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DAX: Nur noch wenig Luft nach oben?

Der DAX ging am Montagmorgen der vergangenen Handelswoche bei 11.835 Punkten in den vorbörslichen Handel. Er startete damit 2 Punkte unter dem Wochenschluss der Vorwoche und 16 Punkte über der Eröffnung am Montag der Vorwoche. Den Montag und Dienstag kennzeichnete abwartender Handel. Der DAX setzte am Dienstag zwar etwas zurück, konnte sich aber bereits bei 11.779 Punkten stabilisieren und anschließend wieder über die 11.800 Punkte schieben. Die inhaltsleere Rede von US-Präsident Trump gab dem DAX dann viel Auftrieb. Er konnte sich am Mittwoch über die 12.000 Punkte schieben und bei 12.098 Punkten ein neues Jahreshoch markieren. Am Donnerstag schaffte er es jedoch nicht, diese Marke erneut anzulaufen. Er schwankte an diesem Tag in einer engen Box seitwärts. Am Freitag ging es bei lustlosem Handel zunächst leicht abwärts, dann aber am Abend mit einer größeren Bewegung wieder an die 12.050 Punkte. Zum Handelsende gab der Index leicht nach, konnte sich aber über der 12.000-Punkte-Marke halten und ging bei 12.017 Punkten aus dem Wochenhandel.

In der vergangenen Handelswoche konnte der DAX weiter Boden gutmachen. Er gewann 180 Punkte dazu. Das ist der vierte Wochengewinn in Folge. Im Jahr 2017 hat er damit nur in einer Woche einen Verlust ausgewiesen, eine bemerkenswerte Entwicklung. Der Index konnte in der vergangenen Handelswoche ein neues Jahreshoch formatieren und hat sich damit wieder in Schlagdistanz zum ATH geschoben. Das Wochentief lag knapp unter der 11.800 Punkte-Marke, aber über dem Tief der Vorwoche. Seit vier Handelswochen hat der DAX damit stets jeweils ein höheres Hoch und höheres Tief abbilden können, was bullisch zu interpretieren ist. Die Range lag über der der Vorwoche und über dem Durchschnitt.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der DAX mit dem Überschreiten der 12.070 Punkte noch weiter bis an die 12.090/92 Punkte laufen könnte. Maximal erwarteten wir auf der Oberseite 12.105/10 Punkte. Diese Bewegung hat sich zur Wochenmitte eingestellt, das Anlaufziel bei 12.092 Punkten wurde um 3 Punkte überschritten. Das Setup hat damit auf der Oberseite sehr gut gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 11.800 Punkte exakt an unseren nächsten Anlaufbereich bei 11.782/78 Punkte. Hier hat das Setup perfekt gegriffen.


KW 09 / 2017 08 / 2017 07 / 2017 06 / 2017 05 / 2017
Wochenhoch 12.098 12.030 11.848 11.720 11.793
Wochentief 11.779 11.721 11.668 11.463 11.553
Wochenschluss 12.017 11.837 11.789 11.667 11.660
Wochenergebnis 180 48 122 7 -149
Wochen-Range 319 309 180 257 260


Wie könnte es weitergehen?

  • DAX-Widerstände: 12.050/64/75/87/94.....12.105/13/37/59.....12.224
  • DAX-Unterstützungen: 12.031/001.....11.985/43/23....11.892/68/48/17/02

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden.

daxweeksetup800-06-03-2017.jpg


Der DAX hat es in den letzten beiden Handelstagen nicht geschafft, die Oberkante seines AWK anzulaufen. Die Oberkante liegt aktuell bei 12.108 Punkten. Wir hatten in den letzten Updates aber darauf hingewiesen, dass sich der DAX verkeilt. Sollte dieses bärische Dreieck regelgerecht nach unten aufgelöst werden, könnte es im kurz- bzw. mittelfristigen Zeitfenster zu Notierungen bis zunächst 11.500 Punkten kommen. Der Index könnte übergeordnet bis 10.750 Punkte abrutschen. Zunächst bieten die 11.800 Punkte aber kurzfristig eine Unterstützung bei Rücksetzern. Das aktuelle Chartbild legt nahe, dass der DAX im Augenblick nicht allzu viel Luft nach oben hat.

