DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
VW - Der Autobauer Volkswagen prüft erstmals konkret, in China entwickelte Modelle der Marke VW auch in Europa anzubieten. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, reichen die Überlegungen vom Import bis zu einer späteren Fertigung in Europa. Als mögliche Kandidaten gelten ein gemeinsam mit dem chinesischen Partner SAIC entwickeltes SUV sowie ein weiteres Modell auf VWs neuer China-Plattform CSP. Letzteres gilt Insidern zufolge als wahrscheinlicher, eine Entscheidung steht allerdings noch aus. Die Arbeitnehmerseite dürfte die Pläne mittragen, solange bestehende Standortzusagen gewahrt bleiben und die Auslastung deutscher Werke gesichert ist. Als möglicher Produktionsstandort gilt Insidern zufolge das VW-Werk in Zwickau. Volkswagen wollte sich auf Anfrage nicht äußern. (Handelsblatt)
SAP - Der Softwarehersteller SAP baut seine Organisation umfangreich um: Vorstandschef Christian Klein übernimmt nach Handelsblatt-Informationen zentrale Aufgaben der Produktentwicklung mit mehreren tausend Mitarbeitenden. So ist ab 1. Juli der Bereich unter ihm angesiedelt, der das Programmpaket "Business Suite" mit den zentralen Geschäftsanwendungen des Konzerns entwickelt. Gleiches gilt für eine Plattform, über die Kunden Transaktionen wie Einkäufe und Reisebuchungen abwickeln können. Beide Bereiche leitet Manoj Swaminathan operativ, der nun direkt an den Vorstandschef berichtet. SAP kommentierte die Pläne auf Handelsblatt-Anfrage nicht. (Handelsblatt)
FMC - Das Chip-Startup FMC holt sich prominente Verstärkung aus der deutschen Halbleiterindustrie. Nach Handelsblatt-Informationen haben die Dresdner den früheren Infineon-Vorstandschef Reinhard Ploss sowie den ehemaligen Produktionsvorstand des DAX-Konzerns, Rutger Wijburg, als Berater engagiert. FMC-Chef Thomas Rückes plant, in Magdeburg für mehrere Milliarden Euro eine Speicherchip-Fabrik zu errichten. Die ehemaligen Top-Manager des größten europäischen Halbleiterherstellers sollen die Firma dabei unterstützen. (Handelsblatt)
ADIDAS - Adidas-Chef Björn Gulden rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Umsätze durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. "Das Geschäft bei dieser Weltmeisterschaft wird eine ganz andere Dimension erreichen als jemals zuvor", sagte Gulden im Interview mit dem Magazin Stern. "Einmal kaufen die ohnehin begeisterten Fußballfans die neuen Trikots von ihren Nationalmannschaften. Und dann gibt es sehr viele Menschen, für die Fußballprodukte ein modernes Kulturgut sind, die kaufen jetzt auch mehr Adidas-Produkte als sonst", sagte der ehemalige Fußball-Profi. Am meisten verkaufe sich aktuell das Trikot der mexikanischen Nationalmannschaft. (Stern)
DECATHLON - Der Sportgigant Decathlon und ein chinesischer Investor steigen bei der Faltrad-Kultmarke Brompton ein - und zwar als "langfristige strategische Partner", wie Brompton in einer Mitteilung hervorhebt. Gemeinsam wolle man den "nächsten Wachstumsschritt" gehen, sagt Brompton-Chef Will Butler-Adams, "ohne Kompromisse bei unseren Werten einzugehen." Finanzielle Details nannte er nicht. Nach Informationen des Guardian hat Decathlon über seine Beteiligungsgesellschaft Decathlon Pulse 10 Prozent der Anteile und die chinesische Investmentgesellschaft BA Capital 5 Prozent übernommen. (Börsen-Zeitung)
