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WKN: BASF11 | ISIN: DE000BASF111 | Ticker-Symbol: BAS
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15.07.26 | 14:28
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MÄRKTE EUROPA/DAX von BASF belastet - US-Inflation im Fokus

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX von BASF belastet - US-Inflation im Fokus

DOW JONES--Weiter uneinheitlich tendieren Europas Börsen am Mittwochmittag. Schwach zeigt sich vor allem der DAX, der 0,9 Prozent auf 24.926 Punkte verliert. Er wird von einer negativen Reaktion auf eigentlich starke BASF-Zahlen belastet. Der Euro-Stoxx tendiert dagegen mit nur knappem Minus von 0,3 Prozent auf 6.264 Zähler. Ihn stützen gute Zahlen von ASML, von denen der Technologiesektor profitiert, sowie überzeugende Daten von Richemont, die dem Luxus-Sektor Rückenwind geben. Beide Segmente sind im auf "old economy" ausgerichteten DAX wenig vertreten.

Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt, die militärischen Scharmützel zwischen dem Iran und den USA setzen sich fort. Ein Ende des Iran-Konflikts zeichnet sich nicht ab, die Forderungen beider Länder liegen zu weit auseinander. Der vereinbarte Waffenstillstand ist zur Makulatur geworden. Für Störfeuer sorgt immer wieder US-Präsident Donald Trump. Aktuell hat er seine Pläne für die Erhebung von Schutzgeld für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus fallen lassen.

"Das Problem ist, dass man keinen Aussagen mehr trauen kann und der Markt selbst bei positiven Nachrichten immer noch eine hohe Risikoprämie einpreisen muss", sagt ein Händler. Dies zeige sich deutlich am Ölpreis-Anstieg. Die Sorte Brent notiert beständig bei rund 86 Dollar. Damit steigen auch die Inflationsängste am Markt, an den Anleihemärkten ziehen die Renditen nach ihrem Rücksetzer vom Vortag wieder an, die 10-jährigen US-Bonds steigen über 4,60 Prozent.

Im Fokus stehen weitere US-Inflationsdaten: Nach den besser als erwartet ausgefallenen US-Verbraucherpreisen (CPI) vom Dienstag stehen am Nachmittag die Erzeugerpreise (PPI) an. Im Tagesverlauf sprechen zudem mehrere Fed-Gouverneure, am Abend wird das Beige Book veröffentlicht. Anleger erhoffen sich weitere Hinweise auf die künftige Geldpolitik der US-Notenbank.

Derweil nimmt die Berichtssaison auf beiden Seiten des Atlantiks Fahrt auf: In den USA legen unter anderem Johnson & Johnson und Morgan Stanley Zahlen vor.

In Europa sind die Quartalsdaten von ASML über den Erwartungen ausgefallen. Der Anlagenbauer für die wichtigen Photolitographie-Systeme für die Chip-Herstellung hat dazu den Ausblick angehoben. ASML erwartet nun Umsätze zwischen 43 und 45 (zuvor 36 bis 40) Milliarden Euro. Auch die Marge soll deutlich steigen. Die Aktien gewinnen aber nur 3,8 Prozent. "Es ist ein schlechtes Zeichen, wenn jemand seine Gewinnprognose um über 22 Prozent erhöht und dann nur so wenig zulegt", sagt ein Händler.

Auch der Tech-Sektor reagiert nur noch verhalten: BE Semiconductor notieren wenig verändert, STMicro steigen um 0,2 Prozent. Infineon geben sogar 2,9 Prozent ab.

Im Luxus-Sektor sorgen indes die Quartalszahlen von Richemont (+4,5%) für gute Laune. Das organische Wachstum liege mit 20 Prozent fast doppelt so hoch wie die Markterwartung von 11 Prozent, so Bernstein. Positiv heben die Analysten insbesondere die Entwicklung der Sparte Jewellery Maisons hervor. Dies treibt auch andere Luxus-Aktien wie Kering um 2,6 Prozent und Burberry um 1,4 Prozent. LMVH und Hermes legen bis zu 0,6 Prozent zu.

Bei DAX-Schwergewicht BASF geht es trotz besserer vorläufiger Daten 4 Prozent tiefer. Das bereinigte EBITDA legte auf 2,4 Milliarden Euro zu und übertraf damit die laut Bernstein bei 2,1 Milliarden Euro liegende Markterwartung deutlich. Bremsend wirkt der Ausblick: BASF erwartet zwar für das Gesamtjahr ein bereinigtes EBITDA von 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro, erreicht damit aber nur die schon bestehenden Erwartungen.

Docmorris gewinnen 1,6 Prozent. Das Wachstum hat sich im zweiten Quartal beschleunigt. Die Schweizer Online-Apotheke profitierte von einem starken Umsatzanstieg im Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland. Redcare steigen um 1,6 Prozent.

Beim IT-Dienstleister Nagarro geht es 2,2 Prozent tiefer. Hier wurden Konzernabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 von der Finanzaufsicht Bafin bemängelt.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.263,83  -0,3   -16,36    6.280,19      8,2 
Stoxx-50        5.378,06  +0,0    0,41    5.377,65      9,4 
DAX          24.925,65  -0,9  -221,38    25.147,03      1,8 
MDAX          31.900,15  -0,6  -200,76    27.039,42      4,2 
TecDAX         3.806,46  -1,1   -40,93    3.091,28      5,1 
SDAX          18.118,14  -0,3   -61,43    13.062,07      5,5 
FTSE          10.501,97  -0,3   -27,42    10.529,39      5,7 
CAC           8.339,90  -0,3   -26,95    8.366,85      2,3 
SMI          14.228,65  -0,1   -13,12    14.241,77      7,2 
ATX           6.470,24  -0,5   -35,15    6.505,39      21,5 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:15 Uhr 
EUR/USD          1,1415  -0,0  -0,0004     1,1419     1,1447 
EUR/JPY          185,37  +0,0   0,0800     185,29    185,3800 
EUR/CHF          0,9255  +0,2   0,0017     0,9238     0,9237 
EUR/GBP          0,852  -0,1  -0,0006     0,8526     0,8537 
USD/JPY          162,38  +0,1   0,1500     162,23    161,9200 
GBP/USD          1,3396  +0,1   0,0007     1,3389     1,3405 
USD/CNY          6,774  +0,1   0,0040     6,7700     6,7700 
USD/CNH          6,7757  +0,0   0,0028     6,7729     6,7695 
AUS/USD          0,6982  +0,1   0,0008     0,6974     0,6990 
Bitcoin/USD      64.603,82  +0,1   65,41    64.538,41   64.180,31 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         79,79  +0,6    0,45      79,34 
Brent/ICE         85,33  +0,7    0,60      84,73 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.028,89  -0,6   -25,01    4.053,90 
Silber           57,93  -1,2   -0,70      58,63 
Platin         1.616,72  -0,9   -15,03    1.631,75 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/cln

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July 15, 2026 07:33 ET (11:33 GMT)

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