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WKN: 851399 | ISIN: US4592001014 | Ticker-Symbol: IBM
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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Knappes Plus - US-Inflation, Öl und IBM im Blick

DJ MÄRKTE EUROPA/Knappes Plus - US-Inflation, Öl und IBM im Blick

DOW JONES --Gut behauptet nach einem nervösen Geschäft haben sich Europas Börsen am Dienstag aus dem Handel verabschiedet. Mit den neuen US-Inflationsdaten, einer Rede des neuen Fed-Chefs und der neuerlichen Eskalation des Iran-Kriegs hielten sich Anleger zurück. Dazu belasteten diverse Kurseinbrüche von IBM bis Ericsson. Der DAX erholte sich um 0,1 Prozent auf 25.147 Punkte, der Euro-Stoxx-50 um 0,2 Prozent auf 6.280 Zähler.

Sorgen machte den Anlegern ein möglicher neuer Inflationsschub durch den Ölpreis. Der Brent-Preis sprang am Morgen weitere rund 4 Prozent auf rund 87 Dollar und kam im Tagesverlauf wieder zurück. Preistreibend wirkte dabei nicht nur die fast wieder geschlossene Straße von Hormus, sondern auch die Forderung von Transportgebühren durch US-Präsident Donald Trump in Höhe von 20 Prozent auf Cargoschiffe, wenn sie die Meerenge durchqueren wollten. Bei den Transportgebühren ruderte Trump indessen später zurück. Stattdessen sollten die Golf-Anrainerstaaten mit den USA Investitions- und Handelsabkommen schließen, so der Präsident.

Im Fokus der Märkte stand aber nur das Thema US-Inflation und -Zinsen. Die US-Verbraucherpreise wurden am Nachmittag mit 3,5 Prozent Anstieg im Juni zwar geringer als befürchtet vermeldet; Händler sahen darin aber nur eine temporäre Erholung. Die neuerliche Eskalation im Iran-Krieg hat das Öl von den rund 70 Dollar je Fass Brent beim Waffenstillstand nun wieder weit über die 80er-Marke springen lassen.

Sollte die Inflationsrate im Juli wieder höher ausfallen, könnte sich die Fed gezwungen sehen, im September ihre Leitzinsen zu erhöhen. "Der Rückgang der Inflationsrate im Juni sollte keineswegs als Entwarnung interpretiert werden", warnte Chef-Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Aus der Rede des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh konnten Anleger keine neuen Schlüsse ziehen.

Banken standen mit dem Start der US-Berichtsaison im Blick mit der Veröffentlichung zahlreicher Bank-Quartalsdaten, darunter Bank of America, JP Morgan, Wells Fargo, Goldman Sachs und Citigroup. "Die Erwartungen waren aber extrem hoch, da alle sehr gut verdienten am Börsengang von SpaceX", sagte ein Händler. In Europa legte der Banken-Index um 0,7 Prozent zu.

Der Anstieg des Ölpreises befeuerte auch die Aktien der Öl-Multis gegen den Markt. BP stiegen um 2,3 Prozent, wobei hier zusätzlich ein Zwischenbericht positiv aufgenommen wurde. BP will sich künftig noch stärker auf das Ölgeschäft konzentrieren und trieb den Schuldenabbau voran. Auch Shell, Totalenergies und Eni legten bis zu 1,2 Prozent zu.

In Paris fielen die Aktien von Ubisoft um 7 Prozent. Der Computerspiele-Hersteller wies im Geschäftsbericht einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro aus. Im Handel störten aber vor allem Details, wie Aussagen zu den Mikrotransaktionen. Dies wurde so interpretiert, dass auch von dieser Seite kein nennenswerter Gewinnanstieg zu erwarten sei.

Die Aktien von Ericsson brachen sogar rund13 Prozent ein. "Die eigenen Zahlen wurden in Kombination mit den enttäuschenden Aussagen aus dem Infrastruktur-Bereich bei IBM gesehen", sagte ein Händler. Zwar waren beide Unternehmen rein technisch in anderen Schichten im Netzwerkgeschäft aktiv, konnten aber durch übergeordnete Projekte verbunden werden. Nun meldete IBM einen Rückgang bei der Infrastruktur um 7 Prozent, was nachlassende Ausgabenfreude auf Kundenseite zeigte. Die IBM-Aktien stürzten sogar um 25 Prozent ab. SAP verloren 2,8 Prozent nach den schlechten Vorlagen der Software-Sparte von IBM.