KUKA - Die chinesische Midea Group Co. erwägt laut mit informierten Personen, den Roboterhersteller Kuka auf dem chinesischen Festland an die Börse zu bringen - zehn Jahre nach der Übernahme des Unternehmens. Midea prüfe eine Börsennotierung von Kuka bereits ab 2027, sagten die Informanten. Kuka beliefert Unternehmen wie Volkswagen und Airbus mit Industrierobotern, die in Produktionslinien zum Einsatz kommen. Die Vorbereitungen für einen IPO - höchstwahrscheinlich in Shenzhen -, liefen bereits, doch seien die Überlegungen noch in einem frühen Stadium. Laut einigen der Personen hatte Midea auch Hongkong als Börsenplatz für Kuka in Betracht gezogen. Ein Midea-Sprecher erklärte, dass alle Unternehmensinitiativen gemäß den aufsichtsrechtlichen Vorschriften durch offizielle Mitteilungen bekannt gegeben würden. Darüber hinaus wollte er sich nicht äußern. (Bloomberg)
DEUTSCHE BAHN - Im Konflikt über mehr Konkurrenz auf langen Zugstrecken im deutschen Personenverkehr geht die Bundesnetzagentur einen Schritt auf den italienischen Bahn-Wettbewerber Italo und andere Konkurrenten zu. Die Behörde gab bekannt, dass sie eine Regelung plant, nach der die Deutsche Bahn künftig Wettbewerbern im Fernverkehr mindestens ein Viertel der Kapazitäten auf hochbelasteten Strecken überlassen muss. Die Netztochtergesellschaft der Bahn, DB Infrago, solle künftig einer sogenannten "Wettbewerberklausel" unterliegen. Demnach soll sie auf stark nachgefragten Streckenabschnitten nur noch 60 bis 75 Prozent der Kapazitäten an ein einzelnes Unternehmen vergeben dürfen - gemeint ist der Platzhirsch Deutsche Bahn. Die restlichen 25 bis 40 Prozent stünden dann Konkurrenten zur Verfügung. (FAZ)
KNDS - Der Panzerhersteller KNDS hat Schwierigkeiten, Investoren davon zu überzeugen, seinen geplanten Börsengang mit einer Bewertung von mehr als 12 Milliarden Euro zu unterstützen, was die Aussicht auf eine Verzögerung des vielbeachteten Börsengangs erhöht. Einige Investoren haben KNDS in Vorgesprächen in dieser Woche mitgeteilt, dass sie davon ausgehen, dass der deutsch-französische Konzern bei dem für Juli geplanten Börsengang weniger als 12 Milliarden Euro wert sein wird, wie aus Kreisen mit Kenntnis der Angelegenheit verlautet. Der wichtigste deutsche KNDS-Aktionär, der 50 Prozent der Anteile hält, während der Rest im Besitz der französischen Regierung ist, habe deutlich gemacht, dass er einen Börsengang bei einer Bewertung unter 12,5 Milliarden Euro nicht durchführen werde, sagten einige der Informanten. Zu Beginn dieses Jahres war noch eine Bewertung zwischen 18 und 20 Milliarden Euro diskutiert worden. (Financial Times)
CMA CGM/FEDEX - Der französische Containerschifffahrtskonzern CMA CGM steht kurz vor dem Abschluss eines Vertrags über den Kauf des Third-Party-Logistikgeschäfts von FedEx für 1,4 Milliarden US-Dollar in bar. Die Gespräche zwischen den Unternehmen befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium, und laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen könnte der Vertrag bereits am Mittwoch unterzeichnet werden. Sie wiesen jedoch darauf hin, dass die Verhandlungen noch scheitern könnten. (Financial Times)
WINDROSE ELECTRIC - Ein chinesisches Start-up für Elektro-Lkw, das Teslas neuem Lkw-Modell Konkurrenz macht, plant, seine Aktien noch in diesem Jahr über eine Zweckgesellschaft (SPAC) in den USA mit einem Unternehmenswert von mindestens 2 Milliarden US-Dollar an die Börse zu bringen. Windrose Electric, das in diesem Jahr mit dem Export seiner schweren Elektro-Lkw von China in die USA begonnen hat, will bis Ende des Jahres durch eine SPAC-Fusion mehr als 200 Mllionen Dollar einnehmen. "Wir möchten die Elektrifizierung des Lkw-Marktes dominieren", sagte Wen Han, Geschäftsführer von Windrose, der FT. "Wir müssen den Diesel abschaffen. Das ist der Feind." (Financial Times)
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July 01, 2026 00:22 ET (04:22 GMT)
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