NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben zur Wochenmitte an ihre Abwärtstendenz vom Vortag angeknüpft. Dabei führten schwer gewichtete Technologiewerte die Liste der Verlierer an. Ebenfalls in schwacher Verfassung zeigten sich einige Bankenaktien nach der Bekanntgabe von Quartalszahlen. Leicht belastend auf die Börsen wirkten die US-Erzeugerpreise, die im November stärker als erwartet zulegten. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im November etwas mehr als prognostiziert.
Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,09 Prozent tiefer bei 49.149,63 Punkten, nachdem er tags zuvor bereits um 0,8 Prozent nachgegeben hatte. An der Technologiebörse Nasdaq verlor der Nasdaq 100 am Mittwoch 1,07 Prozent auf 25.465,94 Punkte.
Der marktbreite S&P 500 fiel um 0,53 Prozent auf 6.926,60 Zähler und setzte damit seinen Rückgang vom jüngsten Rekordhoch fort. Die Talfahrt wird dabei vor allem deutlichen Verlusten aus dem Kreis der "Magnificent 7", also der sieben bedeutendsten US-Technologiewerte zugeschrieben. Die ersten Wochen des Jahres 2026 seien von einer stetigen Rotation weg von den großen Technologietiteln, hin zu kleineren Aktien geprägt gewesen, hieß es dazu aus dem Handel.
Die US-Großbanken Citigroup, Bank of America und Wells Fargo haben die Anleger mit ihren Jahreszahlen nicht begeistert. Bei der Citigroup zehrte Ende 2025 die Trennung vom Russland-Geschäft am Gewinn, Wells Fargo enttäuschte beim Zinsüberschuss und beim Gewinn. Für die Aktien von Citigroup und Wells Fargo ging es am Ende um 3,3 beziehungsweise 4,5 Prozent abwärts. Die Bank of America konnte sich trotz überraschend guter Zahlen dem Abwärtssog an der Börse nicht entziehen und fiel um 3,8 Prozent.
Gegen den allgemeinen Markttrend legten die Titel des Mischkonzerns Honeywell um 1,3 Prozent zu. Das Quantencomputer-Unternehmen Quantinuum, das mehrheitlich im Besitz von Honeywell ist, plant in Kürze den Gang an die Börse. Im September hatte Honeywell bekanntgegeben, neues Kapital für Quantinuum beschafft zu haben, wodurch das Unternehmen eine sogenannte Post-Money-Bewertung von fast 11 Milliarden US-Dollar erhalten habe.
Die Aktien von Biogen verbilligten sich um 5,0 Prozent. Das Biotech-Unternehmen hatte für das vierte Quartal ein Vorsteuerergebnis angekündigt, das Kosten für übernommene laufende Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie Vorauszahlungen und Meilensteinzahlungen in Höhe von rund 222 Millionen US-Dollar beinhalte.
Die Papiere des E-Fahrzeugherstellers Rivian sackten um 7,2 Prozent ab. Die Großbank UBS stufte die Aktien von "Neutral" auf "Sell" ab und begründete dies mit einem nicht mehr attraktiven Verhältnis von Anlagechancen zu -risiken./edh/nas
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