Hapag gesucht - Crash bei Evotec

Deutsche Autowerte standen weiter mit den diversen Pre-Close-Calls und auch eigenen Zahlen im Blick: So gab es im Call von VW (+0,6%) keine großen Überraschungen. Die gekündigte Allianz für automatisiertes Fahren mit Bosch führte im zweiten Quartal 2026 laut JP Morgan zu einer GuV-Belastung im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. .

Traton (+0,7%) legte vorläufige Zahlen für das zweite Quartal vor, die besser als erwartet ausfielen. Das bereinigte operative Konzernergebnis lag bei 957 Millionen Euro, was einer bereinigten operativen Rendite von 8,1 Prozent entsprach. Analysten hatten im Konsens nur 763 Millionen Euro bei einer Marge von 6,6 Prozent erwartet. Daimler Truck im DAX gewannen 1,6 Prozent.

Hapag-Lloyd stiegen um 6,1 Prozent. Der Reedereikonzern erhöhte die Gewinnprognose fürs laufende Jahr. Wegen guter Marktnachfrage und steigenden Spot-Frachtraten erwartet Hapag einen Gewinn (EBITDA) in der Spanne von 2,3 bis 3,2 (zuvor: 0,9 bis 2,6) Milliarden Euro.

Evotec brachen nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung um 24 Prozent ein. Für das laufende Jahr rechnete Evotec nun mit einem Umsatz von rund 570 bis 610 Millionen Euro und einem bereinigten EBITDA-Verlust von 70 bis 105 Millionen Euro. Bislang war der Konzern von einem Umsatz von 700 bis 780 Millionen Euro und einem kleinen Gewinn ausgegangen.

Vossloh fielen um 4,2 Prozent ein. Während die Halbjahreszahlen noch etwas besser ausgefallen waren, sprach die Deutsche Bank bei der Prognosesenkung für das Gesamtjahr von einer negativen Überraschung.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.280       +0,2          +8,3 
Stoxx-50        5.378       +0,1          +9,2 
Stoxx-600        642       +0,2          +8,2 
DAX          25.147       +0,1          +2,6 
FTSE-100 London    10.498       +0,3          +5,7 
CAC-40 Paris      8.365       +0,0          +2,6 
AEX Amsterdam     1.085       +0,4         +14,1 
ATHEX-20 Athen     6.387       -0,2         +19,4 
BEL-20 Br ssel     5.604       +0,3         +10,4 
BUX Budapest     141.206       +1,5         +27,2 
OMXH-25 Helsinki    6.184       +0,1          +8,4 
OMXC-20 Kopenhagen   1.658       -0,3          +3,1 
PSI 20 Lissabon    9.134       -0,1         +10,5 
IBEX-35 Madrid    19.336       +0,1         +11,7 
FTSE-MIB Mailand   52.809       +0,1         +17,5 
OBX Oslo        1.886       +0,9         +18,0 
PX Prag        2.609       +0,3          -2,8 
OMXS-30 Stockholm   3.167       -0,1          +9,9 
WIG-20 Warschau   143.780       +0,9         +21,5 
ATX Wien        6.464       +0,6         +21,4 
SMI Z rich      14.266       -0,2          +7,5 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:15 Uhr 
EUR/USD          1,1426  +0,4  0,0045     1,1381     1,1398 
EUR/JPY          185,29  +0,2  0,4100     184,88    185,0700 
EUR/CHF          0,9245  -0,3  -0,0025     0,9270     0,9255 
EUR/GBP          0,8539  +0,2  0,0015     0,8525     0,8522 
USD/JPY          162,18  -0,2  -0,2400     162,42    162,3500 
GBP/USD          1,3377  +0,2  0,0031     1,3346     1,3372 
USD/CNY           6,77  -0,1  -0,0095     6,7795     6,7795 
USD/CNH          6,7737  -0,2  -0,0102     6,7839     6,7826 
AUS/USD          0,697  +0,8  0,0054     0,6916     0,6935 
Bitcoin/USD      64.704,78  +4,1 2.555,60    62.149,18   62.725,62 
 
ROHOEL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         79,54  +1,8   1,40      78,14 
Brent/ICE          85,5  +2,6   2,20      83,30 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.060,69  +1,5   60,47    4.000,65 
Silber           58,71  +1,8   1,07      57,65 
Platin         1.625,97  +1,3   20,97    1.605,00 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

DJG/mod/cln

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July 14, 2026 12:07 ET (16:07 GMT)

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