerstag eine Pause einlegen und die kräftigen Gewinne des Vortags konsolidieren. Der S&P-Future gewinnt vorbörslich 0,1 Prozent, der Nasdaq-Future gibt um 0,4 Prozent nach. Das Ergebnis der Kongresswahl, bei der die Demokraten sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit erlangt hatten, verhalf den Aktienmärkten am Mittwoch zu einer fulminanten Rally. Die neuen Machtverhältnisse im Kongress dürften dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, der den Republikanern angehört, das Regieren schwerer machen.
Zu den wenigen Sektoren, die gegen die positive Tendenz am Mittwoch unter Druck geraten waren, gehörten Aktien mit KI-Bezug. Hier zeichnen sich weitere Verluste ab, denn Anleger erwarten, dass sich der Ausbau von KI-Infrastruktur nun verzögern wird. Während Präsident Trump ein entschiedener Befürworter der Künstlichen Intelligenz (KI) ist, stehen viele Wähler dem Bau von Datenzentren skeptisch gegenüber - ein Faktor, von dem die Demokraten profitierten.
Überdies haben neue Geschäftszahlen aus der Branche nicht in allen Punkten überzeugt. So brechen die Aktien von Qualcomm vorbörslich um gut 10 Prozent ein. Das Unternehmen hat zwar in seinem vierten Geschäftsquartal mehr Chips für die Automobilindustrie verkauft, dem stand aber ein rückläufiger Absatz von Chips für Mobiltelefone gegenüber. Insgesamt übertraf der Quartalsumsatz die Erwartungen von Analysten. Der Ausblick enthielt jedoch Licht und Schatten.
Der Chiphersteller Arm hat den Umsatz im zweiten Geschäftsquartal kräftig gesteigert und damit ebenso wie mit dem Gewinn je Aktie die Markterwartungen übertroffen. Auch die Ziele für das laufende Quartal lagen über den Konsensschätzungen. Die Aktie kann sich der schlechten Stimmung im Sektor aber nicht entziehen und fällt um 4,3 Prozent.
Etwas Unterstützung erhält der Markt von weiter gesunkenen Anleiherenditen. Aktuell gibt die Zehnjahresrendite um 2 Basispunkte nach auf 4,88 Prozent. Der Dollar tendiert kaum verändert. Der Ölpreis macht einen Teil seiner heftigen Verluste vom Mittwoch wett. Das Barrel Brentöl verteuert sich um 1,7 Prozent auf 96,20 Dollar.
An Konjunkturdaten werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche und die Daten zur Produktivität außerhalb der Landwirtschaft im zweiten Quartal veröffentlicht.
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November 05, 2026 06:17 ET (11:17 GMT)
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