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MÄRKTE USA/Abgaben nach Treffen Trump/Xi - Nvidia und Intel unter Druck

DJ MÄRKTE USA/Abgaben nach Treffen Trump/Xi - Nvidia und Intel unter Druck

DOW JONES--Mit einem deutlichen Minus dürfte die Wall Street zum Wochenausklang in den Handel starten. Der Future auf den S&P-500 reduziert sich um 1,2 Prozent. Das mit Spannung erwartete Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping hat nicht den erhofften Durchbruch gebracht. Zu den Themen Iran-Krieg, technologische Vorherrschaft und Taiwan habe es keine Fortschritte gegeben, so UBS-Volkswirt Paul Donovan. Auch zur Straße von Hormus zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab. Die Ölpreise quittieren dies mit einem kräftigen Plus. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 2,4 Prozent auf 108,20 US-Dollar.

Dazu kommen die kräftig steigenden Renditen an den Anleihemärkten. Auslöser sind die jüngsten Preisdaten, die eine noch höhere Inflation zeigen als ohnehin wegen des Energiepreisschocks in Folge des Iran-Kriegs schon erwartet. In den USA waren zuletzt die Verbraucher-, Erzeuger- und Importpreise höher als prognostiziert ausgefallen. Dies schürt weitere Spekulationen um mögliche Zinserhöhungen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen erhöht sich um 10 Basispunkte auf 4,56 Prozent.

Der Dollar steigt - der Dollar-Index legt um 0,4 Prozent zu. Die anhaltenden Spannungen mit dem Iran und jüngste, unerwartet hohe Preisdaten schüren die Spekulation, dass die US-Notenbank zu Zinserhöhungen übergehen könnte. Der Markt preist eine Zinserhöhung bis März 2027 vollständig ein, wie Daten von LSEG zeigen.

Der Goldpreis gibt deutlicher nach. Die Feinunze reduziert sich um 2,1 Prozent auf 4.551 Dollar. Die Aussicht auf steigende Zinsen und der feste Dollar belasten.

Die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York ist im Mai wider Erwarten gestiegen. Der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Index für die allgemeine Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts erhöhte sich auf plus 19,6. Das ist der höchste Stand seit über vier Jahren. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf plus 7,0 prognostiziert. Im Vormonat hatte der Index bei plus 11,0 gelegen. Kurz vor der Eröffnung folgt noch die Industrieproduktion für April.

Bei den Einzeltiteln zeigen sich vor allem die Werte aus dem Technologie-Sektor mit kräftigen Abgaben. Die hohen Erwartungen im Vorfeld des Trump/Xi-Treffens seien nicht erfüllt worden, heißt es. China hat nach Aussage von US-Präsident Trump trotz der Freigabe durch die USA keine H200-Chips von Nvidia gekauft. "Sie wollen versuchen, ihre eigenen zu entwickeln", so Trump. Die Erwartungen an einen Durchbruch waren gestiegen, nachdem sich Nvidia-Chef Jensen Huang einer Delegation hochkarätiger CEOs nach Peking angeschlossen hatte. Mit den Aktien von Nvidia geht es vorbörslich um 2,8 Prozent abwärts. Intel büßen 5 Prozent ein.

Der US-Investor Bill Ackman hat über seinen Hedgefonds Pershing Square eine Beteiligung an Microsoft aufgebaut. Damit wettet Ackman darauf, dass die massiven Investitionen des Softwaregiganten in Künstliche Intelligenz im derzeit schwächelnden Aktienkurs noch nicht angemessen berücksichtigt sind. Die Microsoft-Aktie steigt um 0,4 Prozent.

=== 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,07 +0,07    4,07      4,02 
5 Jahre       4,22 +0,10    4,22      4,16 
10 Jahre      4,56 +0,10    4,56      4,49 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:05 
EUR/USD      1,1623  -0,4  -0,0045     1,1668   1,1709 
EUR/JPY      184,27  -0,3  -0,5300      184,8  184,8400 
EUR/CHF      0,9141  -0,0  -0,0003     0,9144   0,9161 
EUR/GBP      0,8708  +0,0   0,0001     0,8707   0,8662 
USD/JPY      158,52  +0,1   0,1700     158,35  157,8600 
GBP/USD      1,3343  -0,4  -0,0056     1,3399   1,3514 
USD/CNY      6,8092  +0,4   0,0241     6,7851   6,7908 
USD/CNH      6,809  +0,3   0,0226     6,7864   6,7876 
AUS/USD      0,7145  -1,0  -0,0075      0,722   0,7256 
Bitcoin/USD  80.448,32  -1,1  -931,50    81.379,82 79.780,76 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     104,43  +3,2    3,26     101,17 
Brent/ICE     108,2  +2,4    2,48     105,72 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.551,24  -2,1   -98,24    4.649,48 
Silber       77,78  -6,8   -5,70      83,48 
Platin     1.978,20  -3,8   -77,48    2.055,68 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/uxd

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May 15, 2026 08:48 ET (12:48 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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