Nachdem die Fed-Chefin am Freitag eine baldige Zinserhöhung in Aussicht gestellt hat, könnte es bereits am 15.03.2017 dazu kommen. Die Märkte wurden aber bereits auf dieses Ereignis eingestimmt, so dass die Auswirkungen überschaubar sein könnten. Einen wesentlich größeren Einfluss werden in unseren Augen dagegen die angekündigten "phänomenalen" Änderungen der US-Steuerpolitik haben. Nachdem der US-Präsident auch bei seiner ersten Rede im Kongress erneut unverbindlich geblieben ist, muss er jetzt liefern. Die Märkte haben diese Entwicklungen bereits massiv eingepreist. Ob sich jedoch alles so einstellt, wie die US-Regierung es sich wünscht, bleibt abzuwarten. Der Welthandel und auch der Wohlstand basieren auf der Globalisierung und dem freien Zugang zu Märkten, nicht auf Abschottung. Das erste Land, das die negativen Effekte dieser Abschottung zu spüren bekommt, wird Großbritannien sein. Die EZB wird am Donnerstag tagen. Wir gehen nicht davon aus, dass es zu irgendeiner Änderung der Geldpolitik kommen wird, zumal die EZB den Inflationsbegriff sehr weit ausgelegt hat. Zudem würde eine Zinserhöhung, unabhängig von der Höhe der Inflation, einzelne Staaten massiv unter Druck bringen. Angesichts wichtiger Wahlen in diesem Jahr kann man davon ausgehen, dass frühestens Ende des Jahres eine Änderung der Geldpolitik erfolgen wird. Für die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag erwarten wir, dass die Zahlen sich im Rahmen der Erwartungen halten werden.


Einschätzung für die neue DAX-Handelswoche

Der DAX konnte in den letzten beiden Handelstagen keinen Boden gutmachen. Er hat sich von der 12.100-Punkte-Marke entfernt, sich aber über der 12.000-Punkte-Marke halten können. Sollte der Index es schaffen, sich über der 12.000-Punkte-Marke zu etablieren, so könnte er zunächst die 12.040/45 und die 12.059/63 Punkte anlaufen. Schafft er es, sich über die 12.063 Punkte zu schieben, so könnte er dann die 12.075/77, die 12.086/88 und danach die 12.095/98 anlaufen. Kann er das Jahreshoch überwinden, wären die 12.105/10 und die 12.018/22 die nächsten relevanten Anlaufbereiche. Insbesondere bei 12.105/10 bzw. 12.018/22 erwarten wir, dass die Aufwärtsbewegung beendet ist und sich Rücksetzer einstellen, die zunächst nicht unbedingt ausgeprägt sein müssen.

Gelingt es dem DAX nicht, sich über der 12.000 Punkte-Marke festzusetzen, so wären schon die 11.995/90 Punkte der erste Bereich, an den sich Erholungen einstellen können. Gelingt dies nicht, so wäre mit weiteren Abgaben zu rechnen, die bis 11.975/72, bis 11.960/53 und dann bis 11.938/35 Punkte gehen könnten. Rutscht der Index unter die 11.935 Punkte, könnten sich weitere Rücksetzer einstellen, die bis 11.918/18, 11.909/04 und dann bis 11.894/90 Punkte gehen könnten. Im Bereich der 11.900/890 Punkte könnten sich Erholungen einstellen. Bleiben diese aber aus, so könnten sich weitere Abgaben einstellen, die bis 11.869/64 und bis 11.857/53 Punkte gehen könnten. In diesem Bereich bestehen gute Chancen auf Erholung. Rutscht der DAX aber unter die 11.850 Punkte, insbesondere auf TS-Basis, hätte dies bärischen Charakter. Dann wären weitere Abgaben denkbar, die bis 11.828/20, 11.795/90 und dann bis 11.775/70 Punkte gehen könnten. Diese Abgaben könnten auch durchaus einen dynamischen Charakter haben.


Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups:

  • Box-Bereich: 12.231 bis 9.038 Punkte
  • Tagesschlusskurs-Marken: 12.137 und 11.494 Punkte
  • Intraday-Marken: 12.087 und 11.726 Punkte
  • Range: 12.404 bis 8.061 Punkte


Übergeordnete erwartete Tendenz in der KW 10/2017: seitwärts/abwärts


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RISIKOHINWEIS: Dieser Artikel liefert eine Einschätzung zum Basiswert DAX-Index, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets UK ist Forex- & CFD-Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Verluste können Einlagen übersteigen! Lesen Sie den kompletten Warnhinweis über folgenden Link, Disclaimer: http://www.admiralmarkets.de/risikohinweis

Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4


Über den Autor:

Im Namen von Admiral Markets UK wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

Jens Chranowski

Ihr Jens Chrzanowski Geschäftsführer Admiral Markets Kundenservice Deutschland


Über das Unternehmen:

Admiral Markets stellt seinen Kunden einen Brokerage-Service und eine innovative Handelstechnologie, den MetaTrader 4, mit einigen unternehmensspezifischen Features zur Verfügung. Den Leitsatz des Brokers "Trading for everyone" setzen die Mitarbeiter weltweit konsequent um. So stehen den Kunden beispielsweise umfangreiche Webinare und Seminare zur Verfügung, und der Broker verspricht, niemals Kurse gegen den Kunden zu stellen.?

Die weltweit aktive Admiral Markets Group ist mit ihren Divisionen einer der größten Forex- und CFD-Broker für Privatkunden weltweit. Seit 2011 ist die Marke "Admiral Markets" in Deutschland aktiv - seit 2014 unter der weltweit renommiertesten Regulierung für Forexbroker, der (britischen) Financial Conduct Authority, FCA. In Deutschland herrscht zusätzliche Bafin-Registrierung und Regulierung.

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