Anzeige
❌
Mehr »
Freitag, 06.11.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Washington sichert 12 Mrd. USD per Gesetz - jetzt werden Metalle gebraucht!
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Asset Standard
193 Leser
Artikel bewerten:
(0)

Andreas Weichert (DJE): Monatsrückblick Oktober

05.11.2026 -

Vorläufige (?) Zinspause der Notenbanken

Die Lage rund um Iran blieb der wichtigste geopolitische Belastungsfaktor. Im Oktober verdichteten sich die Risiken für die Energieversorgung und den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus erneut.

Angriffe auf Schiffe und eine verschärfte Bedrohungslage für Energieinfrastruktur erhöhten die Risikoprämie am Ölmarkt. Damit blieb der Ölpreis der zentrale Übertragungskanal der geopolitischen Entwicklung auf die Kapitalmärkte: Steigende Energiekosten erhöhen die kurzfristigen Inflationsrisiken, belasten die Realwirtschaft und schränken zugleich den geldpolitischen Spielraum der Notenbanken ein.

Die US-Notenbank beließ die Zielspanne für den Leitzins Ende Oktober bei 3,75% bis 4,00%. Die Entscheidung fiel jedoch nicht einstimmig; zwei Mitglieder votierten für eine weitere Anhebung. Die Fed verwies weiterhin auf ein erhöhtes Inflationsniveau und machte deutlich, dass für weitere Schritte zunächst zusätzliche Daten abgewartet werden sollen. Für den Markt war diese Pause daher kein geldpolitischer Kurswechsel, sondern eine Unterbrechung innerhalb eines grundsätzlich restriktiven Umfelds. Die Kombination aus weiter erhöhtem Preisdruck, einem trotz nachlassender Dynamik robusten Konjunkturbild und anhaltend hohen Energiepreisen lässt die Erwartung eines weiteren Zinsschritts im Dezember bestehen. Für Aktien erhöhte sich dadurch der Bewertungsdruck, weil höhere langfristige Renditen sowohl die Diskontierung zukünftiger Gewinne als auch die Finanzierungskosten von Unternehmen belasten.

Auch die EZB blieb restriktiv, entschied sich im Oktober jedoch nach den Zinserhöhungen im Juni und September für eine Pause. Der Einlagensatz blieb bei 2,50%. Die Notenbank verwies auf die Risiken höherer Energiepreise, sah jedoch noch keinen ausreichenden Beleg dafür, dass sich der Energiepreisschock breit in die Kerninflation überträgt. Gleichzeitig hielt sie die Option weiterer Zinserhöhungen ausdrücklich offen. Für die Marktteilnehmer verlagert sich der Blick daher auf die Dezember-Sitzung.

Innerhalb der Aktienmärkte setzte sich eine differenzierte Entwicklung fort. Die Berichtssaison bot zwar in Teilen Unterstützung, insbesondere in Europa, wo große Indizes im Monatsverlauf zulegen konnten. Gleichzeitig blieb der Technologiesektor volatil. Die zuvor hohen Erwartungen an Investitionen in künstliche Intelligenz wurden zunehmend daran gemessen, ob sich die erheblichen Investitionsausgaben auch in belastbares Umsatz- und Cashflow-Wachstum übersetzen lassen. Entsprechend reagierten Technologieaktien gegen Monatsende empfindlich auf Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-Ausgaben.

An den Rentenmärkten für Staatspapiere in den USA und Deutschland entwickelten sich die Renditen im Monatsvergleich einheitlich. Sie fielen für 10-jährige US-Staatsanleihen zum Monatsultimo um 36 Basispunkte und schlossen bei 4,93%. Die Rendite der 10-jährigen deutschen Bundesanleihen ermäßigte sich um 26 Basispunkte von 3,58% auf 3,32%. Die Rendite 10-jähriger italienischer Staatsanleihen fiel um 10 Basispunkte auf 4,51%.

Bei den Investment Grade Unternehmensanleihen gab es auch ein einheitliches Bild. Die Rendite von Euro Investment Grade Papieren ging von 4,28% auf 4,22% zurück und die von in US-Dollar denominierten Unternehmensanleihen fiel von 6,04% auf 5,79%. Im High-Yield Segment waren die Trends komplett unterschiedlich. So fiel bei US-Dollar-Unternehmensanleihen die Rendite um 5 Basispunkte auf 8,30%, wogegen sie bei in Euro notierten Papieren um 50 Basispunkte auf 7,27% anzog.

Gold wurde auch im Oktober abverkauft und schloss bei US-Dollar 3.875 pro Unze. Der US-Dollar zeigte sich gegenüber dem Euro etwas stärker und notierte am Monatsende bei 1,116.

Rechtlicher Hinweis

Dies ist eine Marketingmitteilung. Sie dient ausschließlich Informations- und Marketingzwecken. Die enthaltenen Aussagen wurden mit Sorgfalt und nach dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung erstellt, geben die Einschätzung der DJE Kapital AG zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und können sich jederzeit ändern. Eine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität kann nicht übernommen werden. Die Angaben stellen keine individuelle Anlageberatung, keine persönliche Empfehlung und kein verbindliches Angebot zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder zur Inanspruchnahme einer bestimmten Finanzdienstleistung dar. | DJE Kapital AG, Pullacher Straße 24, 82049 Pullach, Deutschland.

© 2026 Asset Standard
Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir 5 Aktien, die von der historischen Öl-Krise besonders profitieren könnten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern und die möglichen Gewinner der zweiten Öl-Welle entdecken!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.